Der FC Barcelona, der AC Mailand oder etwa Paris Saint-Germain: In der Vita von Ronaldinho stehen zahlreiche Spitzenklubs. Fast hätte sich auch Borussia Dortmund darin wiedergefunden. Aus der Rubrik "Beinahe-Transfers".

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In der Geschichte des Fussballs gibt es kaum einen Mann, der den Ball so schön gestreichelt hat wie Ronaldinho. Hatte der Brasilianer das Leder am Fuss, glich dieser manchmal doch so stumpfe Sport Kunst.

Oder mit anderen Worten gesagt: Wäre Ronaldinho Sänger geworden, wäre er irgendwo in einer Kategorie um George Michael, Michael Bublé und Co. einzuordnen. Und einer seiner Hits hätte vermutlich "Gefühl ist mein Hobby" geheissen. Doch verzichten wir an dieser Stelle auf Kopfkino.

2001: Borussia Dortmund und die Vorliebe für Brasilianer

Für Fussball-Fans unvergessen ist Ronaldinhos Fallrückzieher 2006 im Trikot des FC Barcelona gegen Villarreal. Seine Übersteiger im Dress von AC Mailand in den Jahren 2008 bis 2011 liessen Bolzplatz-Herzen höher schlagen. Seine Zauber-Freistösse imitierten Kinder weltweit - heute noch. All dies hätten fast auch die Zuschauer in der Bundesliga zu sehen bekommen.

Denn 2001 wagte der mittlerweile zurückgetretene Ronaldinho den Schritt aus seiner Heimat nach Europa. Borussia Dortmund hatte grosses Interesse an dem damaligen Dribbler von Grêmio Porto Alegre. Die Brasilianer verlangten fünf Millionen Euro für den damals 21 Jahre alten Nachwuchs-Star.

2003: Ronaldinho im Trikot von Paris Saint-Germain und umringt von drei Gegenspielern - aufhalten konnte sie den Brasilianer nur selten.

Die aufgerufene Summe stellte für den BVB kein Problem dar. Kurz nach dem Gang an die Börse sass das Geld beim Ruhrpott-Klub locker. Und so schien es, als würde sich mit Ronaldinho ein weiterer namhafter Brasilianer der Dortmunder Samba-Gruppe um Evanilson, Ewerthon, Dédé und Márcio Amoroso anschliessen.

BVB war für Ronaldinho "zu gross"

Doch der Transfer platzte. Ronaldinho traute sich den Schritt ins Ruhrgebiet nicht zu. Er war sich unsicher, ob er beim BVB genug Spielpraxis sammeln würde. Schliesslich wollte er sich um jeden Preis für den brasilianischen WM-Kader 2002 in Asien empfehlen.

"Der Sprung nach Dortmund wäre mir etwas zu gross gewesen", erklärte Ronaldinho einmal den gescheiterten Wechsel zum BVB. Und so zog es ihn 2001 statt zum BVB nach Frankreich zu Paris Saint-Germain.

Im Sommer darauf feierte der heute 40-Jährige mit Brasilien den WM-Titel. Im Finale siegten die Brasilianer mit 2:0 gegen die deutsche Nationalmannschaft. Auf Vereinsebene ging es für Ronaldinho derweil nach nur einer weiteren Saison weiter nach Spanien.

2003 überwies der FC Barcelona mehr als 32 Millionen Euro an PSG - bis dato einer der teuersten Transfers im Fussball. Der Rest ist Geschichte.

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