Bayer Leverkusen ist mit nun 44 Pflichtspielen nacheinander ohne Niederlage alleiniger Rekordhalter im europäischen Fussball.

Mehr News zum Thema Fussball

Bayer Leverkusen hat die zwölf Jahre alte Bestmarke von Juventus Turin überflügelt und ist mit nun 44 Pflichtspielen nacheinander ohne Niederlage alleiniger Rekordhalter im europäischen Fussball. "Das ist nicht gewöhnlich, es ist eine herausragende Leistung der Truppe", lobte Sportdirektor Simon Rolfes.

Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso kam am Donnerstag im Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei West Ham United zu einem 1:1 (0:1) und ist damit nun länger ungeschlagen als Turin. Die Italiener waren im Zeitraum von Mai 2011 bis Mai 2012 43-mal nicht als Verlierer vom Platz gegangen.

"44 Spiele, das ist eine unglaubliche Zahl. Wir können stolz sein auf unsere Arbeit", sagte Mittelfeldspieler Granit Xhaka, der die Erfolgsserie mit der Werkself ausbauen will: "Wenn man die Europa League gewinnen möchte, muss man die anderen Spiele auch noch gewinnen."

Rolfes lobte den "besonderen Spirit" und die "Widerstandsfähigkeit" der Spieler. "Das Beeindruckende ist, dass wir so viele Spiele von den 44 gewonnen haben", sagte er.

Der neue deutsche Meister aus Leverkusen hat zuletzt am 27. Mai 2023 ein Spiel verloren damals gab es am letzten Bundesligaspieltag ein 0:3 gegen den VfL Bochum. Am Donnerstag war der Rekord lange in Gefahr. Erst Jeremie Frimpong (89.) sorgte mit seinem Tor für die Fortsetzung der beeindruckenden Bayer-Serie.

Revanche gegen Rom? Bayer "ambitioniert und gierig"

Schon kurz nach dem Einzug ins Europa-League-Halbfinale stimmte sich Bayer Leverkusen auf das Wiedersehen mit der AS Rom ein. "Es ist eine Art Revanche. Ich hoffe, dass es dieses Jahr besser endet. Wir sind ambitioniert und gierig, ins Finale zu kommen", sagte Geschäftsführer Fernando Carro.

Die Mannschaft könne sich "noch sehr gut an die Spiele erinnern", betonte Jonathan Tah mit Blick auf das Halbfinal-Aus in der Vorsaison. Das Hinspiel in Rom hatte die Werkself verloren (0:1), im Rückspiel ermauerten sich die Italiener unter ihrem damaligen Trainer Jose Mourinho ein 0:0 in Leverkusen und zogen ins Endspiel ein.

Diese Partie sei "der Startpunkt dieser Saison" gewesen, betonte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes nun. Nach der Enttäuschung, es nicht ins Finale geschafft zu haben, sei ein "Antrieb" entstanden, um zu sagen: "Wir haben eine gute Mannschaft, lernen daraus und hören nicht auf."

Dass Bayer ein Jahr später wieder gegen Rom antreten darf, sei "fantastisch. Ich freue mich riesig darauf", sagte Rolfes. Rom sei ohne Mourinho in diesem Jahr "eine komplett andere Mannschaft, eine, die Fussball spielen möchte", sagte Anführer Granit Xhaka. Die Italiener seien für ihn zwar "eine Champions-League-Mannschaft – wir aber auch. Wir müssen uns nicht verstecken."

Alonso will nicht von Revanche sprechen

Einzig Trainer Xabi Alonso wollte dem Wiedersehen keine allzu grosse Bedeutung beimessen. "Nein, keine Revanche, aber im Fussball gibt es immer noch eine Möglichkeit und wir wollen diese besser nutzen und ein besseres Ergebnis erzielen", sagte er bei RTL. "Das Halbfinale ist genug Motivation, da brauchen wir nichts extra."

Das Hinspiel findet am 2. Mai im Olympiastadion in Rom statt, eine Woche später empfängt die Werkself die Italiener zum Rückspiel in der eigenen Arena. (SID/tas)

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.

Teaserbild: © IMAGO/Action Plus/Shaun Brooks