Nur an Nationalstürmer Leroy Sané war der FC Bayern München im vergangenen Jahr vergleichbar stark interessiert wie an Callum Hudson-Odoi. Das Offensivjuwel des FC Chelsea blieb aber bei den "Blues". Die Bayern scheiterten an einem Trainer-Wechsel.

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Gegen Frank Lampard hatte der FC Bayern München keine Chance: Die Vereinslegende, im vergangenen Sommer zum Cheftrainer zu berufen, sicherte dem FC Chelsea London auch den Verbleib von Callum Hudson-Odoi.

FC Bayern bemühte sich monatelang um Hudson-Odoi

Zuvor hatte der 19 Jahre alte Nationalspieler Englands mit dem Gedanken gespielt, dem intensiven Werben des FC Bayern München nachzugeben, wie er der englischen Tageszeitung "The Telegraph" verriet.

Der Deutsche Meister war angeblich bereit, für eines der vielversprechendsten Talente der Premier League umgerechnet knapp 41 Millionen Euro Ablösesumme in die Hand zu nehmen.

"Es gab im vergangenen Jahr Zeiten, wo ich frustriert war und mehr spielen wollte", schilderte Hudson-Odoi, dass ihn die Rolle des Reservisten unter Lampards Vorgänger Maurizio Sarri frustrierte. Wäre Sarri nicht entlassen worden, wäre Hudson-Odoi womöglich ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags gegangen.

Callum Hudson-Odoi will sich bei Chelsea durchsetzen

"Ich dachte mir: Was passiert, wenn ich das mache? Aber auf der anderen Seite dachte ich auch: Das hier ist der Klub, bei dem ich lange war und bei dem ich zu einem der Schlüsselspieler werden will", fuhr Hudson-Odoi im Gespräch mit dem "Telegraph" fort.

Die Bayern, dessen Sportdirektor Hasan Salihamidzic seine Bemühungen um das Talent Berichten zufolge mit Feuereifer betrieb, hingen in der Luft, hätten aber nie eine Zusage erhalten, betont Hudson-Odoi.

Entscheidend dafür, dass Hudson-Odoi bei Chelsea einen neuen Fünfjahresvertrag unterzeichnete, sei ein Gespräch mit Lampard gewesen. In diesem habe der Coach ihm versichert, an ihn zu glauben. "Wenn ich hart arbeitete", gab Hudson-Odoi Lampards Worte in einem BBC-Bericht sinngemäss wieder, "würde sich für mich in diesem Klub alles positiv entwickeln".

Nachdem ein Achillessehnenriss Hudson-Odoi zu Beginn der Saison ausser Gefecht gesetzt hatte, kam er seit seiner Gesundung in allen sechs möglichen Ligaspielen zum Einsatz, zweimal davon von Beginn an.

Auf seinem Konto stehen nach zwölf Spieltagen in der Premier League drei Torvorlagen. Seinen einzigen Treffer in einem Pflichtspiel markierte Hudson-Odoi beim 7:1 über Grimsby Town in der dritten Runde des Ligapokals.

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Teaserbild: © Mike Hewitt/Getty Images