In einem Rundumschlag haben die Bosse des FC Bayern München mit Kritikern abgerechnet und Medien wegen der jüngsten Berichterstattung über den Verein attackiert. Insbesondere die Springer-Verlag bekam die geballte Wut von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeness ab.

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Der FC Bayern München belegt derzeit nach einem mässigen Saisonstart unter seinem neuen Trainer Niko Kovac nur Platz sechs in der Bundesliga. In den zurückliegenden Wochen häufte sich daher Kritik.

Klar, dass da die Vereins-Verantwortlichen mitunter dünnhäutig reagieren. Doch die Schärfe in den Worten von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeness ist bemerkenswert.

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Nach vier sieglosen Spielen hängt der Haussegen bei den Bayern schief, vor allem Trainer Niko Kovac wackelt. Doch für eine Mass auf der Wiesn muss auch in der Krise die Zeit bleiben.

Mit ungewöhnlich drastischen Worten haben beide mit der medialen Berichterstattung der vergangenen Monate abgerechnet. In der kurzfristig für Freitagmittag anberaumten Pressekonferenz zusammen mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic bezeichneten die Bayern-Bosse Teile davon als "unfair" und "respektlos".

Die jüngsten Berichte seien "hämisch und polemisch" gewesen seien, sagte Rummenigge. "Heute ist ein wichtiger Tag für den FC Bayern, weil wir ihnen mitteilen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen." Hoeness ergänzte: "Das ist eine Frechheit", und kündigte weiter an: "Wir werden keine respektlose Berichterstattung mehr akzeptieren."

Rummenigge kündigt hartes Vorgehen an

Konkret stossen Hoeness und Rummenigge die Kritik an den Nationalspielern Manuel Neuer, Jerome Boateng und Mats Hummels auf. Rummenigge sagte, wie über die Leistung dieser Spieler berichtet wurde, sei "nur noch eine Abrechnung" gewesen.

"Es scheint offensichtlich, dass man sich überhaupt keine Gedanken mehr macht über Werte wie Würde und Anstand", sagte Rummenigge. Er verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Rummenigge sagte weiter: "Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Das gilt für Medien, das gilt auch für Experten, und das gilt vor allen Dingen auch für Experten, die mal bei diesem Club Fussball gespielt haben."

Der Vorstands-Boss griff konkret den Axel-Springer-Konzern und dessen Sportreporter an. Er berichtete von juristischen Schritten gegen den Verlag und kündigte ein hartes Vorgehen gegen aus seiner Sicht unfaire Berichterstattung an: "Mit dem heutigen Tag wird der FC Bayern München seine Spieler und seinen Trainer schützen."

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Mit Material der dpa.

Teaserbild: © dpa