Auch ohne die verletzten Andreas Sander und Thomas Dressen geht Deutschland auf der Streif nicht leer aus. Für den Abfahrtssieg reicht es diesmal nicht, wohl aber für Platz eins im Super-G: Josef Ferstl feiert in Kitzbühel seinen zweiten Weltcupsieg.

Mehr Wintersport-Themen finden Sie hier

Josef Ferstl hat sensationell den Super-G von Kitzbühel für sich entschieden. Der Deutsche siegte mit einem Vorsprung von 0,08 Sekunden vor dem Franzosen Johan Clarey und dem Sieger in der Abfahrt, dem Italiener Dominik Paris (+ 0,10 Sekunden).

"Ich hab mich voll reingehauen, ich wusste, ich muss kämpfen, das ist die Streif. Egal, was passiert, ich bin happy", kommentierte Ferstl zwischenzeitlich seine Führung. "Heilige Scheisse, war ich aufgeregt." Sein Vater Pepi Ferstl hatte 1978 und 1979 die Abfahrt auf der Streif gewonnen.

Zwei Österreicher auf vier und fünf

Auf Platz vier und fünf folgten zwei Österreicher: Vincent Kriechmayr (+ 0,15 Sekunden) und Matthias Mayer (+ 0,18 Sekunden). Kriechmayr ging nach seinem spektakulären Akrobatikauftritt samt Ausfall in der Abfahrt erneut volles Risiko wurde aber durch einen schweren Fehler ausgebremst.

"Der Fehler auf der Hausbergkante, unten in der Traverse: Da bin ich nicht gut über dem Ski gestanden. Es ist dort eisig, wenn man da so reinsurft, dann ist es nicht gut. Es passiert mir immer wieder und das zipft mich jetzt schon an", ärgerte sich der Oberösterreicher.

Für Hannes Reichelt reichte es diesmal nur für Platz 13 (+ 0,59 Sekunden).

Bester Schweizer wurde Mauro Caviezel auf Rang 14 mit einer Verspätung von 0,62 Sekunden direkt vor seinen Teamkollegen Marco Odermatt (+ 0,68 Sekunden) und Thomas Tumler (+ 0,69 Sekunden).

Einen Achtungserfolg erzielte Dominik Schwaiger: Der 27-jährige Deutsche fuhr mit Startnummer 53 noch auf Platz zwölf.

Historischer Sieg

Es ist nicht nur der zweite Weltcupsieg für Ferstl und der erste deutsche Super-G Triumph in Kitzbühel, sondern auch der zweite deutsche Sieg in zwei Jahren in Kitzbühel. Streif-Vorjahressieger Thomas Dressen konnte dieses Jahr allerdings verletzungsbedingt nur zuschauen, beglückwünschte seinen Teamkollegen jedoch noch im Zielraum.

Ferstl hatte vergangene Saison seinen ersten Weltcupsieg gefeiert: Beim Super-G von Gröden am 15. Dezember 2017 stand er völlig überraschend ganz oben auf dem Treppchen. Es war der erste Weltcupsieg eines Deutschen in einer Speed-Disziplin nach 13 Jahren, im Super-G sogar der erste nach fast 27 Jahren. (ank)

Verwendete Quellen:

  • Live-Übertragung des Rennens im TV
  • Eurosport.de: VIDEO - Abfahrt in Kitzbühel 2019 | Vincent Kriechmayr entkommt Fangnetzen nur knapp
JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.