• Michael Cuisance soll sein Trikot aus Frust in Richtung Trainer Julian Nagelsmann geschmissen haben.
  • Der französische Mittelfeldspieler scheint keine Zukunft beim FC Bayern zu haben.
  • Laut Ex-Bayern-Profi Sandro Wagner habe Cuisance "bei Bayern nichts zu suchen".

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Die Zeit von Michael Cuisance beim FC Bayern dürfte zumindest vorerst vorüber sein. Der französische Mittelfeldspieler leistete sich beim letzten Hinrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg am Freitagabend einen Eklat. Das berichtet "bild.de".

Nachdem Trainer Julian Nagelsmann das Wechselkontingent ausgeschöpft hatte und Cuisance unberücksichtigt geblieben war, soll dieser sein Trikot in Richtung Trainer über die Bande geschmissen haben. Nagelsmann bekam dies zunächst gar nicht mit, weil sein Blick in Richtung Spielfeld ging. Mittlerweile dürfte er allerdings über den Vorfall informiert sein.

Der mögliche Grund für die Frust-Aktion: Cuisance spielt beim FC Bayern kaum eine Rolle und kam in der gesamten Bundesliga-Hinrunde lediglich zwölf Minuten zum Einsatz.

Nagelsmann liess bereits durchblicken, in der Rückrunde nicht mit Cuisance zu planen: "Grundsätzlich ist er ein Spieler, der mehr Einsatzzeiten braucht. Das ist selbsterklärend." Zwar hätte er bei seinem Kurzeinsatz gegen den VfB Stuttgart einen guten Eindruck hinterlassen. Aber: "Am Ende ist das zu wenig Spielzeit, um sich zu entwickeln. Von daher müssen wir Gespräche führen, was sinnvoll ist."

Sandro Wagner kritisiert FCB-Profi Cuisance

Mit seiner Frust-Aktion dürfte er seinem Standing beim FC Bayern geschadet haben. Ex-Bayern-Stürmer Sandro Wagner sagte bei "bild.de": "Solche Aktionen sind sinnbildlich für den Charakter eines Spielers. Früher hätte es wahrscheinlich eine Watschn gegeben. Das darf man heutzutage nicht mehr. Man muss damit anders umgehen. Aber so ein Spieler hat bei Bayern nichts zu suchen."

Cuisance wurde im Sommer 2019 für eine Ablöse von rund acht Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach verpflichtet. In seiner ersten Spielzeit beim FC Bayern kam er auf neun Bundesliga-Einsätze. Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick bezeichnete ihn als "klasse Fussballer", bevorzugte aber trotzdem meist andere Spieler.

Vergangene Saison erfolgte daher die Ausleihe zu Olympique Marseille. Beim französischen Erstligisten kam er auf 30 Einsätze und stand 13 Mal in der Startelf. In den letzten Wochen der Saison spielte er allerdings auch dort keine Rolle mehr. Nach seiner Rückkehr zum FC Bayern setzte sich dies fort.

Kein Wunder: Auf seiner Position im zentralen Mittelfeld sind normalerweise Leon Goretzka und Joshua Kimmich gesetzt. Dahinter geniessen auch der aufstrebende Marc Roca, Corentin Tolisso oder Shooting-Star Jamal Musiala ein höheres Standing als Cuisance.

Liegt die Zukunft von Cuisance in Italien, Russland oder der Türkei?

Immer wieder wird dem 22-Jährigen eine mangelnde Disziplin vorgeworfen. Im Zuge seines Wechsels von Gladbach nach München sagte der damalige Gladbach-Trainer Marco Rose, Cuisance habe "einige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die er bei seinem neuen Arbeitgeber sicher nicht an den Tag legen wird. Das geht auch hier nicht."

Wo liegt also die Zukunft von Cuisance? Laut "fussballtransfers.com" sind der FC Venedig, der Tabellen 16. der italienischen Serie A, sowie ein grosser Verein aus der Türkei und aus Russland an ihm interessiert.

Wo auch immer der Weg von Cuisance hinführt: Er muss schnellstmöglich seinen Durchbruch schaffen, um das Image des "Problem-Profis" loszuwerden.

Verwendete Quellen:

  • Pressekonferenz nach dem Spiel VfB Stuttgart – FC Bayern München, 14.12.2021
  • Bild.de: Bayern-Profi schmeisst Nagelsmann Leibchen vor die Füsse
  • fussballtransfers.com: Bayern erreichen drei Angebote für Cuisance

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