Wer jeden Tag Fussball live sehen möchte, muss nicht nur viel Zeit, sondern vor allem viel Geld aufwenden. Mit ihrer Angebots- und Preispolitik verärgern die Rechteinhaber die Fans zwar immer wieder. Doch bei vielen Anhängern siegt letzten Endes die Liebe zum Fussball. Eine Übersicht, wer 2023/24 wann was überträgt.

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Fussball im TV ist teuer. Fans, die gerne die freie Auswahl haben möchten, müssen für mehrere Anbieter zahlen. Auch zur neuen Spielzeit, die am Wochenende mit der 2. Bundesliga startet. Ein Überblick mit den regulären Preisen für Live-Übertragungen - ohne Berücksichtigung von Einstiegs- und anderen Rabatten sowie weitgehend ohne Monatspreise bei Jahres-Abos:

1. Bundesliga: Die 1. Liga live läuft bei DAZN und Sky. Vor allem der kostenpflichtige Internetanbieter DAZN hat mit seiner Preispolitik Teile der Fans verärgert. Das Paket mit den Bundesliga-Übertragungen am Freitag und Sonntag heisst DAZN unlimited und kostet im monatlich kündbaren Abonnement 44,99 Euro. Im Jahres-Abo müssen Neukunden 29,99 Euro pro Monat zahlen. Sky zeigt die Partien am Samstag und die Konferenz. Das gibt es im Jahres-Abo und kostet 35,50 Euro pro Monat. DAZN und Sky bieten auch ein gemeinsames Paket an, das monatlich kündbar 80,49 Euro kostet (im Jahres-Abo 60,49 Euro/Monat) - bei Neuabschlüssen gibt es im ersten Jahr günstigere Preise. Spiele im Free-TV gibt es bei Sat.1.

2. Bundesliga: Wer die 2. Liga sehen will, benötigt ein Sky-Abonnement. Alle Spiele gibt es in dem Bundesliga-Paket für 35,50 Euro, in dem auch die Samstagspartien der 1. Liga enthalten sind. Kostenfrei laufen die Übertragungen der Spiele am Samstagabend bei Sport1.

Der Bundesligaspielball der Saison 2023/24 kommt im Retro-Look daher
Der Bundesligaspielball der Saison 2023/24 kommt im Retro-Look daher. Anlass ist der 60. Geburtstag der Bundesliga. Übertragen aber wird sie gänzlich anders als noch anno 1963/64. (Symbolbild) © picture alliance / SvenSimon / Frank Hörmann

3. Liga: In dieser Saison beginnt der neue TV-Vertrag der Telekom. Auf MagentaSport überträgt das Unternehmen alle 380 Live-Spiele. Wer kein Telekom-Kunde ist, muss im Monats-Abo 19,95 Euro zahlen. Live-Spiele im Free-TV gibt es weniger als in der vorherigen Saison: Die ARD darf 68 Partien pro Saison übertragen, bisher waren es 86. Sie laufen meistens in den 3. Programmen.

Für den DFB-Pokal bei Sky muss extra bezahlt werden

DFB-Pokal: Sky zeigt alle Spiele des DFB-Pokals live. Die Übertragungen sind allerdings nicht im Bundesliga-Paket enthalten, sondern - wie etwa Tennis und Formel 1 - im Sport-Paket. Das kostet 28 Euro monatlich. Sparmöglichkeit: Der komplette Live-Sport von Sky mit Bundesliga und Pokal kostet 44,50 Euro monatlich. Übertragungen im Free-TV laufen bei ARD und ZDF, sie zeigen insgesamt 15 Spiele des nationalen Cup-Wettbewerbs.

Der DFB-Pokal
Der DFB-Pokal steht vor dem Spiel im Stadion. (Symbol- und Archivbild) © dpa / Tom Weller

Champions League: Auch für die komplette Königsklasse benötigen die Fans zwei Abonnements. Amazon Prime Video zeigt pro Spieltag die Toppartie am Dienstag. Das kostet 8,99 Euro im Monat. Bei DAZN gehört die Champions League zum Unlimited-Paket. Frei empfangbar ist nur das Finale beim ZDF.

Europa League und Conference League: Spiele der beiden Europapokal-Wettbewerbe werden beim Streamingdienst RTL+ gezeigt. Die Partien sind im Paket RTL+ Premium für 6,99 Euro pro Monat enthalten. Bei RTL und Nitro werden einzelne Spiele im Free-TV übertragen.

Erstmals sind alle Spiele der Frauen-Bundesliga live zu sehen

Frauen-Bundesliga: Von dieser Saison an sind alle 132 Spiele beim Telekom-Angebot MagentaSport und bei DAZN zu sehen. Wer kein Telekom-Kunde ist, benötigt das Komplett-Paket für 19,95 Euro pro Monat. Bei der Konkurrenz gibt es die Frauen-Bundesliga günstiger, sie ist im Paket DAZN World für 9,99 Euro pro Monat enthalten. Im Free-TV mischt von dieser Saison an Sport1 mit. Der Sender ist pro Spieltag jeweils bei einer Partie live dabei. Die Übertragung läuft montags um 19:30 Uhr. Insgesamt zehn Live-Spiele werden von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF Saison präsentiert. (dpa/hau)

Simon Terodde, Mees Hilgers

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