• 08:38 Uhr: ➤ Mutter gestorben - IOC setzt Verfahren gegen US-Kugelstosserin aus
  • 05:34 Uhr: Timanowskaja steigt in letzter Minute in Maschine nach Wien
  • 04:58 Uhr: McLaughlin mit Weltrekord zu Gold über 400 Meter Hürden
  • 03:51 Uhr: Bei Speerwurf-Favorit Vetter ist "der Wurm drin"

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➤ Mutter gestorben - IOC setzt Verfahren gegen US-Kugelstosserin aus

Nach dem Tod der Mutter von US-Kugelstosserin Raven Saunders hat das Internationale Olympische Komitee ein Verfahren gegen die Tokio-Silbermedaillengewinnerin vorerst ausgesetzt. "Wir sprechen Raven und ihrer Familie unser Beileid aus", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Mittwoch. Der Dachverband hatte die Leichtathletin wegen einer Protestgeste während der Medaillenzeremonie ins Visier genommen. Saunders hatte bei der Siegerehrung mit ihren Armen ein X über dem Kopf geformt. Das sei ein Symbol für alle Leute, die unterdrückt werden, erklärte die 25-Jährige.

Daraufhin hatte das IOC Gespräche mit dem US-Verband und auch mit World Athletics, dem Leichtathletik-Dachverband, angekündigt. Auch nach der Lockerung der Regel 50 der olympischen Charta sind den Athleten politische Botschaften auf dem Siegerpodest verboten. Gegen diese Bestimmung könnte Saunders verstossen haben.

"Bis auf Weiteres" sei das laufende Verfahren in der Sache aber nun ausgesetzt, sagte IOC-Sprecher Adams. Saunders hatte am Mittwochmorgen mit einer Botschaft in den sozialen Medien vom Tod ihrer Mutter berichtet. "Mein Herz und meine Seele schreien auf", schrieb sie. Ihre Mutter sei nun aber an einem schönen Ort. "Ich werde deine Liebe, dein Lachen, deine Umarmungen, deinen Rat, deine Lustigkeit, deine plötzlichen Tänze vermissen", schrieb die Kugelstosserin.

Zuvor hatte auch das Olympische Komitee der USA der Athletin sein Mitgefühl ausgesprochen. "Ihre Mutter hinterlässt ein unglaubliches Erbe in ihrer Tochter, auf die wir so stolz sind und dankbar dafür, sie unsere Teamgefährtin zu nennen", teilte das USOPC mit.

Die weiteren Olympia-News des Tages:

Mihambo fix und fertig nach Medaille

12:34 Uhr: Auf eine grosse Siegesparty hat Malaika Mihambo nach ihrem Gold-Sprung von Tokio verzichten müssen. "Ich habe nicht gefeiert, ich war um 22.30 Uhr einfach fertig und habe mich auf mein Bett gefreut. Ich habe mich einfach hingelegt und geschlafen", sagte die Olympiasiegerin am Tag nach ihrem Weitsprung-Triumph der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt freue ich mich drauf, dass ich zu Hause im kleinsten Kreis, mit den engsten Leuten das feiern kann. Das ist mir wichtiger als alles andere", sagte die Leichtathletin am Mittwoch.

Bis zu den nächsten Olympischen Spielen in Paris 2024 will sie auf jeden Fall weitermachen. "Ja, ich denke schon. Das hat man an meiner Startnummer gesehen, die hat es schon angekündigt", sagte sie. Mit der Zahl 24 endete ihre Startnummer.

Doch so richtig ist bei Mihambo noch nicht angekommen, was sie am Tag zuvor mit ihrem Sieben-Meter-Satz im letzten Versuch geschafft hat. "Eigentlich freue ich mich nur, dass ich gewonnen habe: Ich glaube ich habe es noch gar nicht so richtig realisiert, die Tragweite wird einem erst im Nachhinein so bewusst", sagte die 27-Jährige von der LG Kurpfalz. "Es kommt immer so in Schüben."

Der Weitsprung-Tag sei ziemlich lang, "sehr intensiv" gewesen, blickte die Olympiasiegerin zurück. "Zwischendrin gab es mal zehn Stunden nichts zu Essen, da geht man schon ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Gerade der Wettkampf war sehr anstrengend."

Geher enttäuscht von mangelnder Olympia-Atmosphäre

11:00 Uhr: Der WM-Fünfte Christopher Linke ist enttäuscht von der Atmosphäre und den Bedingungen in der Olympia-Aussenstelle Sapporo. "Ich empfinde hier null Olympia-Spirit", sagte der 32 Jahre alte Potsdamer am Mittwoch, einen Tag vor seinem Start über 20 Kilometer Gehen, der Deutschen Presse-Agentur. Er habe bisher weder eine olympische Fahne oder Ringe gesehen. "Man hat gehofft, zu Olympia zu fahren und nicht zum Geher-Weltcup. Schade!" Wenn er Bilder vom olympischen Dorf in Tokio sehe, "bin ich neidisch".

Auch die Verlegung der Geher- und Marathon-Medaillenkämpfe aus klimatischen Gründen nach Sapporo, wo es normalerweise weniger Luftfeuchtigkeit gibt und es fünf bis sechs Grad Celsius kühler als in Japans Hauptstadt ist, scheint sich aktuell ins Gegenteil zu verkehren. "Die Einheimischen sagen, dass auf Hokkaido der wärmste Sommer seit 30 Jahren ist", berichtete der Olympia-Fünfte von 2016.

Trotz der miesen Wettervorhersage im Winterspieleort von 1972 für seinen Medaillenkampf mit Regen und hoher Luftfeuchtigkeit hofft er, vorne im Feld mitgehen zu können. "Da ist nicht mehr viel Luft", sagte Linke angesichts seiner Topplätze bei grossen Titelkämpfen. "Ich will nicht rumspinnen und sagen, ein Top-20-Platz wäre mein Ziel." Minimum ist für ihn das Erreichen von einem der ersten acht Ränge: "Jede Platzierung weiter vorne wäre gut."

Vier deutsche Boote erreichen das olympische Kanu-Halbfinale

06:29 Uhr: Die deutschen Kajak-Boote mit dem Duo Max Hoff/Jacob Schopf sowie die Einer mit Jule Hake und Sabrina Hering-Pradler sind bei den Olympischen Spielen in Tokio direkt ins Halbfinale gepaddelt. Auf Umwegen schaffte das auch Canadier-Spezialistin Lisa Jahn, die als Zweite im Viertelfinale der Kanu-Wettbewerbe bei ihrer Olympia-Premiere ebenfalls weiter kam.

Der Mitfavorit im Kajak-Zweier über 1.000 Meter zeigte am Mittwoch auf dem Sea Forest Waterway eine gute Vorstellung mit Platz zwei im Vorlauf. Im Endspurt fuhr das Duo souverän an den Slowaken vorbei, allerdings liessen sich die siegreichen Australier nicht mehr abfangen. "Alles kontrolliert, morgen gehts um die Wurst, da können wir noch ein bissel zulegen", sagte Hoff.

Schopf, der im Einer mit Platz vier die Medaille knapp verpasste, zeigte sich angriffslustig. "Es sind noch genügend Körner für den Zweier da", meinte er und war froh, nicht eine Extra-Runde drehen zu müssen. "Eigentlich muss man nach jeden 1.000 Metern hier einmal 5.000 Kilokalorien zu sich nehmen. Es ist ein Riesenenergieakt hier."

Im Kajak-Einer der Frauen über 500 Meter schaffte Jule Hake aus Lünen als Vorlauf-Dritte den direkten Einzug ins Halbfinale. Sabrina Hering-Pradler aus Hannover zog als Zweite hinter Topfavoritin Lisa Carrington aus Neuseeland ebenfalls direkt in die Vorschlussrunde ein. Nach Platz acht im Einer war sie erleichtert.

"Nachdem man den ganzen Tag fast nur geweint hat, kann ich dann heute doch mit einem Lächeln ins Dorf fahren", sagte sie. "Ich freue mich auf den Vierer und schaue, was im Einer geht. Und ich habe einfach Bock, hier jetzt Deutschland noch einmal gut zu präsentieren."

Bei der olympischen Premiere ihrer Canadier-Disziplin über 200 Meter mussten Lisa Jahn aus Berlin und Sophie Koch aus Karlsruhe einen Umweg nehmen. Beide verpassten als Vierte und Fünfte ihres Vorlaufes den direkten Einzug ins Halbfinale.

Im Viertelfinale paddelte Jahn dann auf Rang zwei und kam weiter. Für Koch kam das Aus. Die Halbfinal-Läufe und Finals finden an diesem Donnerstag statt.

Japans Skateboard-Star Yosozumi gewinnt Olympia-Premiere

06:22 Uhr: Japans Skateboard-Star Sakura Yosozumi ist erste Olympiasiegerin in der Disziplin Park. Die Vize-Weltmeisterin setzte sich am Mittwoch im Finale mit 60,09 Punkten vor ihrer Landsfrau Kokona Hiraki durch, die auf 59,04 Zähler kam.

Bronze sicherte sich die in Japan geborene Britin Sky Brown mit 56,47 Punkten. Die 14 Jahre alte Berlinerin Lilly Stoephasius hatte das Finale der besten Acht im Urban Sports Park von Tokio nur denkbar knapp verpasst und mit 38,37 Zählern Platz neun belegt.

Die "Kirschblüte" geht auf: Sakura Yosozumi holt sich Gold auf dem Skateboard

Mit 19 Jahren ist die Japanerin Sakura (bedeutet ins Deutsche übersetzt: "Kirschblüte") Yosozumi auf dem olympischen Siegerpodest mit Abstand die älteste Medaillengewinnerin. Sie muss in ihrem Run Höchstschwierigkeiten zeigen, um ihre zwölf und 13 Jahre alten Konkurrentinnen in Schach zu halten. (Teaserbild: AFP/Lionel Bonaventure) © Eurosport

Timanowskaja steigt in letzter Minute in Maschine nach Wien

5:34 Uhr: Die belarussische Olympia-Sprinterin Kristina Timanowskaja ist vom Flughafen der japanischen Hauptstadt Tokio nach Wien abgeflogen. Die 24-Jährige sollte eigentlich einen Direktflug nach Polen nehmen, stieg am Mittwoch aber in letzter Minute in eine Maschine nach Österreich, wie ein Flughafenbeamter gegenüber Journalisten mitteilte. Es wird erwartet, dass sie von Wien nach Warschau weiterreisen wird.

Polen hatte Timanowskaja zuvor ein humanitäres Visum erteilt. Warschau werde alles tun, "was notwendig ist, um ihr zu helfen, ihre Sportkarriere fortzusetzen", erklärte Polens Vize-Aussenminister Marcin Przydacz. Auch Timanowskajas Ehemann Arseni Zdanewitsch war nach eigenen Angaben aus dem autoritär regierten Belarus geflüchtet und hält sich zurzeit in der Ukraine auf.

Die 24-jährige Sprinterin hatte Kritik in Online-Medien an den belarussischen Sportfunktionären geübt, weil sie bei den Olympischen Spielen in Japan ohne Rücksprache mit ihr für das 4x400-Meter-Rennen statt für den 200-Meter-Lauf aufgestellt worden war. Das belarussische Nationale Olympische Komitee (NOK) erklärte daraufhin, Timanowskaja scheide wegen ihres "emotionalen und psychologischen Zustands" aus dem Wettbewerb aus.

Die Athletin wies die Behauptungen über ihren Zustand zurück und bat das Internationale Olympische Komitee (IOC) um Hilfe: "Ich stehe unter Druck, und sie versuchen, mich gegen meinen Willen ausser Landes zu bringen", sagte sie in einem Video. Die Nacht zum Montag verbrachte sie unter Schutzvorkehrungen in einem Flughafenhotel in Tokio.

Die belarussischen Behörden gehen seit Monaten strikt gegen Regierungskritiker vor. Im vergangenen Jahr waren Massenproteste nach der umstrittenen Wiederwahl von Machthaber Alexander Lukaschenko brutal niedergeschlagen worden.

Mao-Anstecker bei Olympia: China will ähnliche Vorfälle vermeiden

05:29 Uhr: Nach der Aufregung um Anstecker mit einem Bild von Mao Tsetung will Chinas Team ähnliche Vorfälle bei Olympia in Tokio verhindern. "Sie haben uns versichert, dass das nicht noch einmal passieren wird", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Mittwoch.

Das Internationale Olympische Komitee hatte am Vortag eine Stellungnahme der Chinesen angefordert, nachdem die Teamsprint-Gewinnerinnen Bao Shanju und Zhong Tianshi auf dem Siegerpodium einen Pin mit dem Konterfei des kommunistischen Revolutionärs auf ihrem Trainingsanzug getragen hatten.

Chinas Olympisches Komitee habe zugesichert, den gewünschten Bericht in der Sache zeitnah vorzulegen, sagte Adams. Auch nach der Modifizierung der Regel 50 der olympischen Charta sind den Athleten politische Botschaften auf dem Siegerpodest verboten.

Gegen diese Bestimmung könnten die beiden Chinesinnen verstossen haben. Bao Shanju und Zhong Tianshi hatten am Montag beim Teamsprint im Velodrom von Izu das Finale gegen das deutsche Duo Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze gewonnen.

IOC setzt Disziplinarkommission im Fall Timanowskaja ein

05:16 Uhr: Im Fall der belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja hat das Internationale Olympische Komitee eine Disziplinarkommission eingesetzt.

Diese solle die Tatsachen in dem Skandal um die mutmasslich von belarussischen Behörden versuchte Entführung der Leichtathletin aus Tokio feststellen, sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Mittwoch. Verantworten sollen sich vor allem der Leichtathletik-Cheftrainer von Belarus (Weissrussland) und der stellvertretende Direktor des nationalen Trainingszentrums.

Die beiden Funktionäre sollen Timanowskaja in Tokio mitgeteilt haben, dass sie wegen kritischer Äusserungen in den Sozialen Medien vorzeitig in ihre Heimat zurückkehren muss. Die 24-Jährige hatte sich am Flughafen Haneda an die japanische Polizei gewendet und den Rückflug verweigert.

Inzwischen hat sie ein humanitäres Visum von Polen erhalten und verliess am Mittwoch die Olympia-Stadt. "Meines Wissens ist sie auf ihrem Weg nach Polen", sagte Adams.

Medienberichten zufolge stieg Timanowskaja am Flughafen Narita allerdings zunächst in ein Flugzeug nach Wien. Es blieb zunächst offen, ob sie dann weiter nach Polen reisen wird.

Erste transgender Athletin Hubbard kündigt Karriereende an

05:10 Uhr: Laurel Hubbard, die in Tokio als erste offene transgender Athletin bei Olympischen Spielen Geschichte geschrieben hatte, hat ihren Rücktritt vom Gewichtheben angekündigt. "Das Alter hat mich eingeholt. Wenn wir ehrlich sind, hat es mich wahrscheinlich schon vor einiger Zeit eingeholt", sagte die 43-Jährige.

Die Neuseeländerin hatte im Superschwergewicht (+87 kg) am Montag gleich drei Fehlversuche im Reissen zu Beginn des Wettkampfes hingelegt und schied vorzeitig aus.

Ihr langer Verbleib im Sport sei "wahrscheinlich nicht zuletzt auf gewaltige Mengen an Entzündungshemmern zurückzuführen", ergänzte Hubbard. Es sei an der Zeit, "dass ich darüber nachdenke, die Schuhe an den Nagel zu hängen und mich auf andere Dinge in meinem Leben zu konzentrieren."

Hubbard lobte das Internationale Olympische Komitee (IOC) für seine "moralische Führungsrolle", die es ihr ermöglicht habe, an den Spielen teilzunehmen.

Am Olympia-Start von Hubbard, die als Mann geboren wurde und 2012 ihr Geschlecht anpassen liess, hatte es im Vorfeld neben grosser Unterstützung auch Kritik wegen möglicher biologischer Vorteile gegeben. Jedoch hatte die WM-Zweite (+90 kg) von 2017 die vom IOC vorgegebenen Richtlinien für transgender Athletinnen erfüllt. Diese betreffen unter anderem den Testosteronspiegel.

Hubbard patzte am Montag zuerst bei 120 kg, dann bei 122 kg und im abschliessenden dritten Versuch auch bei 125 kg.

McLaughlin mit Weltrekord zu Gold über 400 Meter Hürden

04:58 Uhr: Die Amerikanerin Sydney McLaughlin ist in Weltrekordzeit zu Olympia-Gold über die 400 Meter Hürden gelaufen. Die 21-Jährige verbesserte drei Tage vor ihrem Geburtstag die von ihr selbst aufgestellte Bestmarke auf 51,46 Sekunden.

Im Endspurt am Mittwoch in Tokio verwies McLaughlin ihre Landsfrau und Olympiasiegerin von 2016, Dalilah Muhammad, auf den zweiten Platz.

Muhammad blieb in 51,58 Sekunden ebenfalls unter der alten Bestmarke von 51,90 Sekunden, die McLaughlin bei den US Trials im Juni aufgestellt hatte. Bronze holte sich die Niederländerin Femke Bol (52,03).

Für die deutsche Meisterin Carolina Krafzik war im Halbfinale Endstation gewesen. In 54,95 Sekunden wurde die Sindelfingerin am Montag in ihrem Lauf Vierte.

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Olympia 2021: Die besten Bilder aus Tokio

Die Olympischen Spiele in Tokio sind zu Ende. Das Sport-Spektakel hatte mit einem Jahr Verspätung in Japan stattgefunden - trotz der herrschenden Corona-Pandemie. Wir zeigen Ihnen spektakuläre Szenen und faszinierende Facetten des grössten Sportereignisses, das die Welt zu bieten hat.

Tischtennis-Frauen verlieren Halbfinale klar

04:42 Uhr: Deutschlands Tischtennis-Frauen haben das Halbfinale gegen Topfavorit China erwartungsgemäss klar verloren und kämpfen bei den Olympischen Spielen um Bronze. Han Ying, Petrissa Solja und Shan Xiaona blieben gegen die an Nummer eins gesetzten Asiatinnen am Mittwoch in Tokio beim 0:3 (9:11, 2:11, 4:11) weit entfernt von der erhofften Sensation. Am Donnerstag spielen die Olympia-Zweiten von 2016 gegen die an vier gesetzte Auswahl von Hongkong um Platz drei.

China und Gastgeber Japan bestreiten am Donnerstag das Finale. Seit der Einführung des Team-Wettbewerbs bei den Sommerspielen 2008 haben die Chinesinnen stets die Goldmedaille abgeräumt. Vor fünf Jahren in Rio hatte die deutsche Auswahl in gleicher Besetzung mit Silber überrascht, war aber im Endspiel gegen die Chinesinnen ebenfalls ohne einen Punkt unterlegen gewesen.

Drei deutsche Kajak-Boote direkt ins olympische Halbfinale

04:29 Uhr: Die deutschen Kajak-Boote mit dem Duo Max Hoff/Jacob Schopf sowie die Einer mit Jule Hake und Sabrina Hering-Pradler sind bei den Olympischen Spielen in Tokio direkt ins Halbfinale gepaddelt. Der Mitfavorit im Kajak-Zweier über 1.000 Meter zeigte am Mittwoch auf dem Sea Forest Waterway eine gute Vorstellung mit Platz zwei im Vorlauf.

Im Endspurt fuhr das Duo souverän an den Slowaken vorbei, allerdings liessen sich die siegreichen Australier nicht mehr abfangen. Schopf hatte am Dienstag mit Platz vier im Einer-Finale die Medaille knapp verpasst.

Im Kajak-Einer der Frauen über 500 Meter schaffte Jule Hake aus Lünen als Vorlauf-Dritte den direkten Einzug ins Halbfinale. Sabrina Hering-Pradler aus Hannover zog als Zweite ihres Vorlaufes hinter Topfavoritin Lisa Carrington aus Neuseeland ebenfalls direkt in die Vorschlussrunde ein.

Bei der olympischen Premiere ihrer Canadier-Disziplin über 200 Meter mussten Lisa Jahn aus Berlin und Sophie Koch aus Karlsruhe einen Umweg nehmen. Beide verpassten als Vierte und Fünfte ihres Vorlaufes den direkten Einzug ins Halbfinale. Im Viertelfinale bietet sich eine neue Chance.

Die Halbfinal-Läufe und Finals finden an diesem Donnerstag in Tokio statt.

Ringer Stäbler und Kudla erreichen olympische Bronze-Kämpfe

04:27 Uhr: Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler kämpft zum Abschluss seiner Karriere doch noch um eine olympische Medaille.

Der Musberger erreichte bei den Spielen in Tokio am Mittwoch über die Hoffnungsrunde noch eines der kleinen Finals der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm. In dem trifft er am Abend auf den Georgier Ramas Soidse. Es wird Stäblers Abschiedsvorstellung.

Der 32-Jährige war am Dienstag im Viertelfinale knapp an Mohammad Reza Geraei gescheitert. Da der Iraner anschliessend das Finale erreichte, durfte Stäbler in der Hoffnungsrunde nochmal ran. In dieser besiegte er den Kolumbianer Julian Stiven Horta Acevedo klar mit 8:0.

Bei den Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro hatte Deutschlands langjähriger Vorzeigeringer eine Medaille verpasst. Sie wäre nun der würdige Schlusspunkt seiner beeindruckenden Laufbahn.

Auch Stäblers Griechisch-römisch-Kollege Denis Kudla greift erneut nach Olympia-Bronze. Der 26-Jährige aus Schifferstadt, der bereits vor fünf Jahren einen der dritten Plätze belegt hatte, gewann in der Hoffnungsrunde gegen den Kirgisen Atabek Asisbekow nach 0:2-Rückstand noch mit 10:2. Sein Gegner in einem der kleinen Finals der Klasse bis 87 Kilogramm ist der Ägypter Mohamed Metwally. Kudla hatte im Viertelfinale tags zuvor gegen den Ungarn Viktor Lörincz verloren.

2016 in Rio de Janeiro hatte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) nur die Bronzemedaille von Kudla bejubeln dürfen. In Tokio sorgte Aline Rotter-Focken mit Gold in der Klasse bis 76 Kilogramm am Montag bereits für einen glorreichen Auftakt. Nun wollen die beiden besten Greco-Kämpfer des Landes für weiteres Edelmetall sorgen.

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Die Familie im Gepäck: Diese Geschwisterpaare gehen bei Olympia an den Start

Bei den Olympischen Spielen 2021 starten mehr als 10.000 Sportler. Manch einer reist aber nicht alleine an - diese Geschwisterpaare wollen den Wettkämpfen in Tokio ihren Stempel aufdrücken. Zum Durchklicken. (afp/msc)

Jahn und Koch verpassen bei Olympia-Premiere das Canadier-Halbfinale

03:55 Uhr: Die Canadier-Fahrerinnen Lisa Jahn aus Berlin und Sophie Koch aus Karlsruhe haben bei den Olympischen Spielen in Tokio den direkten Einzug ins Halbfinale verpasst. Die Debütantinnen kamen am Mittwoch bei der Olympia-Premiere ihrer Disziplin auf dem Sea Forest Waterway von Tokio in ihren Vorläufen auf den Rängen vier und fünf ein und müssen nun im Viertelfinale um den Einzug ins Halbfinale über die 200 Meter Distanz kämpfen.

Speerwurf-Favorit Vetter verunsichert ins Olympia-Finale

03:51 Uhr: Gold-Favorit Johannes Vetter hat sich im Speerwerfen ins Finale der Olympischen Spiele von Tokio gemüht. Der 28-Jährige aus Offenburg sicherte sich das direkte Ticket für den Medaillenkampf am Samstag erst mit 85,64 Metern in seinem dritten und letzten Versuch in der Qualifikation. Der Olympia-Vierte von 2016, der mit 96,29 Metern die Weltjahresbestenliste deutlich anführt, wirkte aber verunsichert.

"Seit den Wettkämpfen vor Olympia ist so ein bisschen der Wurm drin, was heisst der Wurm drin, ich kriege nicht so das richtige Timing, den richtigen Rhythmus hin, dass ich sage, da passt alles zusammen und dann knallt es vorne", meinte Vetter. Für das Finale müsse "auf alle Fälle noch was kommen."

Weltmeister Kaul startet mässig in den olympischen Zehnkampf

03:28 Uhr: Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul ist nicht optimal in den olympischen Zehnkampf gestartet. Zum Auftakt lief der 23-jährige Mainzer am Mittwoch in Tokio die 100 Meter in 11,22 Sekunden und landete damit nur auf dem 21. Platz unter 23 Startern.

Mit 11,09 Sekunden ist der Olympia-Fünfte Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied besser in den Mehrkampf eingestiegen und platzierte sich zwei Ränge vor Kaul.

Weltrekordler und Topfavorit Kevin Mayer aus Frankreich belegte mit 10,68 Sekunden den 9. Rang. Schnellster Sprinter war der Kanadier Damien Warner. Der Olympia-Dritte von 2016 hatte im Mai beim Meeting in Götzis/Österreich die 9.000-Punkte-Marke um fünf Zähler verpasst.

Im Siebenkampf startete die Frankfurterin Carolin Schäfer in 13,29 Sekunden über die 100 Meter Hürden als Neuntschnellste gut in den Medaillenkampf. Die 29-Jährige hatte vor den Tokio-Spielen mit Nebenwirkungen einer Corona-Impfung zu kämpfen und konnte keinen Siebenkampf in diesem Jahr bestreiten. Vanessa Grimm (24) vom Königsteiner LV rannte im Hürdensprint 13,88 Sekunden.

Beste über die Hürden war die US-Amerikanerin Kendell Williams in 12,97 Sekunden. Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien liegt mit 13,54 Sekunden in der Zwischenwertung auf Rang 15.

Leonie Beck schwimmt über zehn Kilometer auf Rang fünf

01:54 Uhr: Freiwasserschwimmerin Leonie Beck hat sich bei den Olympischen Spielen in Tokio nach einem beherzten Rennen nicht mit einer Medaille belohnt. Die 24 Jahre alte Würzburgerin schlug über zehn Kilometer in der Nacht zum Mittwoch als Fünfte an.

Gold ging an Ana Marcela Cunha aus Brasilien vor Rio-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal aus den Niederlanden und der Australierin Kareena Lee. Finnia Wunram belegte als zweite deutsche Starterin den zehnten Platz.

Bei extremen Bedingungen zeigte Beck am frühen Morgen Ortszeit im Odaiba Marine Park von Tokio einen starken Auftritt und schwamm von Beginn an vorne mit. Die Olympia-Teilnehmerin von 2016 im Becken verpasste aber die dritte Medaille der deutschen Schwimmer bei diesen Sommerspielen.

Zuvor hatten Florian Wellbrock und dessen Verlobte Sarah Köhler im Becken über 1.500 Meter Freistil jeweils Bronze gewonnen. Wellbrock startet in der Nacht zum Donnerstag ebenfalls über die zehn Kilometer.

Mehr Informationen zu Olympia:

Das Olympia-Tagebuch vom 3. August zum Nachlesen

Mit Material der dpa, afp und sid