Im Schatten der Champions League beginnt auch für den zweiten internationalen Wettbewerb die heisse Schlussphase. Die verbliebenen acht Teams in der Europa League messen sich heute Abend im Viertelfinale. Mit dabei ist mit Eintracht Frankfurt auch ein deutscher Vertreter - der sich durchaus Chancen auf den Titel ausrechnen kann, wie unser Power-Ranking zeigt.

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Die Partien des Europa-League-Viertelfinales (11. und 18. April) im Überblick:

  • FC Arsenal - SSC Neapel
  • FC Villarreal - FC Valencia
  • Benfica Lissabon - Eintracht Frankfurt
  • Slavia Prag - FC Chelsea

Platz 8: FC Villarreal

Für die Mannschaft um Altstar Santi Cazorla geht es in dieser Spielzeit ums nackte Überleben. Villarreal steckt in Spanien mitten im Abstiegskampf. Da scheint es doch mehr als fraglich, ob der aktuelle Fokus auf die Europa League gelegt wird. Normalerweise sollte schon im Duell mit Valencia Schluss sein.

Platz 7: Slavia Prag

Die grosse Unbekannte im Viertelfinale ist gewiss der Tabellenführer aus Tschechien. Slavia Prag verfügt über den individuell schwächsten Kader, macht aber viel mit Team- und Kampfgeist wett. Trotz des Überraschungscoups gegen Sevilla im Achtelfinale wäre der Einzug in die Vorschlussrunde eine Sensation.

Platz 6: Benfica Lissabon

Wirklich überzeugt hat Benfica Lissabon im bisherigen Wettbewerb nicht. Eigentlich müsste man dem Spitzenreiter der portugiesischen Primeira Liga so einiges zutrauen können - aber in der derzeitigen Verfassung ist er im verbliebenen Teilnehmerfeld nur Mittelmass.

Platz 5: SSC Neapel

Traditionell nehmen die italienischen Teams die Europa League nicht wirklich ernst und treten schon mal mit einer besseren B-Elf an. Doch für Napoli ist die Saison in der Serie A gelaufen – zu gross ist der Abstand auf Juventus. Das könnte für Carlo Ancelotti und seine Spieler zusätzliche Motivation sein. Allerdings liefen die letzten Wochen recht durchwachsen.

Platz 4: Eintracht Frankfurt

Der letzte Bundesliga-Vertreter auf internationalem Parkett kann sich echte Chancen auf ein Weiterkommen ausrechnen. Sollte die Eintracht an die Leistungen der vorherigen Runden anknüpfen, könnte sie Benfica aus dem Weg räumen und sogar das Finale anpeilen - je nachdem, wer im Halbfinale warten würde. Die Hessen haben genügend Qualität, einen treffsicheren Sturm um Luka Jović und aktuell einen richtig guten Lauf.

Platz 3: FC Arsenal

Auf dem Papier sollte Arsenal um die Krone der Europa League mitspielen können. Aber die Londoner sind auch unter Unai Emery unglaublich inkonstant. Auf vielversprechende Auftritte folgen immer wieder enttäuschende Niederlagen wie gegen Everton am vergangenen Sonntag. Deshalb nur Rang drei im Power-Ranking.

Platz 2: FC Valencia

Spanien war in den letzten Jahren nahezu immer in den Endspielen der beiden internationalen Wettbewerbe vertreten. In der Europa League könnte in diesem Jahr Valencia den Pokal auf die iberische Halbinsel holen. Die Mannschaft von Trainer Marcelino García spielt ein aggressives 4-4-2 mit vielen Tempogegenstössen. Sie ist Mitfavorit.

Platz 1: FC Chelsea

Der Topfavorit bei den Buchmachern ist der FC Chelsea. Obwohl der aktuell Drittplatzierte der Premier League in dieser Saison ein Auf und Ab erlebt, verfügt er über die grösste Qualität aller verbliebenen Teams. Rufen die Londoner diese Klasse ab, führt der Weg für Eden Hazard und Co. ins Finale nach Baku.

Mesut Özil hatte schon bessere Saisons als die, die gerade zu Ende geht. Beim FC Arsenal stand der frühere Nationalspieler wochenlang auf dem Abstellgleis. Inzwischen steht er wieder als Kapitän in der Startelf. Wie in Everton. Özils Nerven aber liegen trotzdem blank.