Manuel Neuer entscheidet einen Monat nach seinem Comeback über seine Zukunft. Der 37-Jährige verlängert seinen Vertrag. Auch der Vertreter bleibt.

Mehr News zum FC Bayern München

Die Ära von Manuel Neuer beim FC Bayern München geht weiter. Der deutsche Fussball-Rekordmeister verlängerte am Dienstag den Vertrag mit dem 37 Jahre alten Torhüter um ein Jahr bis zum 30. Juni 2025. Auch der Kontrakt mit dessen Ersatz Sven Ulreich wurde bis zu diesem Zeitpunkt verlängert.

"Ich bin glücklich, ein weiteres Jahr beim FC Bayern zu bleiben. Nach meiner langen Verletzung greife ich wieder voll an", sagte Neuer laut Mitteilung. Der Weltmeister-Torhüter von 2014 hatte Ende Oktober nach langer Verletzungspause sein Comeback gegeben. Im Dezember hatte er sich bei einem Skiunfall das Bein gebrochen.

"Mir macht es extrem viel Spass, mit diesem Team auf dem Platz zu stehen."

Manuel Neuer

"Mir macht es extrem viel Spass, mit diesem Team auf dem Platz zu stehen. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit den Fans in den nächsten Jahren unsere grossen Ziele erreichen können – und dazu gehört natürlich auch das Champions-League-Finale 2025 in München. Dabei Sven weiter an meiner Seite zu wissen, macht es umso schöner", sagte Neuer.

Neuer kam 2011 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern. Er führt die Mannschaft seit 2017 auch als Kapitän an. Er holte mit dem FC Bayern zweimal das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal (2013, 2020) und gewann zweimal die Club-WM.

"Manuel Neuer und Sven Ulreich sind einfach ein 'Dreamteam'. Es macht Freude, ihnen bei der täglichen Arbeit zuzuschauen. Sie unterstützen und motivieren sich gegenseitig und leben die Werte vor, die den FC Bayern auszeichnen. Sven Ulreich hat Manuel Neuer während dessen Verletzungspause mehr als würdig vertreten, und wir wissen, dass wir uns auf ihn verlassen können. Manuel Neuer hat seit seinem Comeback gezeigt, dass er nichts von seinem Können eingebüsst hat", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.

Aufzugeben war nie ein Thema, sagte Neuer, dessen potenzieller Erbe im neu verpflichteten Daniel Peretz (23) schon bereit steht. "Dafür liebe ich es viel zu sehr, Fussballer zu sein", sagte er.Trainer Thomas Tuchel lobte ihn am Dienstag als "Schlüssel" für die Sicherheit seines Teams. Sportdirektor Christoph Freund würdigte Neuer als den "seit vielen Jahren besten Torhüter der Welt". Er habe das Torwartspiel "auf ein neues Level gehoben und steht in der Tradition der ganz grossen FC-Bayern-Keeper wie Sepp Maier und Oliver Kahn".

Weitere Fussball-News gibt's in unserem WhatsApp-Kanal. Klicken Sie auf "Abonnieren", um keine Updates zu verpassen.

Neuer will mindestens so lang spielen wie Thomas Müller

Neuer hatte zuvor bereits bekannt gegeben, dass er seine Karriere auch über das Ende seines Vertrags beim FC Bayern München im Sommer 2024 hinaus fortsetzen will. Auf die Frage, wie lange er spielen wolle, sagte Neuer nach dem 1:0 beim 1. FC Köln, dem sechsten Spiel nach seiner Rückkehr: "Mindestens so lange wie der Thomas." Thomas Müller hatte zuvor angekündigt, mindestens bis 2025 spielen zu wollen.

"Ich würde mich freuen, wenn es weitergeht", sagte Neuer, der im März 38 wird: "Das ist natürlich abhängig von der gesundheitlichen Situation. Aber im Moment fühle ich mich besser und besser. Ich muss nicht mehr so viel Nachsorge betreiben wie in den Spielen zuvor." Sein beim Skifahren erlittener Beinbruch sei eben "eine ganz schwere Verletzung gewesen. Da muss man sich drum kümmern. Vor dem Spiel, in der Halbzeit, nach dem Spiel." Im November noch nicht für die Länderspiele nominiert gewesen zu sein, habe ihm aber "gut getan".

Dennoch bleibt die EM im eigenen Land sein Ziel. Auf die Frage, ob er dort im Eröffnungsspiel im Tor stehen werde, sagte er: "Ich hoffe es." (dpa/sid/ank)

Hier finden Sie Informationen dazu, wie wir in akuten Nachrichtenlagen berichten.
JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.

Teaserbild: © IMAGO/Nordphoto/Denkinger