China wird von einer mysteriösen Lungenkrankheit heimgesucht. Die Verwandschaft zum Sars-Erreger, der Anfang des Jahrhunderts tausende Todesopfer forderte, ist unverkennbar.

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Die Ausbreitung einer mysteriösen Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan könnte auf einen neuartigen Coronavirus zurückgehen.

Das chinesische Staatsfernsehen berichtete am Donnerstag, anhand erster Untersuchungen glaubten die Experten, dass die Krankheit auf einen neuen Typ dieser Virus-Familie zurückgehe. Die volle Gen-Sequenz sei bei einem Patienten identifiziert worden.

Das Virus zeige die typische Morphologie eines Coronavirus und sei bei 15 weiteren Erkrankten bestätigt worden.

Coronaviren können sowohl eine normale Erkältung auslösen als auch gefährliche Erkrankungen wie die Lungenseuche Sars (Severe Acute Respiratory Syndrome, zu deutsch: Schweres akutes respiratorisches Syndrom) oder Mers (Middle East Respiratory Syndrome).

Wildtiere sollen Coronaviren auf den Menschen übertragen haben

Sie kommen bei Menschen und in der Tierwelt vor. Als Ursache wurde in Wuhan ein Markt verdächtigt, wo neben Fischen auch Wildtiere verkauft wurden.

Bislang ist die Infektion bei 59 Menschen bestätigt, von denen nach jüngsten Angaben acht als geheilt wieder das Krankenhaus verlassen haben. Der Zustand von sieben Patienten galt zuletzt aber als kritisch. Todesfälle gibt es bislang nicht.

USA warnen vor Reisen nach Wuhan

Als Reaktion auf den Ausbruch der Lungenkrankheit hat die US-amerikanische Botschaft in Peking eine Reisewarnung ausgegeben. Reisende nach Wuhan sollen Tiermärkte und den Kontakt mit Tieren oder auch ungekochtes Fleisch meiden, hiess es auf der Webseite. Auch sollten sie kranken Personen aus dem Weg gehen und sich die Hände häufig mit Seife und Wasser waschen.

Wer in Wuhan gewesen sei und sich krank fühle, solle umgehend medizinische Hilfe suche und den Kontakt mit anderen vermeiden, hiess es weiter. Bevor der Arzt aufgesucht werde, solle die Praxis oder Klinik über die Reisegeschichte und die Symptome unterrichtet werden. (dpa/hau)

Borna-Krankheit auch für Menschen tödlich

Zwar war die Borna-Krankheit bisher vor allem bei Nutztieren bekannt, nun konnte jedoch nachgewiesen werden, dass das Virus auch bei Menschen für Todesfälle sorgt. Mindestens 14 Menschen sollen seit 1995 daran gestorben sein.