"Alles oder nichts." So lautet das offizielle Motto der diesjährigen "Promi Big Brother"-Staffel. Davon ist bislang noch relativ wenig zu sehen. Lediglich Steffen von der Beeck und Sarah Kern zeigen echten Trash-TV-Einsatz. So war Tag 2 im "Big Brother"-Haus.

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Was hat man sich nicht schon alles ausgedacht bei "Promi Big Brother", um die Teilnehmer durch zwei Bereiche voneinander zu trennen: Keller, Kanal, Himmel, oben und unten - alles schön eindeutig, damit auch der intellektuell Schwächste kapiert, dass es in dem einen Bereich ein bisschen doller ist als im anderen.

In diesem Jahr entschied man sich für "Alles oder Nichts", denn das klingt nach einem würdigen Motto für ein Trash-Format. Da schwingt die volle Wucht des Schicksals mit. Verlieren oder gewinnen, du oder ich, tot oder lebendig.

Und die Promis im Container versuchen sich an Tag 2 tatsächlich an dieses Motto zu halten - mit unterschiedlichem Erfolg.

Sex-Talk bei "Promi Big Brother"

Was hat denn die GNTM-Kandidatin im Big-Brother-Haus nur vor?


Der Jens Hilbert zum Beispiel gibt tatsächlich alles. Doch beim ersten Spiel, bei dem die Promis barfuss auf Eisblöcken ausharren müssen, schwächelt der selbstgekrönte Enthaarungskönig:

"Ich hab' plötzlich Schweissausbruch gehabt und Schwindelgefühl" - ein Gefühl, das dem regelmässigen "Big Brother"-Gucker nicht unbekannt ist.

Die meisten anderen Promis sind da aber aus ganz anderem Eis geschnitzt und wollen einfach nicht von ihren Blöcken steigen.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde muss Moderator Jochen Bendel das Spiel deshalb abbrechen: "Ich muss euch aus gesundheitlichen Gründen aus dem Spiel nehmen, denn sonst schadet ihr euch selber", erklärt Bendel und man weiss für einen Moment nicht, ob er nun die Promis oder die Zuschauer meint.

Also versucht der Enthaarungs-Jens im Anschluss ein wenig Kompensation zu betreiben und stösst ein Gespräch über die Geschichte seiner sexuellen Präferenzen an: "Es ist nicht so, dass ich mich quälen musste, mit Frauen Sex zu haben oder so. Jetzt, wo ich Männer ausprobiert habe, wäre es eher eine Qual. Ich bin nicht bi oder so, aber wenn's drauf ankommt, liefern wir." Knick knack.

kDanke, Jens, das geht schon alles ein bisschen in Richtung Trash-Qualitätssiegel, aber da ist noch Luft.

Eloy de Jong spricht über toten Sohn

Hereinspaziert! Das Kuriositätenkabinett "Promi Big Brother" hat wieder geöffnet.


Die lässt aber gleich mal der Boyband-Boy Eloy de Jong raus, als er vom Tod seines Sohnes erzählt, was Moderator Jochen Schropp tatsächlich zu der Aussage verleitet: "Das ist auch 'Promi Big Brother' für mich. Nicht immer nur Spass, Sex und knallharte Duelle, sondern eben auch tiefgründige Sachen."

Das lässt sich der Willi Herren natürlich nicht zweimal sagen. Also schlägt er vor den anderen sein Tagebuch auf und stellt retrospektiv fest: "Ich hab' höher gepisst, als ich konnte."

Wie auch immer das gehen soll - was der Willi sagen will, ist, dass er sich früher ganz gerne mal die Nase gepudert und damit sich und seine Karriere ziemlich ramponiert hat.

"Den Willi will ich einfach nur in den Arm nehmen", erklärt Schropp gerührt, als Willi Herren seinen Läuterungsprozess tränenreich Revue passieren lässt.

Das ehrt den Jochen Schropp, aber die Willi-Herren-Story kann man auch in den "Bild"-Jahrgängen 2006 bis 2017 in jedem Detail nachlesen. Hier ist immer noch Promi-Trash!

Der Einzige, der sich an Tag 2 an die Benimm-Regeln hält, ist Steffen von der Beeck. Der Medienberater weiss, worauf es ankommt und zettelt zumindest einen Mini-Streit mit Sarah Kern an.

Sarah Kern: "Der ist extrem untervögelt"

Von der Beeck nennt Sarah Kern doch tatsächlich einen "Shopping-Sender-Star", was der Kern auf den Magen schlägt: "Ich bin kein Shopping-Sender-Star. Ich war ein viel grösserer Star, bevor ich im Shopping-Sender gearbeitet habe."

Ganz offenbar gibt es da Nuancen, die es zu berücksichtigen gilt. Derart missverstanden macht Sarah Kern dann neben von der Beeck ("Der ist ja extrem untervögelt, bestimmt.") auch gleich noch die deutsche Sprache als ihren Feind aus: "Es kam so ein bisschen disrespektlich rüber."

"Alles oder Nichts" wurde den Zuschauern versprochen, weder alles noch nichts haben sie bekommen.

Bislang ist "Promi Big Brother" auf der nach oben offenen Désirée-Nick-Eskalationsskala lediglich eine lauwarme 0,5 und ähnelt einem Flusspferd auf einer Schaukel: Sieht extrem merkwürdig aus und kommt nur schwer in Schwung.