Ein formeller Fehler des SFV rund um Nationalspieler Valon Behrami lässt derzeit die Wogen hochgehen. Behramis Klub Udinese fordert die Rückkehr des Nati-Stars nach Italien - und das kurz vor der WM-Barrage gegen Nordirland. Aus Sicht der Schweizer Verbandes ist die Sache aber klar: Behrami bleibt.

"Valon Behrami wird bleiben", erklärte der der Nati-Delegierte Claudio Sulser am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Ja, man habe die Frist nicht eingehalten, es gebe aber keine regelementarische Grundlage dafür, dass der Spieler heimreisen müsse.

In vergangenen 18 Jahren beschwerte sich niemand

"Wir haben seit Jahren das provisorische Aufgebot zwei- bis zweieinhalb Wochen vor der internationalen Periode zugestellt", hiess es weiter, "beschwert hat sich in den letzten 18 Jahren nie jemand."

Dem Pressetermin war eine aufgeheizte Situation vorausgegangen. Behramis Verein Udinese schoss scharf gegen den Schweizerischen Fussballverband (SFV). Der Klub fordert, dass der 32 Jahre alte Nati-Spieler vor der WM-Barrage gegen Nordirland zurück nach Italien reist. Grund dafür sei ein formeller Fehler der SFV.

Der Verein der italienischen Liga A behauptet in einer Mitteilung, der SFV habe das Aufgebot für die Barrage-Spiele erst am 27. Oktober und damit fünf Tage zu spät bekannt gegeben. Die Regel des Weltverbandes: Die nationale Auswahl muss die betroffenen Klubs 15 Tage vor dem Zusammenzug und nicht vor dem Spieltermin informieren.

Udinese droht mit Konsequenzen

Udinese drohte dem Schweizerischen Fussballverband in einer Mitteilung mit Konsequenzen. "Falls der Spieler nicht freigegeben oder trotz der Umstände eingesetzt wird, behält sich Udinese Calcio das Recht vor, wegen Verletzung der Fifa-Regeln sämtliche zivil- und sportrechtlichen Mittel auszuschöpfen."

Der Nati-Delegierte Claudio Sulser betonte am Mittwoch, man sei in intensivem Austausch mit Udinese. Was die Fifa nun tun würde, wisse er nicht. (rs/af)