Die Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel ist entschieden. Zum dritten Mal in seiner Karriere hat der Italiener Dominik Paris das Rennen gewonnen. Der deutsche Skirennfahrer Josef Ferstl sichert sich einen starken siebten Platz.

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Dominik Paris hat die Hahnenkammabfahrt 2019 in Kitzbühel für sich entschieden. Bei teils schweren Bedingungen mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht zeigte er seine Klasse und holte den schon dritten Sieg auf der bekanntesten Abfahrt der Welt.

Der Südtiroler verwies Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz um zwei Zehntelsekunden und Otmar Striedinger aus Österreich (+0,37 Sekunden) auf die weiteren Plätze.

Paris zog mit seinem dritten Sieg auf der berühmt-berüchtigten "Streif" mit Ski-Legenden wie Karl Schranz und Pirmin Zurbriggen gleich. Nur Didier Cuche (5) und Franz Klammer (4) haben den Abfahrtsklassiker öfter gewonnen als der 29-jährige Südtiroler.

Josef Ferstl setzt Zeichen für Deutschland

Josef Ferstl setzte ein Jahr nach dem Triumph von Thomas Dressen auf der Streif das nächste Ausrufezeichen für Deutschland. Der 30-Jährige aus Hammer, Sohn des zweimaligen Kitzbühel-Siegers Sepp Ferstl, fuhr auf den starken siebten Platz.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Fahrt, das war ganz okay. Wenn man mir gesagt hätte: Top 10 - das hätte ich sofort unterschrieben", sagte Ferstl, der sein bestes Karriere-Ergebnis in der Abfahrt einstellte.

"Entscheidend war die Traverse, die bin ich mit ziemlich viel Mut und Risiko gefahren - das ist aufgegangen", sagte er. Ferstl lag nach 3312 Metern 1,10 Sekunden hinter Paris.

Vorjahressieger Dressen war wegen seines Kreuzbandrisses nur als Zuschauer dabei. "Ich finde, der Beppi ist super gefahren, ich freue mich brutal für ihn", sagte er im ZDF über Teamkollege Ferstl.

Wie Dressen verzichtete auch Olympiasieger Aksel Lund Svindal auf einen Start. Grund dafür waren Knieprobleme des Norwegers.

Deutsches Team geht selbstbewusst in die weiteren Rennen

Eine starke Fahrt gelang neben Ferstl auch seinem Teamkollegen Dominik Schwaiger, der im oberen Teil der Strecke wegrutschte und nur knapp einen Ausfall vermied, am Ende aber noch 17. wurde.

So schnell wie er fuhr auf dem Schlussteil der Strecke mit der berüchtigten Traverse nur Striedinger. Manuel Schmid als dritter Deutscher sammelte auf Platz 28 ebenfalls Weltcup-Punkte.

Das in diesem Winter verletzungsgebeutelte deutsche Team geht nun selbstbewusst in die weiteren Rennen am Wochenende, allen voran Ferstl.

Vor dem Super-G, der nach einer wetterbedingten Planänderung am Sonntag ansteht, meinte er: "Ich glaube, ich bin in der Form, dass ich echt vorne mitfahren kann." Am Samstag steht der Slalom an. (dpa/afp/thp)

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