• Im Slalom der Damen gibt es die nächste Schweizer Medaille, das erste Spiel der Hockey-Cracks hätte gegen Russland aber kaum unglücklicher laufen können.

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Ski alpin, Slalom der Frauen:

Das war nichts für schwache Nerven… Wendy Holdener rast im zweiten Durchgang des Damen-Slaloms auf der "Ice River"-Piste noch von Rang fünf auf Platz drei - mit am Ende sieben Hundertsteln Vorsprung auf die Deutsche Lena Dürr auf dem Blech-Rang, aber auch nur zwölf Hundertsteln Rückstand auf Gold. Das schnappt sich dann doch noch Petra Vlhova, die nach dem ersten Lauf nur auf Rang acht lag.

Zweite wird die Österreicherin Katharina Liensberger, auch sie schiebt sich von Platz sieben nach dem ersten Lauf noch weit nach vorne. Die andere grosse Favorotin, Michaela Shiffrin aus den USA, scheitert wie schon im Riesenslalom bereits im ersten Durchgang und geht erneut leer aus.

Nach der Zielankunft von Dürr, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, brachen bei Holdener alle Dämme. Ziemlich aufgelöst gab sie unter Freudentränen ihre Interviews. "Ich wusste, dass ich ein gutes Rennen machen kann, aber ich hatte nicht die Lockerheit, die ich sonst habe. Als ich nach dem zweiten Lauf im Ziel Dritte war, hatte ich die Hoffnung auf eine Medaille schon aufgegeben", sagte sie im "SRF".

"Ich bin einfach happy, dass es trotzdem zur Medaille gereicht hat. Ich wüsste nicht, was ich noch mehr hätte machen können. Dass es trotzdem noch reicht, gibt mir Mut."

Auch die anderen Schweizerinnen fuhren in die Top Ten - zufrieden waren deshalb aber nicht alle. Michelle Gisin war am Boden zerstört, sie hatte als Zweite des ersten Durchgangs die besten Chancen, sogar auf Gold. Am Ende reichte es nur zu Platz sechs.

"Ich wollte es zu gut machen. Statt mich zu trauen, es einfach laufen zu lassen, bin ich zu sauber gefahren. Es tut weh", sagte Gisin.

"Ich wäre extrem gerne auch dort gestanden, wo Wendy jetzt steht, ich probiere es schon lange. Ich weiss nicht, ob diese Chance noch einmal kommt." Einen Platz hinter Gisin wurde Camille Rast Siebte, Aline Danioth als Zehnte machte das bärenstarke Gesamtergebnis der Schweiz perfekt.

Eishockey, Gruppenphase der Herren:

Mega unglücklicher Auftakt für Team Suisse ins olympische Eishockey-Turnier. Gegen Titelverteidiger Russland gab es im ersten Spiel des Wettbewerbs ein 0:1.

Dabei gab es im National Indoor Stadium in Peking genug Chancen, die Partie zumindest in die Verlängerung zu treiben und vielleicht sogar zu gewinnen. Aber weder einige Powerplays noch beste Torchancen konnte die Schweiz nicht zu diesem einen Treffer nutzen.

Stattdessen visierte das Team von Headcoach Patrick Fischer nur zu insgesamt drei Pfosten- oder Lattenschüssen! Den letzten setzte Fabrice Herzog vor dem fast leeren Tor.

Beim einzigen Tor des Tages durch Anton Shlepyshev fälschte Enzo Corvi einen an sich ungefährlichen Schuss unhaltbar ab - und das auch noch 2,7 Sekunden vor der Schlusssirene des ersten Drittels. Weiter geht es für Team Suisse dann am Freitag mit dem Spiel gegen Tschechien.

Snowboard Cross der Damen:

Schade, schade... Gleich drei Schweizer Athletinnen hatten es in den Finaltag geschafft - in den Final aber kam dann keine aus dem Trio. Für Lara Casanova war die Reise bereist im Achtelfinal vorbei, sie wurde wie auch Sophie Hediger in ihrem Run nur Dritte. Sina Siegenthaler schaffte es eine Runde weiter, hatte dann aber im Viertelfinal keine Chance mehr.

Siegerin wurde die US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis, die damit ihr zwölf Jahre altes Trauma endlich besiegte. 2006 in Turin war Jacobellis als Führende nach einer unnötigen Showeinlage am letzten Sprung gestürzt und hatte Gold verloren. Nun hat es die mittlerweile 36-Jährige also doch noch gepackt.

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Und sonst noch?

Erfreuliches gab es aus der Halfpipe zu berichten: Jan Scherrer und Pat Burgener legten jeweils überzeugende Runs hin und haben sich für den Final der besten zwölf Fahrer qualifiziert. Für David Hablützel ist das Turnier dagegen vorbei, der 25-Jährige scheiterte nach zwei eher schwachen Läufen. Und auch Berenice Wicki steht nach einem starken achten Platz in der Qualifikation im Final.

Zum Auftakt des Herren-Wettbewerbs kam es zum Aufeinandertreffen mit Norwegen und nach hartem Kampf musste sich der Schweizer Fünfer den favorisierten Skandinaviern mit 4:7 geschlagen geben.

Im erstmals ausgetragenen Big-Air-Contest der Ski Freestyler holte sich der Norweger Birk Ruud die Goldmedaille. Der 21-Jährige sprang die Konkurrenz dabei förmlich in Grund und Boden.

Zweiter wurde Colby Stevenson (USA) vor dem Schweden Henrik Harlaut. In den Finals war kein Schweizer Läufer vertreten.

In den Shorttrack-Vorrunden und bei der Entscheidung über 1.500 Meter bei den Herren waren keine Schweizer Athleten am Start. Auch bei der Nordischen Kombination und der enorm spannenden Entscheidung im "kleinen Wettkampf" von der Normalschanze und über die zehn Kilometer waren keine Schweizer Herren von der Partie. Der Deutsche Vinzenz Geiger siegte in einem dramatischen Finish.

Auch der Doppelsitzer-Bewerb der Herren in der Rodelbahn des Yanqing National Sliding Center ging ohne ein Schweizer Duo über die Bühne.

Dafür steht das Schweizer Quartett für den Super G der Damen am Freitag fest: Lara Gut-Behrami, Corinne Suter, Michelle Gisin und Jasmine Flury werden dann ins Rennen gehen. Flury setzte sich im internen Ausscheid Joana Hählen und Priska Nufer durch.

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