Der FC Bayern München baut zum Saisonende verstärkt die jungen Talente ein. Zwei Spieler gaben am vergangenen Wochenende ihr Bundesligadebüt, drei unterschrieben in dieser Woche einen Profivertrag. Wir verraten, was man über die Nachwuchshoffnungen wissen muss.

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Der FC Bayern München setzt verstärkt auf den Nachwuchs. Der 19-jährige Lovro Zvonarek hatte am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg bereits seinen vierten Bundesliga-Einsatz, stand allerdings zum ersten Mal in der Startelf und schoss direkt ein Tor.

Die beiden 18-jährigen Matteo Vinlöf und Jonathan Asp Jensen wurden später eingewechselt und gaben dadurch ihr Bundesliga-Debüt. "Wir freuen uns sehr über die Debüts von Matteo und Jonny". sagte Halil Altintop, Sportlicher Leiter am FC Bayern Campus und selbst ein ehemaliger Profi. "Beide haben sich diesen Einsatz aufgrund ihrer harten Arbeit im Training und ihren Leistungen in den Spielen verdient."

Junge Talente sollen auch perspektivisch eine wichtige Rolle in München spielen. Zvonarek und der 17-jährige Aussenbahnspieler Adam Aznou unterzeichneten in dieser Woche einen Profivertrag bis zum Sommer 2027. Der 18-jährige Mittelfeldspieler Noel Aseko Nkili erhielt einen Kontrakt bis zum Sommer 2026.

Lovro Zvonarek: Ein Spielertyp wie Weltfussballer Luka Modric?

Bayern-Trainer Thomas Tuchel lobte den jungen Kroaten nach dem Spiel gegen Wolfsburg nicht nur wegen seines Treffers: "Lovro ist ein feiner Kerl, er kommt immer mit einem Strahlen auf den Platz. Er arbeitet fleissig und hat sich diesen Einsatz verdient. Wir hatten viele Ausfälle, er hat seine Chancen genutzt und es super gemacht."

FC Bayern: Drei Youngster erhalten Profiverträge

Erst der erste Startelf-Einsatz inklusive Premierentor, jetzt ein neuer Vertrag: Der FC Bayern hat Talent Lovro Zvonarek mit einem Profivertrag bis 2027 ausgestattet. Auch die Nachwuchsspieler Noel Aseko Nkili und Adam Aznou erhielten Profi-Arbeitspapiere beim Rekordmeister.

Der offensive Mittelfeldspieler bringt trotz seines jungen Alters bereits ordentlich Erfahrung mit. Als 16-Jähriger debütierte er für Slaven Belupo Koprivnica in der 1. kroatischen Liga. In 22 Spielen verbuchte er vier Tore und zwei Vorlagen. Im April und Mai 2022 führte er die Mannschaft in fünf Spielen sogar als Kapitän auf das Feld, danach erfolgte der Wechsel nach München.

Sein ehemaliger Vereinstrainer Tomislav Stipic sagte gegenüber der "Bild": "Er hat die Fähigkeit der neue Luka Modric zu werden."

Matteo Perez Vinlöf: Das Vorbild ist Marcelo

Der Linksverteidiger ist im Januar 2022 aus dem Nachwuchs vom schwedischen Verein Hammarby IF an den Bayern-Campus gewechselt. Der 18-Jährige war in dieser Saison Stammspieler der 2. Mannschaft in der Regionalliga Bayern, ehe er nun am vergangenen Wochenende sein Bundesliga-Debüt gab. Er gilt als technisch starker und trotzdem robuster Abwehrspieler.

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Über sein Vorbild sagte er im Interview mit "fcbayern.com": "Marcelo hat mich immer beeindruckt. In seiner Zeit bei Real Madrid war er für mich ein aussergewöhnlich guter Spieler. Ich selbst versuche, die Position des Aussenverteidigers offensiv zu interpretieren. Ich möchte aber nicht einen speziellen Spielstil kopieren, sondern vielmehr mir selbst treu bleiben."

Jonathan Asp Jensen: Ein Kandidat für die Weltmeisterschaft 2026?

Der Däne war vor rund zwei Jahren vom FC Midtjylland nach München gewechselt und hat sich seitdem gut entwickelt. Der 18-jährige Mittelfeldspieler wurde in dieser Saison sowohl in der U19-Bundesliga wie auch in der Regionalliga Bayern bei der 2. Mannschaft eingesetzt. Er gilt als technisch versierter Mittelfeldspieler und soll spielerische Ähnlichkeiten zum drei Wochen älteren Paul Wanner haben, der in dieser Saison an die EV Elversberg in die 2. Liga verliehen wurde.

Der dänische TV-Experte Jonas Hebo Goldmann, der für den Sender "TV 2 SPORT" arbeitet, sieht in Jensen einen Kandidaten für die Fussball-Weltmeisterschaft 2026. "Er ist ein Spieler, der eine grossartige Technik mit beiden Füssen hat", schrieb er auf der Webseite des Senders.

"Natürlich wird es sehr schwer sein, den Durchbruch zu schaffen, aber mit dem Potenzial, das Bayern München in ihm sieht, und mit seinen Leistungen in der Jugend-Nationalmannschaft wird es spannend sein zu verfolgen, was passiert, wenn er an Erfahrung gewinnt, denn das Potenzial scheint wirklich gross zu sein."

Adam Aznou: Ausgebildet beim FC Barcelona

Der 17-Jährige kann auf der linken Aussenbahn offensiv wie auch defensiv eingesetzt werden. Der marokkanische U23-Nationalspieler wurde in Barcelona geboren und vom FC Barcelona ausgebildet, ehe er im Sommer 2023 in die Nachwuchsabteilung des FC Bayern München wechselte.

Er wurde in dieser Saison sowohl in der U19-Bundesliga wie auch in der Regionalliga beim FC Bayern II eingesetzt. Anfang des Jahres stand er sogar bei fünf Bundesligaspielen im Kader, blieb allerdings auf der Ersatzbank. "Ich möchte 100 Prozent auf dem Spielfeld geben. Ich bin noch jung, aber hungrig", sagt er.

Noel Aseko Nkili: Vertrag trotz Verletzungspech

Der gebürtige Berliner wurde zunächst bei Hertha BSC ausgebildet und wechselte im Sommer 2022 zum FC Bayern. Er war in dieser Saison sehr verletzungsgeplagt, erlitt zuerst eine Sprunggelenksverletzung und laboriert nun an einer Meniskusverletzung. Dadurch kam er in dieser Saison in der 2. Mannschaft in der Regionalliga Bayern erst neunmal zum Einsatz.

Dafür nahm er genauso wie Aznou und Zvonarek im Winter am Trainingslager der Profis teil. Nun möchte er viel von seinen berühmten Mitspielern lernen: "Ich werde mir auf jeden Fall viel abschauen, damit ich mich weiterentwickeln kann."

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