• 21:50 Uhr: ➤ Biontech-Impfung für Kinder bekommt in den USA Notfallzulassung
  • 17:39 Uhr: Noch-Kanzleramtschef Braun hält 2G für "logische Steigerungsstufe"
  • 16:29 Uhr: Panne bei Auffrischimpfungen in Osnabrück - Kochsalzlösung gespritzt
  • 14:31 Uhr: Olympiasiegerin Vogel kritisiert Kimmich: Impfung ist "Bürgerpflicht"
  • 13:34 Uhr: Verkehrsministerium: Aufhebung der Maskenpflicht wäre kontraproduktiv
  • 11:42 Uhr: RKI meldet über 100.000 wahrscheinliche Impfdurchbrüche seit Februar
  • 10:19 Uhr: Charité-Forscher: "Wir sind in einer kritischen Phase der Pandemie"

Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

➤ Biontech-Impfung für Kinder bekommt in den USA Notfallzulassung

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat in den USA nun auch für den Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Notfallzulassung bekommen. Nachdem ein Beratergremium der FDA sich am Dienstag dafür ausgesprochen hatte, gewährte die US-Arzneimittelbehörde die Notfallzulassung am Freitag. Im Anschluss muss sich nun formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.

Damit kann die Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA nun - wie vom Weissen Haus bereits geplant - noch im November starten. Innerhalb der kommenden Tage sollen 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausgeliefert werden. Auch das nötige Zubehör, etwa kleinere Spritzen, soll direkt mit ausgeliefert werden. Der Impfstoff könne bis zu zehn Wochen bei normaler Kühlschranktemperatur gelagert werden, hiess es.

Der Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seinem US-Partner Pfizer ist in den USA bereits für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und für Erwachsene zugelassen. Die Wirkstoffe von Moderna sowie von Johnson & Johnson sind bislang nur für den Einsatz bei Erwachsenen zugelassen.

Auch in Europa haben Biontech und Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt, wie sie Mitte Oktober mitteilten. Demnach übermittelten sie der EU-Arzneimittelbehörde EMA die entsprechenden Daten. Eine Entscheidung der EMA ist vor Weihnachten anvisiert.

Eine klinische Studie zeigte nach Angaben von Biontech/Pfizer, dass der Impfstoff für Kinder dieser Altersgruppe «gut verträglich» sei und eine "starke Immunantwort" einen Monat nach der zweiten Dosis hervorrufe. Verglichen mit Erwachsenen und Jugendlichen wurde den Fünf- bis Elfjährigen eine deutlich geringere Dosis des Vakzins verabreicht. Den zweiten notwendigen Piks erhielten sie nach 21 Tagen. An der Studie nahmen .2268 Kinder in dem Alter teil.

Die weiteren Corona-News des Tages

Corona-Inzidenz in Italien wieder gestiegen

19:03 Uhr: In Italien ist die Corona-Inzidenz erneut gestiegen. Der Durchschnittswert für die zurückliegenden sieben Tage lag Stand Donnerstag bei landesweit 46 Corona-Fällen je 100.000 Einwohner, wie aus dem wöchentlichen Lagebericht des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom hervorging. In der Vorwoche gaben die Experten den Wert noch mit 34 Fällen an. Im Vergleich zu Donnerstag vor einer Woche stieg demnach auch der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensiv- und Krankenstationen.

Die Situation werde mit grösster Aufmerksamkeit überwacht, hiess es in dem Bericht weiter. Gesundheitsexperte und Ministeriumsberater Gianni Rezza mahnte in einem Video zum Gebrauch von Masken und zu Vorsicht. Am Freitag meldeten die Behörden 5.335 neue Corona-Fälle und etwas mehr als 30 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. In seiner Impfkampagne hat Italien bislang knapp 83 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.

Noch-Kanzleramtschef Braun hält 2G für "logische Steigerungsstufe"

17:39 Uhr: Angesichts einer immer schnelleren Corona-Ausbreitung in Deutschland wächst der Druck, wieder stärkere Schutzvorkehrungen zu treffen. Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte am Freitag bei RTL/ntv: "Zusätzliche Massnahmen sind erforderlich."

Das 3G-Modell mit Zugang zu Innenräumen nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) habe im Herbst gut getragen. Daher sei 2G - nur Zugang für Geimpfte und Genesene - nun "die logische Steigerungsstufe, um zu verhindern, dass es in den Krankenhäusern in einigen Regionen zu Überlastungen kommt". Ungeimpfte müssten daher weiter damit rechnen, dass es im Winter Einschränkungen gebe. In Sachsen denkt die Landesregierung angesichts hoher Infektionszahlen über eine mögliche Ausweitung des 2G-Modells nach, wie das Sozialministerium mitteilte (siehe Eintrag von 14:02 Uhr).

Bundesweit stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen laut Robert-Koch-Institut (RKI) weiter auf 139,2 - nach 130,2 am Vortag und 95,1 vor einer Woche (siehe Eintrag von 10:43 Uhr). Die regionale Spanne reicht von 65,3 im Saarland bis 288,9 in Thüringen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stieg laut RKI auf 3,31 (Mittwoch: 3,07).

Einen bundesweiten Wert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, gibt es nicht. Der bisherige Höchstwert lag um Weihnachten bei rund 15,5.

Panne bei Auffrischimpfungen in Osnabrück - Kochsalzlösung gespritzt

16:29 Uhr: Bei Corona-Auffrischungsimpfungen in Osnabrücker Senioreneinrichtungen hat es eine Panne gegeben. Versehentlich sei sechs Personen statt dem Biontech-Impfstoff eine Kochsalzlösung gespritzt worden, teilte die Stadt am Freitag mit. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

Insgesamt waren in zwei Einrichtungen - einem Haus für betreutes Wohnen und einer Tagespflegeeinrichtung - 42 Menschen geimpft worden. Bei der routinemässigen Kontrolle fiel im Nachgang auf, dass mehr Impfstoff übrig war, als eigentlich da sein sollte. Nun soll bei allen Geimpften nach 14 Tagen ein Antikörpertest vorgenommen werden. Diejenigen, bei denen kein Impfschutz festgestellt wird, sollen dann sofort eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Das Versehen erklärte die Stadt damit, dass die Fläschchen, die den Biontech-Impfstoff enthalten, vor den Impfungen mit einer Kochsalzlösung aufgefüllt werden müssen. Danach werden die Spritzen aufgezogen. Nach den Impfungen war jedoch ein noch nicht angebrochenes Fläschchen aufgefallen. Daher müsse beim Abfüllen der Kochsalzlösung versehentlich ein Fläschchen aufgefüllt worden sein, das bereits benutzt war und keinen Impfstoff mehr enthielt.

Slowakei ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiet

16:02 Uhr: Mit der Slowakei stuft die Bundesregierung ab Sonntag ein weiteres EU-Land als Corona-Hochrisikogebiet ein. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Litauen, Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt.

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Gestrichen werden am Sonntag Israel und die Palästinensischen Gebiete.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

EU schickt Ärzte und Ausrüstung wegen Corona-Notlage nach Rumänien

15:07 Uhr: Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Notlage in Rumänien hat die EU-Kommission zusätzliche Ärzte und medizinische Ausrüstung in das südosteuropäische Land geschickt. Zwei medizinische Teams aus Dänemark und Polen seien diese Woche in Bukarest eingetroffen, um die rumänischen Ärzte bei der Behandlung der steigenden Zahl von Corona-Patienten zu unterstützen, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit.

Zudem seien 350 Sauerstoffkonzentratoren, mehr als 20.000 Dosen mit Antikörpern, 500.000 Antigentests sowie weiteres medizinisches Gerät nach Rumänien geliefert worden. "Die EU ist nach wie vor entschlossen, Rumänien und anderen Ländern in Not jede erforderliche Hilfe zukommen zu lassen", teilte der für humanitäre Hilfe und Krisenschutz zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic mit.

Rumäniens Gesundheitswesen wird mit der Versorgung der steil steigenden Anzahl von COVID-19-Patienten kaum noch fertig. Dutzende schwer kranker Patienten wurden bereits in Nachbarländer gebracht, weil es in den Intensivstationen keinen Platz mehr gibt. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen stieg zuletzt über 1.000 pro 100.000 Einwohner und blieb eine der höchsten in der EU. Nur knapp ein Drittel der Rumänen ist laut der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC) vollständig geimpft.

Kommission kritisiert in Zwischenbericht Schwedens Umgang mit Corona: zu spät reagiert

14:35 Uhr: Eine Kommission zum Umgang Schwedens mit der Corona-Pandemie hat den schwedischen Behörden vorgeworfen, zu langsam auf den Ausbruch der Pandemie reagiert zu haben. "Die in der Frühphase der Pandemie ergriffenen Massnahmen konnten ihre Ausbreitung im Land nicht stoppen oder gar wesentlich begrenzen", heisst es in einem am Freitag vorgestellten Zwischenbericht.

Während die meisten europäischen Länder im Frühjahr 2020 mit starken Beschränkungen bis hin zum Lockdown versuchten, die Verbreitung des Corona-Virus zu bremsen, hatte Schweden auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung gesetzt. Ob das ein vernünftiger Weg war, will die Kommission erst in ihrem Abschlussbericht im Februar 2022 bewerten. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Infektionsausbreitung im März 2020 deutlich dramatischer war, als aus den von den Behörden in Echtzeit vorgelegten Daten hervorgeht, heisst es im Zwischenbericht.

Die Kommission kritisierte zudem das anfängliche Zögern bei der Infektionsverfolgung. "Die Kommission ist der Auffassung, dass (...) die späte Infektionsverfolgung die Bekämpfung der Pandemie erschwert hat", heisst es. Auch mit dem Testen habe man viel zu spät begonnen. Man könne es nur als eine Havarie bezeichnen, dass eine Diskussion um Verantwortung und Finanzierung dazu beigetragen habe, dass bis zum Ende der ersten Welle kein gross angelegtes Testen stattfand.

Als weiteres Hindernis sieht die Kommission, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für strengere Massnahmen nicht früher geschaffen wurden. "Schon während der ersten Welle hätte klar sein müssen, dass die Instrumente des Gesetzes unzureichend waren."

Erst während der zweiten und dritten Welle führten die Regierung und die Behörden neue und strengere Massnahmen ein, die sie während der ersten Welle abgelehnt oder ausdrücklich unterlassen hatten. Dazu zählten Einschränkungen für Restaurants, Familienquarantäne, Massnahmen zur Vermeidung von Menschenmassen im Einzelhandel und Empfehlungen zum Tragen von Masken im öffentlichen Verkehr. Diese Kehrtwende habe in der Bevölkerung vermutlich für Verwirrung gesorgt.

Im Laufe der Pandemie haben sich rund 1,2 Millionen Menschen in Schweden mit dem Corona-Virus angesteckt, rund 15.000 starben. Schweden hat etwas mehr als 10 Millionen Einwohner.

Olympiasiegerin Vogel kritisiert Kimmich: Impfung ist "Bürgerpflicht"

14:31 Uhr: Die querschnittsgelähmte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel betrachtet das Impfen gegen das Coronavirus als "Bürgerpflicht" und wünscht sich, dass alle Menschen dies auch so verstünden. Dies sagte die 30 Jahre alte Erfurterin in einem Interview des "Spiegel" (Bezahlschranke) und kritisierte zugleich die Rolle von Fussball-Nationalspieler Joshua Kimmich in der Impf-Debatte.

"Zunächst einmal war ich erschrocken, weil ich fest davon ausgegangen war, dass er längst geimpft ist. Denn 99 Prozent der Athleten, die ich kenne, sind inzwischen geimpft. Ich fand Kimmichs Bekenntnis schwierig, weil er als Fussballer eine Vorbildfunktion hat", sagte die Doppel-Olympiasiegerin und elffache Weltmeisterin, deren sportliche Karriere, im Sommer 2018 mit einem schweren Sturz ein tragisches Ende fand.

Kimmich hatte seine Haltung mit Bedenken begründet, "was fehlende Langzeitstudien" angeht. "Nun gibt es womöglich junge Leute, die seine Äusserungen unkritisch übernehmen und sagen: Der Joshua macht das nicht, also mache ich das auch nicht", fürchtet Vogel. Sie sei "überzeugt davon, dass wir nur durch das Impfen unser altes Leben zurückbekommen", fügte sie hinzu.

In der ganzen Debatte komme ihr folgendes zu kurz: "Wir machen so viel Mist mit unserem Körper: rauchen, trinken, stopfen so viel Müll in uns rein, Fleisch für einen Euro das Kilo, ich übertreibe jetzt bewusst mal. Sobald es aber um die Impfung geht, da sorgen sich plötzlich viele um ihre Gesundheit. Das steht in keinem Verhältnis."

Jedoch erklärte sie, Kimmich habe Mut bewiesen. "Es wird ja oft kritisiert, dass wir nur so geleckte Athleten haben, die nie mal Kante zeigen, keine Meinungen vertreten. Dazu zählt er nicht." Er hätte sich nur besser ein anderes Thema aussuchen sollen, "denn an diesem hängen nun mal Menschenleben und Existenzen", sagte Vogel, die in Anfang der Woche ein Studium an der Trainerakademie in Köln begonnen hat.

Sachsens Landesregierung erwägt Ausweitung von 2G - Beratungen über Eckpunkte von neuer Corona-Verordnung

14:02 Uhr: Nach stark steigenden Corona-Zahlen erwägt die sächsische Landesregierung eine Ausweitung des 2G-Modells. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, wird das Kabinett am kommenden Dienstag Eckpunkte einer neuen Schutzverordnung beraten. "Dazu wird auch das Thema 2G gehören", sagte Sprecherin Juliane Morgenroth. Hintergrund sei die starke Dynamik bei den Infektionszahlen und der Bettenbelegung, aber auch Warnungen aus der Wissenschaft und von Krankenhäusern. "Dies nehmen wir sehr ernst." Zuvor werde sich die Staatsregierung nochmals mit Experten und Vertretern gesellschaftlicher Gruppierungen austauschen.

Über die mögliche Ausweitung von 2G (geimpft oder genesen) hatte am Freitag zuerst die "Leipziger Volkszeitung" berichtet. Dem Blatt zufolge könnte das 2G-Modell für einen Grossteil des öffentlichen Lebens verpflichtend werden. Ungeimpften wäre dann künftig nur der Einkauf und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen möglich, hiess es. In der Regierung werde auch diskutiert, ob zudem der Einzelhandel das 2G-Modell anwenden müsse – Waren des täglichen Bedarfs ausgenommen. Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am Mittwoch gesagt: "2G ist jetzt ein zwingendes Muss."

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes vom Freitag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen den Wert von 253,9. Bundesweit lag der Wert am Freitag bei 139,2. Sachsen hat nach Thüringen (288,9) die zweithöchste Inzidenz in Deutschland.

Verkehrsministerium: Aufhebung der Maskenpflicht wäre kontraproduktiv

13:34 Uhr: Das Bundesverkehrsministerium hat sich für eine Beibehaltung der Corona-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Fernverkehr ausgesprochen. Das Ministerium erklärte am Freitag in Berlin: "Angesichts der aktuell steigenden Inzidenzzahlen wäre eine Aufhebung der Maskenpflicht im ÖPNV oder Schienenpersonenfernverkehr völlig kontraproduktiv. Nachdem Züge und Busse monatelang weitgehend leer waren, fassen die Fahrgäste gerade langsam wieder Vertrauen in öffentliche Verkehrsmittel. Dieses Vertrauen darf jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden."

Das Ministerium reagierte damit auf Aussagen des DB-Regio-Chefs Jörg Sandvoss (siehe 12:18 Uhr). Er hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Akzeptanz der Masken sei extrem hoch. "Deswegen ist für uns wichtig, wenn die pandemische Lage jetzt ausläuft, dass es zumindest Regelungen gibt, dass wir im ÖPNV in der Wintersaison, bis Ostern, die Maskenpflicht aufrechterhalten." Momentan trage die Maske "definitiv zum Sicherheitsgefühl bei".

Das Bundesverkehrsministerium erklärte, die im Frühjahr 2020 gemeinsam von Bund, Ländern, Fachverbänden und Experten beschlossenen Hygiene- und Sicherheitsmassnahmen im öffentlichen Verkehr hätten sich bewährt. "Doch natürlich werden wir die Entwicklung der epidemischen Lage aber permanent im Blick behalten, um zu gegebenem Zeitpunkt die Vorsichtsmassnahmen anpassen zu können."

Zwei Drittel der Deutschen gegen Corona geimpft

13:29 Uhr: Die Impfquote in Deutschland erreicht die Zwei-Drittel-Marke: Nach den am Freitag veröffentlichten Daten des Robert-Koch-Instituts sind inzwischen 66,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Allein am Vortag wurden den Angaben zufolge rund 232.000 Impfdosen verabreicht; darunter waren auch etwa 107.000 Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen Tagen hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wiederholt für das sogenannte Boostern geworben (siehe auch 8:40 Uhr).

Beim aktuellen Stand der COVID-19-Impfungen gibt es weiterhin erhebliche regionale Unterschiede: Während in Bremen 78,1 Prozent der Menschen über einen vollständigen Impfschutz verfügen, sind es in Sachsen 56,6 Prozent. Unterdessen sind bundesweit auch schon 41,2 Prozent der 12- bis 17-Jährigen gegen Corona geimpft. Für jüngere Kinder wurde bislang noch kein Impfstoff zugelassen.

Eine Mitarbeiterin nimmt im Test- und Impfzentrum der Hochschule Mittweida einen Probenabstrich bei einem Besucher des Testzentrums.

SPD fordert mehr Tempo bei Booster-Impfungen

13:04 Uhr: Die SPD fordert mehr Tempo bei den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus. Es sei offenkundig, "dass wir zu langsam sind", sagte die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar der Nachrichtenagentur AFP am Freitag in Berlin. Ende April 2021 seien knapp sechs Millionen Bürger zweimal geimpft gewesen. Das bedeute, dass diese nun ein halbes Jahr später eine Auffrischungsimpfung bekommen sollten.

"Statt dieser sechs Millionen zählen wir aber erst 1,9 Millionen Menschen mit Booster-Impfung", kritisierte Dittmar. "Das reicht nicht, um gut über den Winter zu kommen". Bund und Länder sowie die niedergelassenen Ärzte - müssten "jetzt nochmal alles daran setzen, Patienten und Bürger aufzuklären und dafür sorgen, dass die Auffrischungen umgehend erfolgen, da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt".

Auch die Zahl der Neuinfektionen sei sehr hoch, fügte Dittmar hinzu. "Wir appellieren daher auch noch einmal grundsätzlich an die Unentschlossenen, sich impfen zu lassen." Wer sich jetzt nicht schnell impfen lasse, laufe Gefahr zu erkranken. "Corona und Long-COVID gilt es zu verhindern."

Maskenpflicht im Nahverkehr wohl noch bis Ostern

12:18 Uhr: DB-Regio-Chef Jörg Sandvoss hofft in der Wintersaison auf weiter bestehende Maskenregelungen im öffentlichen Nahverkehr. "Die Masken werden konsequent getragen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur auf einem ÖPNV-Branchentreffen in Frankfurt am Main.

Im Sommer 2020 habe es in Grossstädten noch ein grösseres Problem mit Maskenverweigerern gegeben. "Das ist weg. Die Akzeptanz der Masken ist extrem hoch. Deswegen ist für uns wichtig, wenn die pandemische Lage jetzt ausläuft, dass es zumindest Regelungen gibt, dass wir im ÖPNV in der Wintersaison, bis Ostern, die Maskenpflicht aufrechterhalten." Momentan trage die Maske "definitiv zum Sicherheitsgefühl bei".

RKI meldet über 100.000 wahrscheinliche Impfdurchbrüche seit Februar

11:42 Uhr: Von Anfang Februar bis Ende voriger Woche hat das Robert-Koch-Institut (RKI) 117.763 wahrscheinliche Impfdurchbrüche registriert - also SARS-CoV-2-Infektionen mit COVID-19-Symptomen. In diesem Zeitraum wurden 55 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie aus dem RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend hervorgeht. Demnach starben insgesamt 1076 Menschen mit Impfdurchbrüchen, 782 von ihnen waren mindestens 80 Jahre alt. "Das spiegelt das generell höhere Sterberisiko - unabhängig von der Wirksamkeit der Impfstoffe - für diese Altersgruppe wider", heisst es in dem Bericht.

Der Anteil der Impfdurchbrüche an allen COVID-19-Fällen zeige, "dass nur ein geringer Anteil der hospitalisierten, auf Intensivstation betreuten bzw. verstorbenen COVID-19-Fälle als Impfdurchbruch zu bewerten ist". Das RKI nennt die Zunahme von Durchbruchinfektionen im Laufe der Zeit "erwartbar": Immer mehr Menschen seien geimpft, das Virus breite sich wieder vermehrt aus. "Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen."

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Anfang Oktober ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen ausgeweitet. Sie richtet sich an Menschen ab 70, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Bewohner von Pflegeheimen, Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten. Auch Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben, können ihren Schutz mit einer Dosis mRNA-Impfstoff verbessern. Die Impfverordnung sieht die Möglichkeit zur Auffrischung aber grundsätzlich für alle vor, für die es zugelassene Impfstoffe gibt.

Leif Erik Sander leitet die Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impftstoff-Forschung an der Berliner Charité.

RKI registriert 24.668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 139,2

10:43 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter: Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 139,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 130,2 gelegen, vor einer Woche bei 95,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 24.668 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 8:52 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 19.572 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 121 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 116 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.559.120 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 3,31 an (Mittwoch: 3,07). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen grosser regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 4.257.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.606.

Charité-Forscher: "Wir sind in einer kritischen Phase der Pandemie"

10:19 Uhr: Wegen der sich verschlechternden Corona-Lage in Deutschland ruft der Impfstoffforscher Leif Sander zu einer Ausweitung von Corona-Auffrischimpfungen auf. "Allen impfbereiten Menschen eine dritte Impfung ein halbes Jahr nach der Zweitimpfung anzubieten, hätte auch einen dämpfenden Effekt auf die Virusverbreitung in der Bevölkerung", sagte der Charité-Wissenschaftler der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir bräuchten jetzt sechs bis acht Wochen lang eine grosse Kampagne wie zu Beginn des Jahres, mit Impfzentren und mobilen Impfteams." Dadurch könnten womöglich zusätzlich auch einige Ungeimpfte doch noch erreicht werden. Der Appell zur Auffrischung müsse von Ärzten und der Politik kommen und solle sich insbesondere an Menschen ab 60 richten.

"Ich sehe den Herbst und Winter mit grosser Sorge", sagte Sander. "Wir sind in einer kritischen Phase der Pandemie." Die Impfkampagne stagniere viel zu früh, wichtige Teile der Bevölkerung seien noch nicht geimpft, darunter auch viele ältere Menschen mit höherem Risiko für schwere und tödliche Verläufe. Hinzu kämen eine nachlassende Immunität bei älteren Geimpften, die viel ansteckendere Delta-Variante und ein stark überbeanspruchtes Gesundheitssystem.

Nach bisherigem Wissensstand könne die Gabe von insgesamt drei Impfstoffdosen den besten Schutz vor SARS-CoV-2 aufbauen, erläuterte Sander. Ein solches Schema sei auch von anderen Impfungen bekannt.

Trotz der Argumente für eine Auffrischung: "Wir sprechen immer noch über fantastische Impfstoffe", sagte Sander. Schweren und tödlichen Verläufen könne damit sehr gut vorgebeugt werden. Dass es zu Ansteckungen bei Geimpften komme, sei nicht überraschend. "Das Problem ist, dass wir zu viele Ungeimpfte in der Bevölkerung haben. Dadurch kann es für das Gesundheitssystem kritisch werden, wenn der Schutz von Geimpften nachlässt und diese wieder mehr zum Infektionsgeschehen beitragen."

Long und Post COVID: Der Unterschied und typische Symptome

Viele COVID-Patienten sind auch nach einer Infektion noch immer nicht sie selber. Wann man von Long - und wann von Post COVID spricht. Vorschaubild: picture alliance

Umfrage: Immer mehr Deutsche sorgen sich wegen Corona-Infektionen

10:15 Uhr: Eine wachsende Zahl der Deutschen sieht laut ZDF-"Politbarometer" seine Gesundheit wegen eines deutlichen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen gefährdet. Waren es Anfang Oktober 31 Prozent, so sind es inzwischen 47 Prozent. Das ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-"Politbarometer". 51 Prozent sehen keine Gefahr.

Eine klare Mehrheit von 59 Prozent der Befragten hält die geltenden Corona-Massnahmen für "gerade richtig". Das ist ein Minus von fünf Prozentpunkten im Vergleich zu Anfang Oktober. 18 Prozent (minus drei Prozentpunkte) halten sie für übertrieben und 20 Prozent (plus sieben) plädieren für härtere Massnahmen.

Für den Fall weiter stark steigender Corona-Infektionen plädieren 32 Prozent wieder für stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens für alle Menschen, 43 Prozent wollen diese dann nur für Nicht-Geimpfte und 22 Prozent sind auch in diesem Fall generell gegen stärkere Einschränkungen.

Für eine Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen und in der Pflege sprechen sich inzwischen 72 Prozent der Befragten aus, im Juli waren es 60 Prozent. 26 Prozent sind dagegen. Eine Impfpflicht für die Beschäftigten in Schulen und Kitas unterstützen 64 Prozent (Juli: 55 Prozent), 34 Prozent sind dagegen.

Spahn ruft eindringlich zu Auffrischungsimpfungen auf

08:40 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus geworben. Empfohlen sei das für Menschen über 60 Jahren, sagte Spahn am Freitagmorgen im rbb-Inforadio. Seiner Meinung nach sollten die Bundesländer diese Menschen auch nochmal schriftlich einladen. Dafür wolle er nächste Woche bei der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau werben.

Empfohlen werde eine Auffrischimpfung aber auch für Menschen, die pflegebedürftig seien oder bestimmte Vorerkrankungen hätten, die im Gesundheitswesen arbeiteten oder mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft worden seien. Für alle anderen sei es aber auch möglich. "Wir haben Impfstoff mehr als genug", sagte Spahn. Er hatte sich am Donnerstag selbst erneut impfen lassen.

Auf die Nachfrage, dass es mittlerweile wieder Alarmrufe aus Krankenhäusern gebe (siehe 06:35 Uhr) und ob er die Sorge teile, sagte Spahn: Dass die Zahlen steigen, sei erwartet worden für Herbst und Winter. "Wichtig ist jetzt, dass wir die Belastung in den Intensivstationen in den Krankenhäusern nicht zu stark steigen lassen. Dass wir wieder vorsichtiger, achtsamer miteinander sind."

Dazu gehöre das Boostern, also das Auffrischen von Impfungen. "Dazu gehören Schutzkonzepte für die besonders Verwundbaren, das sind die Pflegeeinrichtungen", sagte Spahn. Er werbe bei den Bundesländern sehr dafür, dass alle wieder Testkonzepte für Pflegeeinrichtungen verpflichtend machten - übrigens dann auch für Geimpfte, denn sie arbeiteten mit besonders Verwundbaren.

Intensivmediziner warnt: Wegen Corona werden wieder OPs abgesagt werden müssen

06:35 Uhr: Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung, Gernot Marx, erwartet in diesem Winter ähnliche Corona-Zustände wie vor einem Jahr. "Wir erwarten keinen Winter, der sich gross von den letzten zwei erlebten unterscheidet", sagte Marx den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Er gehe diesmal jedoch davon aus, dass alle Patientinnen und Patienten vollumfänglich versorgt werden können. Dazu müssten jedoch wieder Operationen abgesagt und auch Pflegepersonal aus anderen Bereichen abgezogen werden.

Im Moment folge die Intensivbettenbelegung "wieder sehr klar der Inzidenz", sagte Marx weiter. "Im Unterschied zu den vorangegangenen Pandemiewellen braucht es in diesem Herbst aber eine höhere Inzidenz, bis die Intensivbetten vergleichbar stark belegt sind – weil viele Menschen bereits geimpft sind." Auch die reduzierte Zahl der Intensivbetten sei ein Grund für seine Sorgen.

Eine zehnprozentige Steigerung der Impfquoten führe zu einer erheblich verringerten Intensivbettenbelegung. Die Impfquote sei "der Schlüssel für das Ende der Pandemie", betonte er.

Am Vortag hatte bereits der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gass, gegenüber dem RND vor überlasteten Kliniken gewarnt. Zum Höhepunkt der Pandemie im Januar 2021 wurden mehr als 5700 Corona-Erkrankte intensivmedizinisch behandelt. Derzeit liegen nach Zahlen aus dem Intensivregister fast 1800 Menschen auf der Intensivstation und knapp 4300 Patienten auf der Normalstation.

Zuletzt stieg die die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stark an. Am Donnerstagmorgen lag sie laut Robert-Koch-Institut bei 130,2 pro 100.000 Einwohner, vor einer Woche bei 85,6.

Virologe Streeck: "Wir gehen erneut sehr unvorbereitet in Herbst und Winter"

06:03 Uhr: Deutschland ist aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck unzureichend für die nächsten Pandemiemonate gewappnet. "Wir gehen leider erneut sehr unvorbereitet in Herbst und Winter", sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur.

"Entspannt sehe ich das nicht: Die Kapazitäten auf Intensivstationen sind reduziert, wir können gegebenenfalls auch wieder mit einer Grippewelle rechnen, wir haben keine gute Erfassung des Infektionsgeschehens, aber wieder eine höhere Mobilität." Mit dem breiten Angebot kostenloser Schnelltests habe es ein gutes Standbein zum Erkennen von Infektionen gegeben, betonte Streeck. Nun darauf zu verzichten, halte er für falsch.

VfB sagt Danke: Einladungen an Krankenhaus-Personal

05:56 Uhr: Fussball-Bundesligist VfB Stuttgart lädt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sechs Krankenhäusern und Pflege-Einrichtungen in der Region zu einem seiner kommenden Heimspiele ein. Damit bedankt sich der VfB für "unermüdlichen Einsatz" während der Corona-Pandemie.

"Für all die Hilfe in schwierigen Stunden. Für jedes offene Ohr, für jede helfende Hand. Danke für den Zusammenhalt und das unermüdliche Engagement im Kampf gegen Corona", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger.

Alle Corona-Meldungen vom 28. Oktober finden Sie hier

Mehr zum Themenkomplex Coronavirus:

Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.

Nach 19 Monaten Corona-Abschottung: Australien öffnet Grenzen

Australien wird ab Montag seine Grenzen für internationale Reisen öffnen. Dies gab Premierminister Scott Morrison am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Das Land hatte im März 2020 wegen der Corona-Pandemie strikte Reisebeschränkungen verhängt.