Nach der bitteren Pleite gegen Hoffenheim pfiffen es die Spatzen bereits vom Dom, am Tag danach herrscht Gewissheit: Achim Beierlorzer ist nicht mehr Trainer des 1. FC Köln.

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Bundesligist 1. FC Köln hat sich von Trainer Achim Beierlorzer getrennt. Das teilte der Club am Samstag mit, einen Tag nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Zuvor hatten der "Kölner Stadtanzeiger" und die "Bild"-Zeitung über die Trennung berichtet.

André Pawlak und Manfred Schmid übernehmen nach Angaben des Clubs vorerst die Betreuung der FC-Profis. "Wir arbeiten ab sofort daran, einen neuen Cheftrainer für den FC zu finden, der mit unserem Team einen Neustart und die sportliche Wende schafft", kommentierte Frank Aehlig, der Sportliche Leiter des FC.

Beierlorzer sagte in der Mitteilung des Vereins: "Ich bedauere, dass ich den FC in diesen vier Monaten nicht zum gewünschten sportlichen Erfolg führen konnte."


Beierlorzer war erst im Sommer für 700.000 Euro vom Zweitligisten Jahn Regensburg verpflichtet worden. Für den Gymnasial-Lehrer, der in diesem Sommer seinen Beamtenstatus verlor, war es die erste Chance als Trainer in der Bundesliga. Nach anfänglicher Euphorie um seine Person geriet der 51-Jährige aber schnell in die Kritik.

Nach einem schweren Auftakt-Programm verlor Köln zuletzt auch gegen Hertha BSC (0:4), in Mainz (1:3) und das erste Erstliga-Derby seit 22 Jahren bei Fortuna Düsseldorf (0:2). Zudem schied der FC in der zweiten DFB-Pokalrunde durch ein peinliches 2:3 beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken aus.

Veh tritt nach Hoffenheim-Spiel zurück

In seinen elf Bundesliga-Spielen für den FC feierte Beierlorzer nur zwei Siege: ein 2:1 in Freiburg und ein 3:0 gegen Tabellen-Schlusslicht Paderborn, kassierte aber gleich acht Niederlagen.

Zuvor musste Armin Veh vorzeitig gehen. Der Sportchef, der Ende Oktober seinen Ausstieg zum Vertragsende im Sommer 2020 angekündigt hatte, hört nun mit sofortiger Wirkung auf.

"In unserer derzeitigen Situation, in der der 1. FC Köln wichtige Entscheidungen auch für die Zukunft treffen muss, ist es aus meiner Sicht konsequent, dass wir die Zusammenarbeit kurzfristig beenden", wurde Veh in einer Erklärung des Vereins unmittelbar nach der Partie gegen Hoffenheim zitiert. (hub/dpa)

Clemens Tönnies entschuldigt sich für seinen vermeintlichen Rassismus

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies spricht zum Ende seiner dreimonatigen, vereinsintern verhängten Sperre über die Zeit ohne die Spiele und das Stadion und entschuldigt sich für seine umstrittene Rede.