Bei Marco Odermatt zwickt der Rücken. Er muss im Abfahrtstraining pausieren. Ob er diese Woche noch auf die Ski steigen kann, ist unklar.

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Olympiasieger Marco Odermatt legt eine Pause ein. Der Schweizer fehlte am Donnerstag bei der Streckenbesichtigung in Copper Mountain (USA).

In einem Gespräch mit "Blick.ch" lieferte der Nidwaldner eine Erklärung: Er habe am Mittwoch bei einem Verdreher eine Bandscheibe beleidigt. "Es ist mir am Vortag im Super-G-Training ziemlich heftig in den Rücken eingeschossen, deshalb muss ich eine Pause einlegen", sagte der Gesamtweltcupsieger dem Portal.

Wie lange Odermatt pausieren muss, ist noch offen

Trainer Helmut Krug präzisierte: "Marcos Bandscheibe wurde in diesem Trainingslauf nach einem kurzen Verdreher ordentlich zusammengestaucht, das hat zu einer Entzündung geführt."

Wann Odermatt wieder trainieren kann, ist unklar. Laut Krug ist "nicht sicher, ob Marco in dieser Woche noch ein Ski-Training absolvieren wird". Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme - "weil wir im Hinblick auf die Rennen von nächster Woche in Beaver Creek keine Risiken eingehen wollen".

Am 1. und 2. Dezember finden in Beaver Creek jeweils Abfahrten statt, am 3. Dezember ein Super-G. Im vergangenen Jahr holte Odermatt auf der "Birds of Prey" zweimal einen zweiten Platz.

Teurer Tipp von Felix Neureuther

Ex-Rennfahrer Felix Neureuther kann von Rückenproblemen bekanntlich ein Lied singen. Er hat laut "Blick" einen Tipp für Odermatt parat. "Mir hat es 2015 vor der WM in Beaver Creek ebenfalls ein heftiges Ding in den Rücken gefedert und ich habe mir deshalb vor dem Slalom in der renommierten Steadman-Klinik eine spezielle Kortison-Spritze setzen lassen."

Sonderlich günstig war die Behandlung allerdings nicht. "Diese Spritze hat mich 12.000 Dollar gekostet", so Neureuther. Sie bescherte ihm allerdings nicht nur die Teilnahme an der WM, sondern auch Bronze im Slalom (hinter dem Franzosen Jean-Baptiste Grange und Landsmann Fritz Dopfer) und einen vierten Platz im Riesenslalom. (ank)

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