Im November haben sich die grösste und die kleinste Frau der Welt zum ersten Mal getroffen, Anfang des Jahres sahen sie sich erneut. Was die beiden verbindet und warum ihr erstes Treffen Geschichte schrieb.

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Vergangenen November fand im traditionsreichen Savoy Hotel in London eine denkwürdige Begegnung statt: Die grösste lebende Frau der Welt, Rumeysa Gelgi aus der Türkei, traf auf die kleinste lebende Frau der Welt, Jyoti Amge aus Indien. Ein Ereignis, das nicht nur wegen ihrer unterschiedlichen Körpergrössen bemerkenswert war, sondern auch wegen ihrer Botschaften von Vielfalt und gegenseitigem Respekt.

Anfang des Jahres trafen die beiden während der italienischen TV-Sendung "Lo Show Dei Record" Backstage erneut aufeinander.

Zwei aussergewöhnliche Persönlichkeiten

Rumeysa Gelgi ist mit 215,16 Zentimeter derzeit die grösste lebende Frau der Welt - eine Folge des seltenen Weaver-Syndroms, das zu übermässigem Wachstum führt.

Jyoti Amge hingegen misst nur 62,8 Zentimeter - sie lebt mit Achondroplasie, einer Form von Kleinwuchs. Trotz des enormen Grössenunterschieds von über 1,5 Metern fanden die beiden schnell Gemeinsamkeiten und eine herzliche Verbindung.

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Anlass: 20 Jahre "Guinness World Records Day"

Ihr erstes Treffen im vergangenen November fand anlässlich des "20. Guinness World Records Day" und des 70-jährigen Bestehens des Guinness Buchs der Rekorde statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden sowohl Gelgi als auch Amge als "GWR ICONS" prämiert - eine neue Auszeichnung für aussergewöhnliche Rekordhalterinnen, die einen besonderen Platz im Guinness World Records Buch 2025 einnehmen werden.

"Indem wir diese beiden erstaunlichen, ikonischen Frauen zusammenbringen, können sie ihre Perspektiven auf das Leben miteinander und mit uns teilen", sagte Craig Glenday, Chefredakteur von Guinness World Records, bei der Übergabe der Auszeichnungen.

Ein Nachmittag voller Gemeinsamkeiten

Trotz der körperlichen Unterschiede war das Treffen vor allem von Sympathie und Humor geprägt. Gelgi und Amge genossen gemeinsam einen traditionellen Nachmittagstee im Savoy Hotel - inklusive Teegebäck, Sandwiches und einer speziell für sie zusammengestellten Teetafel.

Das ungleiche Duo habe viele Gemeinsamkeiten entdeckt, sagte Gelgi später in einem Interview. So hätten die beiden eine Schwäche für Make-up, Selbstpflege, gutes Essen und besonders Nageldesign. Amge fügte hinzu, sie sei es gewohnt, nach oben zu schauen, aber es sei etwas ganz Besonderes gewesen, die grösste Frau der Welt zu treffen.

Spielerisches Finale: "Hungry Hungry Hippos" im Riesen-Klein-Format

Zum Abschluss des Treffens wartete noch eine humorvolle Überraschung auf sie: Die beiden Frauen traten in einem freundschaftlichen Duell beim Spiel "Hungry Hungry Hippos" gegeneinander an – ein Moment, der bei den Anwesenden für viele Lacher sorgte. Gelgi ging schliesslich als Siegerin hervor, doch beide Teilnehmerinnen betonten, wie viel Spass sie dabei gehabt hatten.

Das Treffen von Rumeysa Gelgi und Jyoti Amge steht sinnbildlich für die Vielfalt menschlicher Erscheinungsformen – und dafür, wie Begegnungen auf Augenhöhe auch jenseits körperlicher Unterschiede möglich sind. Beide Frauen sind nicht nur Rekordhalterinnen, sondern Vorbilder, die durch Mut, Selbstbewusstsein und Lebensfreude beeindrucken. (elm)

Verwendete Quellen

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