Mercedes präsentiert am Freitag seinen neuen Silberpfeil. Mit dem W11 will der Rennstall Geschichte schreiben - und Weltmeister Lewis Hamilton will Rekorde von Formel-1-Legende Michael Schumacher brechen.

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Das Werksteam von Mercedes will mit dem W11 die Geschichtsbücher der Formel 1 umschreiben. Die Weltmeister präsentierten am Freitag ihren neuen Silberpfeil, mit dem Lewis Hamilton in der anstehenden Saison die Rekorde von Michael Schumacher angreift.

Mit seinem siebten WM-Titel würde Hamilton die Bestmarke des Deutschen einstellen, zudem kann der Engländer in dieser Saison auch dessen Rekordmarken bei den meisten Siegen (91) und den meisten Podiumsplatzierungen (155) übertreffen.

Mercedes jagt Ferrari-Rekord

Die Silbernen jagen indes einen weiteren Rekord: In diesem Jahr winkt der siebte Konstrukteurstitel in Serie; Ferraris Bestmarke von sechs Team-Triumphen (1999 bis 2004) nacheinander hatte Mercedes schon 2019 eingestellt.

"Ich spüre in dieser Zeit des Jahres noch keinen Druck", sagte Hamilton im Rahmen des Shakedowns auf der Rennstrecke in Silverstone: "Ich geniesse diese Momente. Es wurde monatelang an diesem Auto gearbeitet und heute dürfen wir erstmals seine Flügel ausbreiten. Das ist ein Privileg."

Via Twitter äusserte er sich auch zu seinem Training. Dieses sei im Winter anders gewesen, er befinde sich nun physisch und mental auf einem anderem Level als in der Vorsaison. Worte, die fast wie eine Drohung klingen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Mercedes-Pilot verraten, dass er im Vergleich zum Vorjahr fünf Kilo abgenommen habe und nun nur noch 73 Kilogramm wiege.

Sebastian Vettels neuer Ferrari SF1000 wurde bereits präsentiert

Als grösste Konkurrenten im Titelkampf sieht Hamilton "die üblichen Jungs" und ausdrücklich auch seinen Teamkollegen, den finnischen Vizeweltmeister Valtteri Bottas.

Ferrari mit Charles Leclerc und Sebastian Vettel, der seinen Nummer-eins-Status gegenüber seinem Teamkollegen verloren hat, sowie Red Bull mit Max Verstappen darf grundsätzlich zugetraut werden, Mercedes herauszufordern.

Anders als Ferrari, das seinen SF1000 am vergangenen Dienstag lediglich enthüllt hatte, absolvierte Mercedes gleich am Tag der Vorstellung die ersten Runden. "Es geht darum, die ersten Kilometer zu sammeln und ein Gefühl für das Auto zu gewinnen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, "um dann gut vorbereitet nach Barcelona zu fahren."

Dort starten am 19. Februar die ersten offiziellen Testfahrten. Die 71. Saison der Motorsport-Königsklasse beginnt am 15. März mit dem Grossen Preis von Australien in Melbourne. (lh/AFP)

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