• Matthijs de Ligt erklärt in einem Interview die Unterschiede zwischen dem FC Bayern München und seinem Ex-Verein Juventus Turin.
  • Der Innenverteidiger berichtet ausserdem über seine anfänglichen Trainingsrückstände und bewertet seine Einsatzzeit positiv.

Mehr aktuelle News zum FC Bayern finden Sie hier

Er ist nach München gekommen, um die Champions League zu gewinnen. Matthijs de Ligt hat seinen Wechsel von Juventus Turin zum FC Bayern mit den höheren Ambitionen begründet.

"Für mich war das im Bezug auf das Team noch einmal ein Schritt nach oben", sagt der Innenverteidiger im Interview mit der niederländischen Rundfunkanstalt NOS. "Juventus ist ein sehr gutes Team. Aber ich denke, Bayern hat den Kader und den Ehrgeiz, um die Champions League zu gewinnen. Ich hatte das Gefühl, dass dies bei Juve etwas weniger der Fall war."

In Turin dürften solche Aussagen nicht sonderlich gut ankommen. Juventus ist ein stolzer Verein, der 36-mal die Meisterschaft gewann und somit italienischer Rekordmeister ist. Zweimal gewann Turin den Europapokal der Landesmeister beziehungsweise die Champions League. Der letzte Triumph im Europapokal liegt allerdings lange zurück und ereignete sich im Jahre 1996.

Offenbar hatte de Ligt nicht das Gefühl, dass sich daran so schnell etwas ändern würde. Vielmehr stellte er nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo im Sommer 2021 einen Neuaufbau fest. "Ich hatte eine tolle Zeit und habe es wirklich genossen. Aber ich hatte das Gefühl, dass es Zeit für eine neue Herausforderung war", berichtet de Ligt.

Bereits 2019 gab es Kontakte zum FC Bayern

Der Innenverteidiger entsprang der Nachwuchsakademie von Ajax Amsterdam, entwickelte sich dort zum Top-Spieler und wechselte im Sommer 2019 für eine Ablöse von rund 75 Millionen Euro nach Turin. Bereits damals soll auch der FC Bayern Interesse signalisiert haben.

Zu einem Wechsel sei es damals nicht gekommen, weil der deutsche Rekordmeister bereits eine andere Investition in die Abwehr tätigte. "Lucas Hernandez wurde in dem damaligen Sommer verpflichtet. Ich habe mir aber immer gedacht, dass das ein sehr schöner Club ist", sagt de Ligt.

Drei Jahre später kam der Wechsel in die Bundesliga zustande. Der 23-Jährige wechselte Ende Juli für eine Ablöse von rund 67 Millionen Euro nach München und hatte zunächst Anpassungsprobleme, befindet sich aber nun (trotz der sportlichen Misere des FC Bayern) in einer ansteigenden Form.

"Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Ich habe die ersten drei Spiele kaum gespielt, weil ich mit einem Trainingsrückstand gekommen bin. Das war genau das, was sie mir in der ersten Woche auch gesagt hatten", erklärt der Abwehrspieler. "Von den letzten acht Spielen habe ich sechs gespielt. Ich bin also mit meiner Spielzeit und damit, wie die ersten zwei Monate verlaufen sind, sehr zufrieden."

De Ligt erklärt die "Bayern DNA"

Der FC Bayern hatte ihn verpflichtet, um einen Lautsprecher und Führungsspieler für die Abwehr zu bekommen. Der Niederländer ist sich dieser Rolle bewusst. Privat sei er zwar laut eigener Aussage ein zurückhaltender Mensch. "Auf dem Platz ist es hingegen so, dass ich versuche, so viel wie möglich zu kommunizieren, um Stabilität zu geben", verriet er im Interview mit "fcbayern.com."

Die Philosophie des Vereins habe er bereits verinnerlicht: "Für mich bedeutet die DNA des FC Bayern Disziplin, harte Arbeit und Siege. Diese drei zentralen Werte sehe ich, wenn ich mir den FC Bayern auf dem Platz anschaue. Ausserhalb des Spielfelds steht der Club für eine grosse Familie, Tradition und soziale Verantwortung."

Verwendete Quellen:

  • NOS: De Ligt na transfer hoopvol over Oranje: "Bayern dichter bij filosofie Van Gaal"
  • fcbayern.com: Matthijs de Ligt: "Ich schätze die Art, wie der FC Bayern Fussball sieht"
Interessiert Sie, wie unsere Redaktion arbeitet? In unserer Rubrik "So arbeitet die Redaktion" finden Sie unter anderem Informationen dazu, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte kommen. Unsere Berichterstattung findet in Übereinstimmung mit der Journalism Trust Initiative statt.

Gosens verwundert über Bayern-Krise: "In der CL gehen sie ab wie Schmitz' Katze"

Nationalspieler Robin Gosens ist über die jüngste Bayern-Krise in der Bundesliga überrascht. Noch vor wenigen Wochen hätten die Bayern in der Champions League "sein" Inter Mailand "überrumpelt und überrannt", berichtete Gosens. "Da gingen sie ab wie Schmitz' Katze." Bei der Ankunft der Nationalmannschaft in Frankfurt sprach auch Frankfurt-Keeper Kevin Trapp über die Auswirkungen der FCB-Flaute auf die DFB-Elf. Diese trifft am Freitag im Spitzenspiel der Nations League, Gruppe 2, auf Ungarn.