• Am 28. Spieltag der 2. Bundesliga setzt Eintracht Braunschweig im Derby beim VfL Osnabrück ein Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt und tauscht mit dem VfL die Plätze. Osnabrück rutscht auf den Relegationsrang ab.
  • Schlusslicht Würzburg trotzt dem Club im fränkischen Derby ein Unentschieden ab.
  • Heidenheim erhält sich durch den Sieg in Hannover seine Chance, ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

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Im Kampf um den Klassenerhalt feiert Eintracht Braunschweig einen klaren Sieg im Niedersachsen-Derby beim VfL Osnabrück. Die Lila-Weissen rutschen durch das 0:4 auf den Relegationsrang ab, den die Braunschweiger verlassen. Zuletzt war der Deutsche Meister von 1967 drei Mal nacheinander sieglos geblieben.

Der starke Suleiman Abdullahi schoss Braunschweig in der elften Minute in Führung. Martin Kobylanski, der den ersten Treffer sehenswert vorbereitet hatte, traf kurz nach der Pause per Foulelfmeter zum 2:0 (51.), ehe erneut Abdullahi erfolgreich war (55.). Beim vierten Braunschweiger Tor durch Kobylanski patzte VfL-Torwart Philipp Kühn (66.).

Die Samstagsspiele Tabellenführer Bochum kassiert klare Schlappe

Kein Sieger im Abstiegs-Derby in Franken

Schlusslicht Würzburg verkürzt durch sein 1:1 im Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg, den Deutschen Meister von 1968, seinen Rückstand auf Osnabrück und den Relegationsplatz auf sechs Punkte.

Der Nürnberger Erik Schuranow profitierte schon in der fünften Minute von einem Patzer der Gastgeber und köpfte zur Führung ein. Der erst 19 Jahre alte Stürmer bejubelte sein zweites Saisontor. Weil der FCN danach aber das zweite Tor verpasste, konnten die Kickers in der Schlussphase durch Lars Dietz ebenfalls per Kopf ausgleichen (78.).

Unmittelbar vor dem Ausgleich hätte womöglich nicht Würzburg, sondern Nürnberg ein Freistoss zugesprochen werden müssen. Allerdings hatten die nun seit vier Spielen ungeschlagenen Gäste im ersten Durchgang Glück, dass Verteidiger Lukas Mühl nach einem Foul nicht wegen einer Notbremse vom Platz flog, sondern nur die Gelbe Karte sah.

Der 1. FC Heidenheim schielt erneut auf die Relegation

Zum Relegationsrang Richtung Bundesliga fehlen dem 1. FC Heidenheim nach seinem 3:1 bei Hannover 96 nur noch fünf Punkte. Bereits im Vorjahr hatte Heidenheim die Zweitligasaison als Dritter abgeschlossen, um dann nach zwei Unentschieden an Werder Bremen zu scheitern. Allerdings hat Fürth, das derzeit auf Platz drei der Tabelle rangiert, durch die Absage seiner Partie gegen den SV Sandhausen eine Begenung weniger bestritten.

Hannover ist jetzt seit sieben Spielen sieglos. Die Niedersachsen hatten allerdings auch Pech. In der ersten Halbzeit hätten sie in Führung gehen müssen. Beim Stand von 1:1 wurde ein Tor von Genki Haraguchi nach dem Einsatz des Videobeweises auf umstrittene Weise wieder annulliert (61.).

Die Gäste waren deutlich effektiver und trafen durch einen 30-Meter-Schuss von Marnon Busch (43. Minute) sowie einen Doppelschlag von Robert Leipertz (75.) und Stefan Schimmer (79.). Von den vielen 96-Chancen nutzte Florent Muslija nur eine zum 1:1 (51.).

Überlagert wurde das Spiel dadurch, dass ein Corona-Schnelltest bei einem Hannover-Spieler am Vortag "kein eindeutig auswertbares Ergebnis" ergab. Der Club sagte das Abschlusstraining ab und schickte die komplette Mannschaft vorübergehend in Quarantäne. Erst als alle PCR-Tests am Samstag negativ ausfielen, konnte das Spiel stattfinden.

Mit Material der dpa
Robert Lewandowski, Rafal Gikiewicz, FC Bayern München, FC Augsburg, Bundesliga, 34. Spieltag, 2021
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