Manch einer mag das Hochbett in der Jugendherberge misstrauisch beäugen, andere sind schon bei der Couch von Freunden, auf der man übernachten soll, skeptisch. Doch egal, wie schmal eine Schlafgelegenheit ist: Erwachsene fallen im Gegensatz zu Kindern fast nie aus dem Bett. Woran liegt das?

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Kinder schlafen in Gitterbetten oder haben Begrenzungen rund um ihre Schlafgelegenheit, damit sie kein böses Erwachen neben dem Bett haben. Erwachsene dagegen träumen noch so wild, fallen aber selten aus dem Bett.

Unterschied zwischen den Schlafphasen

Im Tiefschlaf bewegen sich Erwachsene kaum, denn die Impulse des Gehirns werden nicht an die Muskeln weitergeleitet. In leichten Schlafphasen ist das anders, der Schlummernde dreht und bewegt sich. Sollte ein Körperteil nicht mehr im Bett sein, nehmen wir das unterbewusst wahr. Das Gehirn leitet die Warnung an den Körper weiter. So dreht man sich wieder Richtung Bettmitte.

Müde und ungesund sehen sie aus: Augenringe lassen den Schlafmangel sichtbar werden. Doch warum zeichnet sich der gerade unter den Augen ab?

Das Unterbewusstsein kann die richtigen Signale an die Muskeln senden. Bis zu zehn Mal in der Stunde wachen Menschen kurz auf, orientieren sich und schlafen dann weiter. Von solchen Momenten weiss der Betroffene am nächsten Morgen aber meist nichts.

Kinder erlernen Kontrollmechanismus

Kinder haben anfangs einen deutlich tieferen Schlaf und müssen den Kontrollmechanismus erst erlernen, etwa so wie das Gehen. Der Lernprozess ist allerdings nicht gesteuert, sondern passiert eher unbewusst.

In besonderen Fällen kann der Kontrollmechanismus auch bei Erwachsenen Menschen gestört sein, was in einem Sturz aus dem Bett enden kann. Bei Leuten, die zu viel Alkohol getrunken haben oder bestimmte Medikamente nehmen, erhöht sich das Risiko. Manchmal ist auch eine Krankheit, wie zum Beispiel die REM-Schlaf-Verhaltensstörung, der Grund dafür. Dann sollte man einen Arzt aufsuchen.

Was Sie tun können, wenn Sie unter Schlafmangel leiden und müde sind, lesen Sie hier.

Quellen:

  • quarks.de: Warum wir nachts nicht aus dem Bett fallen
  • wikipedia: REM-Schlaf-Verhaltensstörung
  • ProSieben, Galileo: Schlaumeier: Warum falle ich nicht aus dem Bett?
  • Zeit Online: Warum fallen Erwachsene im Schlaf nicht aus dem Bett?

Studie: Mehr als acht Stunden Schlaf sind schlecht für unsere Gesundheit

Eine neue Studie will herausgefunden haben, dass diejenigen, die öfter länger als acht Stunden pro Nacht schlafen, ihrer Gesundheit schaden. © ProSiebenSat.1