Mit ein paar Sätzen auf Deutsch führt sich der französische Rekordeinkauf Lucas Hernández beim FC Bayern München ein. Der Kritik an der Transferpolitik des FC Bayern München begegnet Karl-Heinz Rummenigge mit einem Versprechen.

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Rekordeinkauf Lucas Hernández hat sich mit ein paar ersten Sätzen in deutscher Sprache beim FC Bayern vorgestellt. "Servus. Ich bin Lucas. Ich bin glücklich, hier zu sein. Ich freue mich auf eine gute Saison mit dem FC Bayern. Also: Pack ma's!", sagte der 23 Jahre alte französische Weltmeister am Montag bei seiner Präsentation in der Münchner Allianz Arena.

Der Abwehrspieler, der von Atlético Madrid kam und einen Vertrag bis 2024 unterschrieben hat, will zeigen, "dass die 80 Millionen Euro gut investiert sind".

Nach einer Knie-Operation wartet Hernández aktuell noch auf grünes Licht der Ärzte, um ins Training mit dem Team einsteigen zu können.

Karl-Heinz Rummenigge verlangt Geduld

Im Zuge der Vorstellung des bislang teuersten Einkaufs des FC Bayern München nahm dessen Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummeingge auch zur lauter werdenden Kritik an der Transferpolitik des Vereins Stellung.

"Ich habe Verständnis dafür, dass Ungeduld herrscht. Aber ich bin in keinster Weise nervös. Wir werden am Ende des Tages eine Mannschaft haben, die sehr wettbewerbsfähig sein wird. Unsere Ziele werden nicht geringer werden. Wir werden bis 2. September noch einige Transfers tätigen", sagte Rummenigge zum Trainingsstart am Montag.

Noch habe es europaweit "keinen grossen Transfer gegeben. Es muss ein Dominostein fallen. Darauf warten alle", führte der Bayern-Boss aus und fügte an: "Wir sind in Position und haben ausreichend Geduld."

Schon oft habe der FC Bayern mit Erfolg "sehr späte Transfers" wie die von Javi Martinez, Xabi Alonso oder Arjen Robben getätigt. Und ohnehin sei der Klub in der Defensive schon jetzt "top aufgestellt".

Bisher hat der FC Bayern die Weltmeister Hernández (für 80 Millionen Euro Ablöse von Atlético Madrid) und Benjamin Pavard (für 35 Millionen Euro Ablöse vom VfB Stuttgart) sowie Sturmtalent Jann-Fiete Arp (für drei Millionen Euro Ablöse vom Hamburger SV) verpflichtet.

Leroy Sané muss sich bewegen

Bei Wunschspieler Leroy Sané von Manchester City hat Rummenigge die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Er wollte sich im Urlaub Gedanken über seine Zukunft machen, das hat er gemacht. Jetzt müssen wir abwarten, ob sich was bewegt."

Definitiv suche der FC Bayern noch Spieler für die Aussenbahn wie Sané oder Ousmane Dembélé (FC Barcelona).

Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) und Timo Werner von RB Leipzig sind angeblich erst für die Saison 2020/21 eingeplant.

Laut dem Sportmagazin "kicker" sollen die Bayern auch über U21-Nationalspieler Benjamin Henrichs nachdenken, der defensiv flexibel einsetzbar ist. Der frühere Leverkusener steht seit Sommer 2018 bei der AS Monaco unter Vertrag. Die "Bild"-Zeitung bringt zudem Steven Bergwijn von der PSV Eindhoven ins Gespräch.

Jerome Boateng und Renato Sanches vor dem Absprung

Offen ist weiterhin die Zukunft von Jerome Boateng, den die Bayern abgeben wollen. Für den Ex-Weltmeister liegt angeblich aber kein Angebot vor. Man müsse abwarten, "wie sich die Dinge entwickeln", sagte Rummenigge. "Er muss sich positionieren".

Beim abwanderungswilligen Renato Sanches warten die Bayern angesichts des dünn besetzten Kaders noch ab. (hau/AFP/dpa)

Arjen Robbens Karriereende bewegt die Mitspieler der Bayern-Legende

Arjen Robben hat sich schweren Herzens entschlossen, nach fast 20 Jahren die Bühne des Profifussballs zu verlassen. Die längste Zeit - ein ganzes Jahrzehnt - verbrachte der Flügelflitzer beim FC Bayern München. Nicht nur aus dessen Reihen kommen aufrichtiger Dank und die besten Wünsche für Robben dessen Zukunft betreffend. © DAZN
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