Vor dem Hintergrund der tragischen Corona-Krise war mit "The Masked Singer 2020" vielleicht ein wenig Unterhaltung notwendig. In der zweiten Folge der musikalischen Rateshow musste sich am Dienstagabend bereits der zweite Promi enttarnen.

Meine Meinung
von Bodo Klarsfeld

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Als die demaskierte Fledermaus am Ende eines langen Abends ihr Lied noch ein weiteres Mal vortragen sollte, ging so ziemlich alles daneben.

Am Dienstagabend ging die zweite Folge der zweiten Ausgabe der im Zeichen der Musik stehenden Rateshow "The Masked" Singer" über die Bühne – ob der Corona-Krise gänzlich ohne Zuseher im Studio. Nachdem in der ersten Ausgabe die als Dalmatiner verkleidete Stefanie Heinzmann das Feld räumen musste, ging es dieses Mal für die kostümierten Promis in drei Duellen und einem Dreikampf darum, die Zuseher mit ihrer Performance zu beeindrucken.

Diese konnten dann wieder nach jeder Begegnung ihren Sieger wählen (im Falle des Dreikampfes zwei Sieger), der damit automatisch in die nächste Runde gelangte. Die Verlierer mussten bis zum Ende der Sendung zittern.

Elton gesellt sich zur "Masked Singer"-Jury

Neben den fixen Jurymitgliedern Ruth Moschner und Rea Garvey durfte an diesem Dienstagabend auch Elton seinen Senf zu den Performances abgeben und sich dem illustren Plattitüden-Feuerwerk anschliessen.

Den Moderator gab einmal mehr Matthias Opdenhövel, der zu Beginn auf das globale Thema "Coronavirus" zu sprechen kam: "Wir brauchen doch alle ein bisschen Zerstreuung", so der Moderator, der damit nicht ganz falsch lag.

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Kakerlake gegen Faultier: Angelo Kelly versus Stefan Raab?

Gleich zu Beginn kam es zum Duell "Kakerlake vs. Faultier". Erstere blieb im ihrem Genre Hiphop treu und rappte sich einigermassen talentbefreit durch die Nummern "California Love" von Dr. Dre und 2Pac und "Hey Ya" von Outcast. "Hammer, Hammer, Hammer", kommentierte die stets Superlativ-affine Ruth Moschner, während Rea Garvey Angelo Kelly hinter der Kakerlake vermutete.

Ganz einen auf Rampensau machte dann das Faultier, das ein tadelloses "Kiss" von Prince hinlegte. Auch die Jury war begeistert. Dass man allerorts Stefan Raab hinter der Kostümierung vermutete, überraschte angesichts der guten faultier’schen Stimme ein wenig.

Elton, der seinen Ex-Chef eigentlich sofort erkennen müsste, war sich nicht ganz sicher, während Moschner den Auftritt des Faultiers "Hammer" und "geil" und insgeheim vermutlich sogar hammergeil fand. Garvey wähnte auch am Dienstagabend seinen Freund Sasha hinter dem Faultier, das übrigens die Runde für sich entscheiden konnte.

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"The Masked Singer:" Ein Dreikampf, zahlreiche Spekulationen

Nach so manch halblustigem Kalauer ging es mit dem Dreikampf "Chamäleon v. Göttin vs. Wuschel" in die Fortsetzung. Zunächst spielten dem Chamäleon bei der Interpretation des Lieds "Bella Ciao" die Stimmbänder so manchen Streich. Vielleicht auch ein Grund, weshalb Moschner erneut auf "Gesangswunder" Didi Hallervorden hinter der Kostümierung tippte.

Die Göttin wiederum versuchte sich in Conchitas "Rise like a Phoenix" – und machte dies gar nicht so schlecht. "Dahinter steckt übrigens ziemlich sicher Inka Bause", meinte jemand auf Twitter. Andere wiederum dachten, Judith Williams unter dem goldenen 35-Kilo-Kostüm erahnen zu können.

"Das ist keine Profisängerin", behauptete jedenfalls Rea Garvey. Dann der letzte Teilnehmer des Dreikampfs, der Wuschel. Er bewies mit der Nummer "Blinded by the Lights" von The Weeknd durchaus Gesangsexpertise. Moschner vermutete hinter dem Fellknäuel Entertainer Julien Bam, Garvey Schlagerbarden Ross Antony. Der Wuschel gewann den Dreikampf vor dem Chamäleon. Die Göttin musste auf Hilfe von oben hoffen.

Fledermaus fiepst Jacko, der Drache spuckt erstklassige Töne

Im dritten Duell traf die Fledermaus auf den Drachen. Erstere setzte auf ein "Michael Jackson"-Medley und geizte dabei nicht mit schiefen Tönen, was bei den Zusehern vor den TV-Geräten vermutlich die eine oder andere alte Impfstelle explodieren liess.

"Ich weiss es hundertprozentig. Das ist eine meiner besten Freundinnen. Das ist Franzi Knuppe", war sich Garvey sicher. Elton hatte "genau gar keine Ahnung", während Moschner Moderatorin Annett Möller ins Spiel brachte. Dann folgte der potthässliche, also wirklich exzellent kostümierte Drache.

Er interpretierte Soundgardens "Black Hole Sun” mit jeder Menge Gefühl und vielleicht einer Spur zu viel Pathos, stellte damit aber dennoch alle bisherigen Darbietungen in den Schatten. Dafür erntete er auch Standing Ovations seitens der Jury.

Einmal mehr geisterten die Namen Adel Tawil oder Gregor Meyle, der auch für Elton infrage kam, durch Twitter. Moschner glaubte noch immer, es würde sich beim Drachen, der auch weiterkam, um Ex-Gewichtheber Matthias Steiner handeln.

Moschner zu schwacher Leistung: "Hasi, das war so toll!"

Im letzten Duell des Abends stiegen der bebrillte Hase und der Roboter in den Ring. Der Hase versuchte mit "Dear Future Husband" von Meghan Trainor die Jury zu beeindrucken, scheiterte dabei aber kläglich. Ruth "Hasi, das war so toll!" Moschner war natürlich anderer Ansicht, während Elton Schauspielerin Martina Hill zwischen den Schlappohren wähnte.

Für den wohl interessantesten Auftritt des Abends – neben jenen vom Drachen – sorgte dann der Roboter. Er trällerte Adam Lamberts "Underneath" und bot mit seinem bekannt feinem Kostüm, einer angenehm reduzierten Choreografie sowie einer tadellosen Gesangsleistung eine mehr als passable Leistung.

"Ich weiss genau, wer’s ist", war sich Rea Garvey einmal mehr sicher. "Es ist Marta Jandová, Sängerin der Gruppe ‚Die Happy‘." Der Roboter war es auch, der das Duell für sich entschied.

Wer steckt hinter dem fiepsenden Flughund?

Dann stand die letzte Entscheidung des Abends an. Alles drehte sich nun darum, wer von den Verlierern weiterkommt und wer ausscheidet und sich enttarnen muss. Elton wollte vor allem wissen, wer sich hinter der Göttin verbergen würde. "Weil wir da alle unterschiedlicher Meinung waren."

Die Zuseher spielten da aber nicht mit und kickten die Fledermaus aus dem Format, die sich jetzt zeigen musste. Alle drei Jurymitglieder tippten auf Franziska Knuppe, und tatsächlich: Als die Maske der Fledermaus fiel, kam das blonde sympathische Model zum Vorschein.

Franzi Knuppe vermasselt letzten Auftritt völlig

"Bist du erleichtert?", wollte Opdenhövel von Knuppe wissen. "Ja. Auf der anderen Seite natürlich schade", antwortete das Model. Dass sie von ihrem guten Freund Rea Garvey rasch erkannt worden war, führte sie auch auf die sprechlastigen Songs zurück.

"Das ist wirklich auch das erste Mal, dass ich so singe. Und ich war so aufgeregt", gestand Knuppe. "Mega" fand sie hingegen, dass man hinter ihrem Kostüm zeitweise auch Lena Meyer-Landrut vermutete. Knuppe, die ihr Jackson-Medley am Ende noch einmal performen musste, setzte ihren finalen Auftritt völlig in den Sand.

Musste sie bereits in der ersten Zeile lachen, vergass sie gleich danach auch noch den Text, weshalb sie ihren Auftritt schon nach rund einer Minute mit den Worten "So, jetzt ist Schluss" lachend abbrach – und damit eigentlich für das Highlight des Abends sorgte. Man musste auch nur drei Stunden dafür ausharren.

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Teaserbild: © imago images/Future Image