• Beim EM-Auftakt der DFB-Elf heisst der Gegner Frankreich.
  • Es ist das direkte Duell der beiden letzten Weltmeister.
  • Alles Wissenswerte zum Auftaktspiel der deutschen Mannschaft.

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Weltrangliste: Frankreich hat die Nase vorn

Im Rahmen der Berichterstattung rund um Länderspiele wird sie häufig zitiert, obwohl nur wenige Experten wirklich durchblicken, wie sie genau ermittelt wird: die Weltrangliste der Nationalmannschaften. Verschiedene Koeffizienten gelten bei Test- und Pflichtspielen, die Punktevergabe erfolgt anhand der Stärke der Gegner und der Resultate.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Weltrangliste zeigt, dass Frankreich knapp hinter Belgien auf Platz zwei steht. Deutschland befindet sich übrigens auf Platz zwölf, eingebettet zwischen Mexiko und der Schweiz.

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Frankreichs EM-Kader: Fünfmal Bundesliga

Der Kader der französischen Nationalmannschaft ist gespickt mit Fussballern, die der absoluten Weltklasse zuzuordnen sind. Darüber hinaus stehen gleich fünf Spieler aus der Bundesliga im Aufgebot.

Benjamin Pavard und Lucas Hernandez verteidigen für den FC Bayern, Corentin Tolisso spielt beim selben Klub im Mittelfeld, während Kingsley Coman als offensiver Aussenspieler das Quartett des Rekordmeisters im Kader der Franzosen komplettiert. Auch dabei: Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach.

Was Deutschland von Finnland lernen kann

Die französische Mannschaft zeichnet sich durch eine immense Stabilität aus. Ukraine, Portugal; Kroatien, Schweden: All diese Gegner hat Frankreich in den letzten Monaten und Jahren geschlagen.

Seit September 2019 verlor die Equipe Tricolore nur ein einziges Spiel - gegen Finnland! Die Finnen machten die Schotten dicht, verteidigten extrem kompakt und hatten im Angriff die nötige Effizienz auf ihrer Seite. Das sind Elemente, die Deutschland auch benötigt. Dringend.

Das ist der Trainer von Frankreich

Dass der Trainer der französischen Nationalmannschaft Didier Deschamps heisst, werden wohl viele wissen. Doch einige Fakten sind nicht jedem bekannt. Seine Karriere als Spieler beendete Deschamps 2001 beim FC Valencia, kurz danach heuerte er als Trainer bei der AS Monaco an.

Nach Mario Zagallo und Franz Beckenbauer war er erst der dritte Fussballer, der als Spieler und Trainer eine Weltmeisterschaft gewann. Seine durchschnittliche Amtszeit als Trainer beträgt 4,26 Jahre und der im Oktober geborene Deschamps ist von Sternzeichen Waage.

Deutschland: Europameisterschaften haben Tradition

Für Deutschland ist eine Europameisterschaft wie eine Art Wohnzimmer. Traditionell fühlen sich die Auswahlmannschaften des DFB bei europäischen Turnieren wohl. Mit drei Titeln ist Deutschland gemeinsam mit Spanien Rekordsieger, dreimal verlor man das Endspiel, dreimal scheiterte Deutschland im Halbfinale.

Seit 1972 qualifizierte sich das DFB-Team für jedes Turnier, nur 1984, 2000 und 2004 war bereits nach der Gruppenphase Schluss. Die höchsten Siege waren jeweils ein 3:0 gegen die Slowakei 2016, gegen Russland 1996 und gegen die Sowjetunion 1972.

Zweites Duell bei einer Europameisterschaft

Deutschland und Frankreich sind zwei grosse Fussballnationen mit einer grossen Geschichte. Da ist es sehr verwunderlich, dass sich beide erst zum zweiten Mal bei einer EM gegenüberstehen. Das erste Duell fand 2016 statt und wird vor allem den Franzosen noch in guter Erinnerung sein.

Damals setzte sich Frankreich bei der EM im eigenen Land im Halbfinale mit 2:0 gegen die DFB-Auswahl durch. Doppeltorschütze war damals Antoine Griezmann. Und auch diesmal ist der Angreifer mit dabei.

Deutschland-Gegner Frankreich: Zahlenspiele

Natürlich gibt es auch statistikaffine Zuschauer, die gerne mit Zahlen um sich werfen. Kein Problem! Das durchschnittliche Alter der Spieler im Kader von Frankreich liegt bei 27,9 Jahren. Kylian Mbappé ist mit 22 Jahren der jüngste Spieler, gleichzeitig mit einem "Transfermarkt"-Marktwert von 160 Millionen Euro der wertvollste.

Der älteste Franzose im Kader ist Steve Mandanda. Der Ersatztorhüter ist 36 Jahre alt.

Frankreich gewann zuletzt sechs von sieben Spielen, kassierte 2021 in fünf Spielen nur einen Gegentreffer und spielte gleich drei verschiedene Systeme.

Die Sache mit dem Spitznamen

Wenn Sie über den Auftaktgegner der deutschen Nationalmannschaft sprechen und nicht immer nur von "Frankreich" oder "die Franzosen" reden wollen, dann gibt es natürlich Möglichkeiten der sprachlichen Variation auch abseits von Bezeichnungen wie "der Weltranglistenzweite".

Auf französisch nennt man die Mannschaft auch "Équipe de France" oder "Équipe Tricolore", was von den Farben der französischen Flagge - also blau, weiss und rot - stammt. Ein weiterer Name ist "Les Bleus", dieser hat mit den traditionell blauen Trikots der Franzosen zu tun.

EM-Sieger und Gastgeber seit 1960.

Gleich sechs grosse Titel für Frankreich

Die französische Nationalmannschaft ist eine enorm erfolgreiche. Doch es dauerte, bis die Franzosen den ersten Titel gewannen. Angetrieben von einem überragenden Michel Platini gelang das bei der EM 1984.

Es folgte ein weiterer Titel bei der EM 2000, dem zwei Confed-Cup-Titel 2001 und 2003 folgten. Schon zuvor schafft es eine goldene Generation um Zinédine Zidane, den Titel bei der Weltmeisterschaft 1998 zu gewinnen. Der letzte grosse Triumph war der bei der WM 2018 in Russland.

Verwendete Quellen:

  • FIFA: Weltrangliste Männer
  • Transfermarkt: Didier Deschamps
  • Wikipedia: Französische Fussballnationalmannschaft:
  • Transfermarkt: Frankreich
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Felix Brych, Champions League, Halbfinale, Ajax Amsterdam, Tottenham Hotspur, 2018/19
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