• Nach der Länderspielpause ist vor einer Serie von sechs englischen Wochen in Folge.
  • Und ausgerechnet jetzt hat sich das Dortmunder Lazarett schon wieder auf zehn Spieler vergrössert.

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Die wichtigste Nachricht zuerst: Jude Bellingham hat sich bei dem heftigen Tritt, den er im Spiel gegen Deutschland einstecken musste, nicht verletzt. Zumindest dürfte nicht mehr zurückbleiben als ein blauer Fleck und ein paar Schrammen. Bellingham kam also mit dem Schrecken und den paar kleineren Blessuren davon.

Nico Schlotterbeck hatte Bellingham Mitte der zweiten Halbzeit derart heftig aufs Schienbein getreten, dass man aus Dortmunder Sicht tatsächlich Schlimmstes befürchten musste. Und es hätte nicht einer gewissen Tragik entbehrt, wenn ausgerechnet ein Dortmunder einen anderen Dortmunder aus Versehen in den Krankenstand getreten hätte.

Der hat sich bei der Borussia im Laufe der letzten Wochen nämlich auch ohne diesen möglichen innerbetrieblichen Schaden schon wieder so markant vergrössert, dass Trainer Edin Terzic vor den anstehenden Wochen mit 13 Spielen in nur 42 Tagen bis zum Start der Weltmeisterschaft ohnehin schon einige veritable Probleme haben dürfte.

Zehn BVB-Spieler verletzt oder angeschlagen

Die Borussia musste für die letzte Länderspielpause vor dem grossen Turnier im November und Dezember zwar "nur" neun Spieler abstellen und davon auch lediglich sieben Akteure, die auch eindeutig zum Kreis der Profimannschaft zu zählen sind. Und das Gros - neben Bellingham und Schlotterbeck "überstanden" auch Niklas Süle, Gio Reyna, Thorgan Hazard und Thomas Meunier die letzten Tage ohne Verletzung - kehrte wohlbehalten wieder nach Dortmund zurück. Aber so ganz ohne den fast schon traditionellen Kollateralschaden ging auch Abstellungsperiode nicht zu Ende.

Youssoufa Moukoko meldete sich Anfang der Woche von der deutschen U-21-Nationalmannschaft abmelden. Offenbar handelt es sich bei Moukokos Verletzung um eine Stauchung der Wirbelsäule, offiziell bestätigt sind diese Informationen aber nicht. Tatsächlich offiziell vergrössert sich das Dortmunder Lazarett damit aber auf zehn Spieler.

Für die nächsten Wochen fallen Kapitän Marco Reus nach seinem im Derby gegen Schalke erlittenen Aussenbandriss im Sprunggelenk, Mo Dahoud, Jamie Bynoe-Gittens (beide nach einer Schulter-OP), Mateu Morey (Meniskusschaden) und der erkrankte Sebastien Haller definitiv aus.

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Sechs englische Wochen stehen an

Dazu kommen drei Spieler, die sich schon im Vorfeld der Länderspiele von ihren jeweiligen Nationalmannschaften abmeldeten: Julian Brandt musste für Deutschland wegen eines grippalen Infekts passen, Raphael Guerreiro und Salih Özcan sagten Portugal und der Türkei ab. Guerreiro wegen einer Muskelverletzung, Özcan plagt offenbar ein Knochenödem.

Ein Einsatz des Trios schon am kommenden Wochenende beim Spiel gegen den 1. FC Köln ist fraglich. Ebenso wie die Rückkehr von Torhüter Gregor Kobel. Der fehlt wegen eines Muskelfaserrisses schon seit drei Wochen, soll aber jetzt wieder ins Training einsteigen.

Es bleibt wenig Zeit bis zur nächsten Aufgabe in Köln, von da an stehen für den BVB sechs englische Wochen in Folge an. Und dann kommt auch schon die WM, an der eine zweistellige Zahl an Dortmunder Profis teilnehmen könnte. Die Belastung bis zur Winterpause wird also enorm. Umso wichtiger wäre die Rückkehr einiger Spieler in den kommenden Tagen und Wochen. Und natürlich keine neuen Verletzten.

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