• Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters sollte Im April in Polen auftreten.
  • Nun sorgt der Musiker allerdings für Verwirrung um eine Absage der Auftritte.
  • Grund dafür sind seine Aussagen zum Ukraine-Krieg.

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Tritt Roger Waters im kommenden Jahr in Polen auf oder nicht? Derzeit herrscht Verwirrung um zwei geplante Konzerte in Krakau. Zunächst meldeten polnische Medien unter Berufung auf den örtlichen Veranstalter, der Mitbegründer der Kultband Pink Floyd habe die Termine in dem osteuropäischen Land abgesagt. Zumindest habe das der Manager von Waters beschlossen. Der vermutete Hintergrund: frühere Aussagen in Bezug auf den Ukraine-Krieg und der anschliessende Protest vieler Osteuropäer.

"Alles Quatsch", schrieb Waters allerdings auf Facebook. Er habe überhaupt keine Konzerte abgesagt und wolle weiterhin dort spielen. Es sei jedoch so, dass ein Stadtrat in Krakau ihn zur "unerwünschten Person" erklären wollte. Dieser habe die Bewohner der Stadt aufgerufen, Waters zu boykottieren und keine Tickets zu kaufen. Vielmehr sei es für ihn ein "trauriger Verlust", wenn die Konzerte abgesagt würden. Es handele sich um "eine drakonische Zensur" seiner Arbeit. Jedem einzelnen würde die Möglichkeit genommen, sich eine Meinung zu bilden.

Konzerttermine von Webseite verschwunden

Verwirrung stiftet jedoch endgültig die Tatsache, dass die für den 21. und 22. April 2023 geplanten Konzerte in Polen auch von der offiziellen Homepage Waters verschwunden sind.

Waters hatte in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN mit seinen Aussagen für grosse Empörung in der westlichen Staatengemeinschaft gesorgt. So griff er unter anderem direkt US-Präsidenten Joe Biden an, der seiner Meinung nach "das Feuer in der Ukraine schüren" würde. Das sei ein grosses Verbrechen. Die USA würde die Dauer des Krieges nur verlängern. Wenn Biden es wolle, wäre ein Krieg "morgen zu Ende".

Ein Sturm der Entrüstung machte sich anschliessend vor allem in weiten Teilen Osteuropas breit, so auch in Polen. Waters würde Kreml-Propaganda verbreiten und nicht verstehen, dass Putin der alleinige Aggressor sei.

In Russland sorgten die Aussagen des Musikers hingegen für Beifall. So schrieb zum Beispiel der Ex-Präsident und Putin-Vertraute Dmitri Medwedew im sozialen Netzwerk VKontakte, dass es doch noch "gute Menschen im Westen" gäbe. Seinen Post mit dem Spruch "Pink Floyd forever" unterlegte er ausserdem mit dem Klassiker "Wish You Were Here" aus der Feder Waters.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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