ESC-Halbfinale 2019: Wer weiter und wer raus ist

Aus 35 mach 20: Im zweiten Halbfinale haben sich nochmals zehn Länder durchgesetzt. Somit stehen die 26 Teilnehmer am Finale des 64. Eurovision Song Contests am 18. Mai 2019 in Tel Aviv fest. © spot on news

Tamara Todevska vertritt Nordmazedonien mit der Ballade "Proud". Die Sängerin ruft in ihrem Song Mädchen dazu auf, ihre Stimme zu erheben. Todevska steht schon zum dritten Mal auf der ESC-Bühne: 2008 trat sie in einem Trio auf, 2014 unterstützte sie ihre Schwester als Chorsängerin. Mit ihrem ersten eigenen Auftritt hat sie es ins Finale geschafft. Das gab es für Nordmazedonien seit 2012 nicht mehr.
Zehn Anläufe hat Jonida Maliqi gebraucht, um sich für den ESC zu qualifizieren. Beim ersten Versuch war sie gerade mal 13 Jahre alt. Jetzt hat es endlich geklappt, und so wird sie in diesem Jahr Albanien vertreten. Ihren Song "Ktheju tokës", der von Migration handelt, präsentiert die 36-Jährige in der Landessprache. Das kommt bei den Zuschauern offenbar an. Maliqi singt im Finale mit.
John Lundvik kam in London zur Welt, wurde aber als Baby von einem schwedischen Ehepaar adoptiert. Nach einer Leichtathletik-Karriere widmete sich der heute 36-Jährige der Musik. 2010 war er sogar Co-Autor des Hochzeitssongs der schwedischen Kronprinzessin Victoria. Kein Wunder, dass Lundvik dieses Jahr die grosse Hoffnung für Schweden ist. Sein Song: Eine gospelige Soul-Nummer mit dem Titel "Too Late For Love". Damit steht er im Finale.
Sergey Lazarev vertritt Russland bereits zum zweiten Mal beim Eurovision Song Contest. Schon 2016 galt er als einer der absoluten Favoriten: In Stockholm belegte er den dritten Platz. Dieses Jahr hofft er, mit dem Titel "Scream" punkten zu können. Für das Finale hat sich Lazarev in jedem Fall schonmal qualifiziert.
Wie viele Phasen werden bei einer Trennung durchlaufen? Chingiz kann ein Lied davon singen: Mit dem Song "Truth", der vom Ende einer Liebe handelt, geht der Sänger für Aserbaidschan an den Start. Neben dem Niederländer Duncan Lurence und dem Schwden John Lundvik beeindruckt Chingiz mit seinem Auftritt im Halbfinale und singt im Finale der besten 26 um den Sieg mit.
Die Liebe bleibt ein grosses Thema. Leonora widmet sich ihr allerdings von der positiven Seite. Ihr Song für Dänemark heisst "Love Is Forever" und erinnert vom Sound her stark an den Gute-Laune-Hit "Lemon Tree" von Fools Garden. Die gute Laune trägt die 20-Jährige auf ihrem XXL-Stuhl bis ins Finale.
KEiiNO nennt sich das norwegische Gesangstrio. Dahinter stecken Tom Hugo, Fred-René Buljo und Alexandra Rotan. Ihr Song "Spirit In The Sky" wirbt für Gleichberechtigung. Mit der Euro-Pop-Hymne sind sie schon vor dem ESC fleissig durch Europa getourt und haben bei den Pre-ESC-Partys Werbung für sich gemacht. Das hat sich ausgezahlt. KEiiNO nimmt am Finale des ESC teil.
Luca Hänni hat sich 2012 durch seine Teilnahme bei "Deutschland sucht den Superstar" einen Namen gemacht. Seine erste Single "Don't Think About Me", die Dieter Bohlen produzierte, belegte damals Platz eins der deutschen Charts. Beim ESC tritt der 24-Jährige allerdings für sein Heimatland Schweiz an, und zwar mit der Dance-Pop-Nummer "She Got Me". Ihm werden von Fachleuten im Finale gute Chancen eingeräumt.
Maltas ESC-Hoffnung heisst Michela und ist erst 18 Jahre alt: Sie nimmt zum ersten Mal an einem grossen Gesangswettbewerb teil. Die Newcomerin hat aber mit ihrer orientalisch anmutenden R'n'B-Pop-Nummer "Chameleon" beim Vorentscheid überzeugt und sich auch im zweiten Halbfinale durchgesetzt.
Tamta ging für Zypern mit dem Song "Replay" an den Start. Die Sängerin stammt eigentlich aus dem Nachbarland Griechenland und ist dort ein gefeierter Popstar. Auch für das Finale beim ESC reichte es.
Das slowenische Künstlerduo Zala Kralj und Gašper Šantl wählte sanfte Klänge für seinen Musikbeitrag. Mit dem Elektro-Popsong "Sebi" möchten die beiden ihre Fans vor allem ermutigen, stets den eigenen Weg zu gehen sowie persönliche Ängste und Schwächen zu akzeptieren. Ob das auch im Finale funktioniert?
Indopop aus Tschechien: Dafür steht die Band Lake Malawi mit Frontmann Albert Černý. Die Bedeutung hinter ihrem Song "Friend Of A Friend" liegt darin, dass über die Freunde von Freunden theoretisch jeder Mensch auf der Welt erreicht werden kann. Die Zuschauer erreichten sie jedenfalls und dürfen auch im Finale antreten.
Für Nevena Božović ist es die zweite Teilnahme beim Eurovision Song Contest. Die Gitarrenballade "Kruna" (zu Deutsch: Krone), mit der sie erfolgreich für Serbien antrat, stammt aus ihrer eigenen Feder.
Zena (bürgerlich: Zinaida Kupriyanovich) ist mit ihren zarten 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin beim diesjährigen ESC. Ihr Beitrag für Weissrussland heisst "Like it" und handelt von Smartphones und Hashtags. Beim Publikum kam's an. Teilnahme am Finale.
Nanu, was hat denn Australien bei einem europäischen Gesangswettbewerb zu suchen? Vereinfacht lautet die Erklärung: Weil der ESC dort so beliebt ist. Auserwählt, ihre Heimat zu vertreten, ist Kate Miller-Heidke, die ihren Song "Zero Gravity" mit dem Stimmvolumen einer Operndiva präsentiert - und sich ins Finale gesungen hat.
Die isländische Metal-Band Hatari versteht sich als konsumkritische Performance-Gruppe. Mit diesem Thema setzt sich auch ihr Song "Hatrið mun sigra" (zu Deutsch: Hass wird siegen) auseinander. Hass war beim Publikum nicht zu spüren: eine Runde weiter. Und das heisst: Finale.
Victor Crone ist eigentlich Schwede, geht aber für Estland an den Start. Mitgebracht ins Finale hat der 26-Jährige einen fröhlichen Country-Popsong mit dem Titel "Storm".
Katerine Duskas Stimme erinnert an die von Amy Winehouse. Grund genug für Griechenland, die gebürtige Kanadierin als Vertreterin des Landes zum ESC zu schicken. Den von ihr vorgetragenen Song "Better Love" hat die Künstlerin zusammen mit Leon of Athens geschrieben. Im Finale des ESC wird er nochmals zu hören sein.
Der Mini-Staat San Marino tritt in diesem Jahr mit dem 54-jährigen Serhat an, der ursprünglich aus Istanbul stammt. Er gab im ersten Halbfinale den eingängigen Song "Say Na Na Na" zum Besten - und überzeugte.
Die Sängerin Srbuk ging für Armenien an den Start und wartete mit dem Titel "Walking Out" auf. Sie war die erste Teilnehmerin, die für den ESC 2019 feststand. Sie eröffnete den Reigen im zweiten Halbfinale - und ist ausgeschieden.