In Thomas Müller brodelt es noch immer. Auch nach seiner Wutrede nach der 0:3-Niederlage seiner Bayern bei Leverkusen hat er offenbar immer noch Gesprächsbedarf und wählt auch in den sozialen Medien deutliche Worte.

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Selbst mit etwas Abstand hat Bayern Münchens Thomas Müller die Niederlage im Bundesliga-Gipfeltreffen bei Bayer Leverkusen nicht verarbeitet.

Das klare 0:3 am Samstagabend sei für den Rekordmeister "ein absoluter Alptraum", schrieb der Nationalspieler am Sonntagabend auf Instagram und versah diesen Kommentar mit zwei Ausrufezeichen.

Müller (34), der schon unmittelbar nach dem Abpfiff mit deutlichen Worten die Einstellung der Spieler des FC Bayern kritisiert hatte, will im Duell um die deutsche Meisterschaft aber nicht aufgeben. "Der Kampf um den Titel ist noch nicht vorbei. Aber zuerst müssen wir unsere Sachen richtig machen", schrieb Müller. Dafür sei das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League an diesem Mittwoch bei Lazio Rom "die nächste Chance".

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Hamann: "Bayern machen Einzelsport in der Gruppe"

Und auch Didi Hamann übt weiter harte Kritik am deutschen Rekordmeister: "Bei Bayern hast du das Gefühl, dass immer nur der läuft, der den Ball hat", grantelte der frühere Münchner Profi am Sonntagabend beim Fussballtalk Sky90. "Die Bayern machen momentan Einzelsport in der Gruppe. Und so spielen sie schon seit Wochen und Monaten." Nach der Niederlage in Leverkusen beträgt der Rückstand des Rekordmeisters auf Spitzenreiter Leverkusen bereits fünf Punkte.

Während Hamann an Tuchels Taktik wenig auszusetzen hatte, kritisierte er die Personalpolitik des Trainers umso härter. "Wenn ein Kimmich fit ist, dann hat er zu spielen - bei aller Liebe zu Pavlovic. In so einem Spiel brauchst du die besten und erfahrensten Leute", meinte Hamann. Tuchel hatte den 19 Jahre alten Aleksandar Pavlovic neben Leon Goretzka starten lassen und Nationalspieler Joshua Kimmich erst nach einer Stunde Spielzeit eingewechselt.

Tuchel habe Führungsspieler wie den gegen Leverkusen nicht eingesetzten Innenverteidiger Matthijs de Ligt, Kimmich oder Goretzka in den letzten Wochen und Monaten "demontiert", bemängelte Hamann. "Da brauchst du dich nicht wundern, wenn du in so einem Spiel keine Führung hast."

Die Chancen auf den zwölften Meistertitel in Serie schätzt der frühere Nationalspieler entsprechend gering ein: "Im Moment spricht nichts für die Bayern, muss man ganz klar sagen", meinte Hamann. (dpa/ska)

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