• Am 20.Januar feiert Mike Singer seinen 22. Geburtstag. Ein Geschenk hat er sich mit seiner Teilnahme bei "Let's Dance" (ab 18.02.) selbst bereitet.
  • Ein guter Tänzer ist der Sänger allerdings nicht, wie er im Interview mit unserer Redaktion verraten hat.
  • Zudem spricht er über seine neuesten Musikprojekte und seinen nach wie vor guten Draht zu dem ehemaligen DSDS-Juror Dieter Bohlen.
Ein Interview

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Mike, am 18. Februar startet bei RTL die neue Staffel von "Let's Dance" – und du bist dabei. Wie fühlt es sich an, wenn man demnächst die Gesangsbühne mit dem Tanzparkett tauscht?

Mike Singer: Ich bin komplett nervös. Das liegt einfach daran, dass ich kein guter Tänzer bin. Mit Blick auf meine Tanzskills, die ich aktuell drauf habe, muss ich bis zum Start von "Let's Dance" noch einiges lernen.

"'Let's Dance' ist definitiv die grösste Herausforderung, was meine bisherigen TV-Formate anbelangt"

Traust du dir das zu? Die Zeit rennt …

Grundsätzlich ist für mich wichtig, im Leben Herausforderungen anzunehmen. "Let's Dance" ist definitiv die grösste Herausforderung, was meine bisherigen TV-Formate anbelangt. Vor ein paar Jahren habe ich mal ein bisschen Hip-Hop getanzt. Das hat auch soweit gut geklappt. Doch es ist ein Unterschied, ob man sich bei den Auftritten zu seinen Songs bewegt oder ob man Partnertänze aufs Parkett bringen muss, die anschliessend von einer Fachjury bewertet werden. Diese Form des Tanzens fällt mir total schwer.

Die Konkurrenz scheint auf den ersten Blick nicht schlecht zu sein. Ich kann mir vorstellen, dass zum Beispiel Schlagerstar Michelle gut tanzen kann.

Michelle kann tanzen, da bin ich mir sicher. Sie war mal mit ihrer Tochter auf einem meiner Konzerte. Was ich da an tänzerischem Talent gesehen habe, das sah schon gut aus. Da muss ich mich warm anziehen – und andere vermutlich auch.

"Neben dem Ehrgeiz möchte ich die Zeit aber auch geniessen"

Mit welchem Anspruch gehst du aufs Parkett?

Ich möchte es auf jeden Fall gut machen und 100 Prozent geben. Neben dem Ehrgeiz möchte ich die Zeit aber auch geniessen. Die Parallele zum Singen ist, dass man nur dann befreit tanzen kann, wenn man Spass hat und die nötige Lockerheit mitbringt. Ich freue mich auf die Standardtänze, die interessieren mich wirklich sehr.

Du feierst heute deinen 22. Geburtstag. Diese Zahlenspiele ziehen sich durch das komplette Leben, wenn man Jahrgang 2000 ist. Hat das Vorteile?

Irgendwie schon, weil ich nie nachzählen muss. Man kann anhand des aktuellen Jahres sofort ablesen, wie alt ich bin. Vor allem zu Grundschul-Zeiten fand ich das cool. 2006 wurde ich sechs, 2012 wurde ich zwölf und 2022 werde ich also 22.

Wird dieses Jahr gross gefeiert? Ist ja immerhin eine Schnapszahl …

Aufgrund der hohen Infektionszahlen bin ich mir noch nicht sicher, ob ich eine Party schmeissen soll oder nicht. Es läuft eher darauf hinaus, dass ich zu Hause feiere – mit meiner Freundin, meinem besten Kumpel und vielleicht meinen Eltern.

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"Ich probiere, immer positiv zu bleiben und mein Bestes zu geben"

Du bist in jungen Jahren bereits sehr erfolgreich geworden. Macht dir das auch Angst? Denn wie hoch kann es noch hinausgehen?

Ganz ablegen kann man dieses Gefühl nicht. Ich habe schon mit zwölf Jahren angefangen, Musik zu machen. Mein Traum war es immer, auf der Bühne zu stehen. In dem Moment, wo es dann tatsächlich so weit ist, kommt ein gewisser Druck hinzu. Man hat sich das hart erarbeitet und möchte diesem Erfolgslevel auch in Zukunft entsprechen. Ich probiere, immer positiv zu bleiben und mein Bestes zu geben. Auf dieser Schiene fahre ich ganz gut.

Nach drei Nummer-1-Alben in Folge landete "Paranoid!?" 2020 gerade so in den Top Ten der Albumcharts. War das für dich mit Blick auf die vorherigen Erfolge eher eine Enttäuschung?

Jeder, der sagt, dass er nach drei Nummer-1-Alben damit zufrieden ist, der lügt. Ich war nicht niedergeschmettert, aber ich habe mir natürlich Gedanken darüber gemacht. Allerdings gehört so etwas eben auch dazu. Man kann nicht immer Erster sein. Wichtig war mir, dass ich sehr viel positives Feedback bekommen habe.

Du hast bereits deine erste Single dieses Jahres veröffentlicht – "Lass mich los" feat. Kayef. Wie zufrieden bist du mit der Zusammenarbeit mit deinem Kollegen?

Total zufrieden. Ich hatte den Song bereits im Sommer 2021 fertig geschrieben. Mir war von vornherein klar, dass Kayef dabei sein muss, wenn ich mich für einen DJ-Support entscheide. Wir kennen uns einfach schon ewig und haben dutzende Festivals miteinander gespielt – nur der gemeinsame Song fehlte bis jetzt. Ich kann nach einer Woche bereits sagen, dass "Lass mich los" einer meiner erfolgreichsten Titel wird.

"Nach meinem Album 'Paranoid!?' begann für uns alle eine sehr schwierige Zeit"

Dein nächstes Album namens "Emotions" kommt im März. Was hast du anders gemacht, um diesmal wieder die Chartspitze zu erobern?

Nach meinem Album "Paranoid!?" begann für uns alle eine sehr schwierige Zeit. Auch an mir ging das nicht spurlos vorbei, die Konzert-Absagen haben mich beschäftigt. Dennoch habe ich versucht, in dieser Phase mein Leben zu geniessen, positiv zu bleiben und Songs zu schreiben – aber ohne dabei darauf zu achten, ob er kommerziell erfolgreich werden könnte oder nicht. Ich habe einfach gemacht. Zum Beispiel habe ich zu Hause ein Tonstudio errichtet, viele Texte geschrieben und produziert. Daher würde ich mein Album als sehr "frei" bezeichnen – und in der Sprache extrem direkt.

Was meinst du genau mit "direkt"?

Ich habe sozusagen frei Schnauze zu Papier gebracht, was ich in dem Moment fühlte, als ich den Song schrieb. Das ist vielleicht der grosse Unterschied zu den vorherigen Alben.

Du hattest Nummer-1-Alben, wurdest Zweiter bei "The Masked Singer", warst Teil der DSDS-Jury und stehst bald bei "Let's Dance" auf dem Tanzparkett. Welches Format würde dich noch reizen?

Da gibt es schon noch ein paar Formate. Es ist mein Herzenswunsch, eines Tages in der "The Voice Kids"-Jury zu sitzen. Das liegt natürlich auch daran, dass für mich mit zwölf Jahren dort alles begonnen hatte. Vielleicht ist diese Bühne mein zweites Zuhause.

"Für mich war DSDS eine sehr prägende Zeit – vor allem die Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen"

Vor ziemlich genau einem Jahr konnte man dich als DSDS-Juror sehen. Wie bewertest du diese Erfahrung rückblickend? Würdest du es wieder tun?

Für mich war DSDS eine sehr prägende Zeit – vor allem die Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen. Er ist ein extrem inspirierender Mensch, der mir wegweisende Dinge mitgegeben hat. Das gilt übrigens auch für Maite. Es war eine komplett neue Erfahrung für mich, als damals 20-Jähriger vor zum Teil älteren Leuten eine Ansprache zu halten oder ihnen Tipps zu geben.

Wie soll DSDS eigentlich ohne Dieter Bohlen funktionieren?

Das ist nach 18 Staffeln natürlich die grosse Frage! Ich bin sehr gespannt, wie die neue Staffel mit der neuen Jury ablaufen wird.

Bist du mit dem einstigen DSDS-Macher noch regelmässig im Austausch?

Ja, wir haben Kontakt, schreiben uns und telefonieren ungefähr einmal im Monat. Wir sind auf jeden Fall cool miteinander. Sehr cool sogar.

Das klingt so, als wäre eine Zusammenarbeit zwischen Dieter Bohlen und Mike Singer in Zukunft denkbar?

Da bin ich mir sicher. Es wird ganz bestimmt noch etwas kommen – lassen wir uns mal überraschen.

Amira Pocher
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