Mit Stefanie Noppinger und Oliver Edelmann steht erstmals ein Paar im ersten Finale von "Ninja Warrior Germany". Doch ein dummer Fehler reisst die beiden Verlobten auseinander.

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Datum: Thu Jul 23 00:00:00 CEST 2020
Eine Kritik
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Es ist endlich so weit: 40 Athleten treten noch einmal in zwei Final-Sendungen gegeneinander an, um "Ninja Warrior Germany" zu werden. Geschafft hat das in Deutschland bisher niemand. Denn nur, wer im zweiten Teil des Finales den Mount Midoriyama - ein Seil, das 20 Meter in die Höhe geht - bezwingt, darf sich so nennen.

Bevor es so weit ist, wird aber ausgesiebt. In der ersten Final-Show gilt es, den "Pfeil-Sprung", die "Sprungstange 2.0", den "Schleuderstamm", den "Tunnelsprung 2.0 mit Hangel-Welle", den "Säbelzahn-Flieger", das "Riesenrad" und die "Wand 2.0" zu bezwingen. Der Unterschied zu den Halbfinals ist: Nur, wer den Parcours komplett schafft und unter einer Zeit von drei Minuten und 15 Sekunden bleibt, zieht ins letzte Finale ein.

Wie schwer das sein kann, zeigt direkt der erste Teilnehmer Max Prinz. Von Stange zu Stange springen, am Schleuderstamm festklammern und eine Rampe hinunterrollen, ohne, dass einem schlecht wird, zwischen zwei Plexiglaswänden anpressen, an den Säbelzahn-Fliegern festklammern, über zwei Riesenräder hangeln und dann noch die letzte Rampe zum Buzzer hoch. Schafft Prinz zwar alles ohne Probleme - es reicht aber trotzdem nicht. Ungläubig blickt der Kletterer auf den Kamerabeweis: Da ist seine Hand zu sehen, im Standbild eingefroren, nur wenige Zentimeter über dem Buzzer. Darunter die abgelaufene Zeit. 00:00:00. Er ist der Erste, der aus der Show fliegt.

"Ninja Warrior Germany": Athleten im Finale auf "der letzten Rille"

Die vertrödelte Zeit ist den anderen Athleten im Verlauf von "Ninja Warrior Germany" eine Warnung. Auf Tempo geht zwar keiner, aber die Uhr behalten sie stets im Blick. Dabei scheinen die meisten gar keine Probleme mit dem Parcours zu haben. Alles sieht spielerisch einfach aus, trotzdem zeigen sich Ermüdungserscheinungen.

"Super Mario" Christian Balkheimer brach sich kurz vor der Staffel das Wadenbein und arbeitete sich trotzdem bis ins Finale vor. Die Benachteiligung ist ihm anzusehen, er schafft den Parcours nicht in der Zeit. David Wollschläger, wegen seiner ausgeprägten Muskulatur "Der Nacken" genannt, wirkt unsicher und kommt schnaufend ins Ziel. "Letzte Rille", kommentiert Frank Buschmann.

Vor allem der Schleuderstamm bereitet den Athleten Schwierigkeiten. Sie müssen ihn mit Armen und Beinen umklammern und rollen dann eine Rampe hinunter. Da wird einem schon vom Zuschauen schlecht. Max Görner, mit 18 Jahren der jüngste Finalist, hat deutliche Orientierungsschwierigkeiten. Alexander Wurm, dreimal in Folge Gewinner von "Ninja Warrior Germany", setzt sich sogar hin, schüttelt den Kopf und lässt sich soviel Zeit, bis einer der anderen Athleten brüllt: "Gib mal Gas!" In diese Verlegenheit kommt Dennis Leiber gar nicht. Am Rand steht sein Vater Rainer, der es nicht ins Finale geschafft hat und schreit ihn durch den Parcours: "Hoch mit dir!" Alle drei sind rechtzeitig im Ziel, ebenso wie René Casselly, Moritz Hans, Tobias Planegger und Marvin Mitterhuber.

Andere scheiden wegen kleinen Fehlern aus. Turner Yasin El Azzazy rutscht zwischen den Plexiglaswänden nach unten ins Wasser, aber zumindest sein Bruder Karim ist weiter. Die Enttäuschung ist trotzdem gross, Yasin vergiesst bittere Tränen in sein Handtuch.

Favorit Benjamin Grams ist einfach zu schnell. "Der kann gar nicht langsam", sagt Frank Buschmann noch, als Grams durch den Parcours stürmt – schon ist er bei der Hangelwelle, einem an einer Achse drehenden Brett, abgerutscht.

Der Favorit rutscht ins Wasser

Für die meiste Dramatik sorgt das Paar von "Ninja Warrior Germany". Zuerst ist Stefanie Noppinger dran - die einzige Frau, die es in dieser Staffel ins Finale geschafft hat. Bei der Sprungstange verhakt sie sich kurz, beim Schleuderstamm brüllen die anderen Teilnehmer: "Zieh, zieh, zieh!" Sie schafft es, wirkt aber benommen. Beim Riesenrad zittern die Arme, ihr geht die Kraft aus. Doch sie befolgt einen Rat des ausgeschiedenen Christian Balkheimer und klettert beim zweiten Hindernis unten weiter statt oben – um Kräfte zu sparen. Und während Frank Buschmann zetert, schwingt sie knapp über dem Wasser hängend hinüber. Etwas mehr als eine Sekunde vor Ablauf der Zeit haut Noppinger auf den Buzzer.

Fehlt nur noch ihr Verlobter, Oliver Edelmann. Schnellster der Halbfinals, der erste Gewinner von "Ninja Warrior Germany" überhaupt. Eigentlich eine sichere Bank. Was wohl der Grund sein dürfte, warum die Kommentatoren Jan Köppen und Frank Buschmann gar nicht so genau aufpassen.

Oliver Edelmann war schnellster der Halbfinals - im Finale scheiterte er aber.

Während sie noch schwärmen, was für ein toller Athlet Edelmann ist, rutscht er vom letzten Säbelzahn. Seine Verlobte Stefanie Noppinger schreit entsetzt auf.

Es wird also nichts mit dem Paar in der zweiten Finalshow von "Ninja Warrior Germany". Einen Trost haben die beiden aber: Oliver Edelmann nimmt die 10.000 Euro aus seinem Halbfinale für die schnellste Zeit mit. Das ist für ein junges Paar, das bald heiraten will, doch auch nicht schlecht.

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