Charlie, Jake und Co.: Das machen die Stars von "Two and a Half Men" heute

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Seine Rolle als "Jake" in "Two and a Half Men" machte Angus T. Jones berühmt, mittlerweile ist es allerdings still um den Schauspieler geworden. Zu seinem 26. Geburtstag haben wir uns auf Spurensuche begeben. Was machen er und die anderen Stars der Serie heute? © spot on news

Im Februar 2015 wurden die letzten Episoden der Sitcom "Two and a Half Men“ ausgestrahlt. Jahrelang begeisterte Angus T. Jones, der Alan Harpers knuffigen wie abgezockten Sohn Jake (re.) spielte, die Zuschauer. Der Jungschauspieler kehrte 2012 bzw. 2013 in Staffel 10 der Serie, die ihn weltbekannt gemacht hat, den Rücken und erschien lediglich 2015 in der finalen Episode noch einmal als Jake Harper.
Während seines Studiums der Judaistik an der Universität von Colorado lernte er Justin Combs kennen, den Sohn von Produzent und Rapper Sean Combs alias P. Diddy alias Puff Daddy. Gemeinsam gründeten sie "Tonite", eine Firma für Digital Marketing und Eventproduktionen mit Sitz in Beverly Hills. Bis heute arbeitet er dort im Management und hat seiner Schauspielkarriere abgeschworen.
Jakes Vater Alan Harper, gespielt von Jon Cryer (li.), der sich als ständiger Pleitegeier und pfennigfuchsender Schnorrer bei seinem Bruder Charlie (re.) eingenistet hat, war von Beginn bis zum Ende der Serie mit Ashton Kutcher ein ständiges Mitglied von "Two and a Half Men".
Nach dem Serienende schrieb Cryer seine Autobiographie mit dem Titel "So That Happened". Danach folgten kleinere Auftritte in Serien wie "Navy CIS" oder "The Ranch". 2019 spielte er in der Komödie "Big Time Adolescence" mit. Sein grösstes Projekt nach Alan Harper ist die Rolle des Lex Luthor in der Serie "Supergirl“.
Niemand anders konnte den Zigarre-qualmenden und Whisky-schlürfenden Weiberhelden besser darstellen als Charlie Sheen. Der Frauenheld spielte Charlie Harper (Mitte), den Frauenhelden. Ein perfektes Match für den Schauspieler. Durch immer häufigere Eskapaden wie Drogenmissbrauch waren die Serienmacher 2011 jedoch gezwungen, Sheen zu kündigen.
Kurz nach seinem Abgang bekam der mittlerweile 54-Jährige 2012 die Hauptrolle in der Serie "Anger Management“, diese wurde jedoch 2014 wieder abgesetzt. Seitdem sieht man den Vater von fünf Kindern nur noch in kleineren Rollen. Für Furore sorgte Sheen ausserdem 2015, als der Schauspieler seine HIV-Infektion publik machte. Im August 2019 entfachte Sheen ausserdem die Gerüchteküche um ein mögliches Comeback der Serie.
Nach Sheens Rausschmiss 2011 war der Shitstorm gross. Dennoch: Auch Ashton Kutchers Charakter Walden Schmidt (li.) konnte viele Fan-Herzen gewinnen. Der Internet-Milliardär, der sich anfangs nach der Trennung seiner Frau noch ertränken will, gewinnt seinen Lebenswillen wieder und lebt in der Serie kurzerhand mit Alan und Jake in Charlies Haus zusammen.
Natürlich wurde Kutcher nicht erst durch seine Rolle in der Sitcom berühmt. Mit einer Gage von 700.000 Dollar pro Episode gehörte der Mann von Mila Kunis zu den bestbezahlten Seriendarstellern der Welt. Kutcher hat nebenher erfolgreich in zahlreiche Technologie-Startups wie Skype, Foursquare, Duolingo, Airbnb, Path sowie die Berliner Startups Amen und GoButler investiert und spielt seit 2016 in der Netflix-Serie "The Ranch“ mit.
Um keinen derben Spruch verlegen und immer schlagkräftig genug, um Alan und Charlie verbal die Leviten zu lesen: Berta (re.), gespielt von Conchata Ferrell, war ein fester Bestandteil des "Two and a Half Men"-Kults und über Jahre hinweg so etwas wie der heimliche Publikumsliebling
Für die Darstellerin bedeutet die Serie ihren Karrierehöhepunkt. Nach dessen Ende versetzte sich die heute 76-Jährige freiwillig in den Ruhestand. Sie kehrte nur für kleinere Rollen zurück, drehte vorwiegend TV-Filme wie "Mr. Deeds“ und spielte Gastrollen in Serien wie "Grace and Frankie“. 2015 war sie im Horrorfilm "Krampus“ zu sehen und spielte 2017 zusammen mit ihren ehemaligen Kollegen Ashton Kutcher und Jon Cryer bei der Netflix-Serie "The Ranch“ mit.
Viermal gab es die Emmy-Nominierung für die beste Nebendarstellerin in einer TV-Sitcom: Holland Taylor als diabolisch-gewiefte Mutter Evelyn Harper war in der Serie für die schauspielerischen Glanzpunkte zuständig und setzte zusammen mit Ferrell den weiblichen Ausgleich der männerlastigen Serie.
Doch wie bei so vielen Sitcom-Stars lief es auch für die heute 76-jährige Taylor alles andere als rosig nach dem Ende von "Two and a Half Men". Ein Gastauftritt in der Star-Trek-Parodie "The Orville" von Seth McFarlane im Jahr 2017 und weitere kleinere Rollen in Serien wie "Mr. Mercedes" (2017) oder "Good Behavior" (2017) stehen zu Buche. Privat sorgte sie ausserdem mit ihrer Liebesbeziehung zur 31 Jahre jüngeren Schauspielerin Sarah Paulson (li.) für Schlagzeilen.