• Britische Musiker haben sich in einem offenen Brief an die Regierung gewandt.
  • Künstler wie Elton John, Ed Sheeran oder Kim Wilde prangern darin die Brexit-Vereinbarung mit der EU an.
  • Wird nicht nachverhandelt, werden wohl viele von ihnen bald nicht mehr auf deutschen Bühnen spielen.

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Einige der grössten britischen Musikstars werfen ihrer Regierung vor, die Künstler des Landes mit dem Brexit-Deal fallenzulassen. Unter anderem Sir Elton John, Ed Sheeran, Liam Gallagher, Sting, die Band Radiohead, Kim Wilde oder Brian May haben sich klassischen Komponisten wie Judith Weir angeschlossen, um die Brexit-Vereinbarung anzuprangern.

Durch die Reiseregeln werde "Europa zu einer No-Go-Zone" für britische Musiker, argumentieren die Künstler. In einem in der "Times" veröffentlichten Brief steht geschrieben: Das Versagen der Regierung in den Verhandlungen bedrohe die Zukunft des kulturellen Austauschs mit dem Kontinent.

Unterschrieben wurde das Dokument von mehr als 100 Musikern und Dutzenden anderer prominenter Persönlichkeiten der Branche. Sie fordern, dass die Regierung Massnahmen ergreifen solle, um visumfreies Touren für britische Musiker in der Europäischen Union zu ermöglichen.

Bedeutet der Brexit-Deal für Künstler den Bankrott?

Aus der Downing Street heisst es dazu laut BBC, die Unterzeichner des offenen Briefs sollten die EU fragen, warum der "vernünftige britische Vorschlag" abgelehnt worden sei. Kultusminister Oliver Dowden werde demnach Vertreter der Musikindustrie treffen, um über das Thema zu sprechen.

Aus dem Ministerium hiess es dem Bericht zufolge zuvor ausserdem, "die Tür ist offen", wenn die EU bereit sei, die Vorschläge Grossbritanniens zu prüfen, um eine Einigung für Musiker zu erzielen. In der Zwischenzeit müssen diese für Europa-Tourneen jeweils die nationalen Regeln für jeden Mitgliedstaat beachten, in dem sie auftreten wollen.

Das könnte bedeuten, dass Musiker fortan mehrere Visa oder Arbeitserlaubnisse brauchen, was laut BBC nach Ansicht einiger Experten teuer oder sogar unerschwinglich wäre - insbesondere für Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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