• 11:21 Uhr: ➤ Schneller lockern? Dafür sieht Lauterbach "überhaupt keine Spielräume"
  • 06:22 Uhr: RKI registriert mehr als 210.000 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter leicht
  • 02:00 Uhr: Mehr als fünf Millionen Kinder erlebten nahe Corona-Todesfälle
  • 00:21 Uhr: Leiter des Krisenstabs: Corona-Impfziel wird erst im April erreicht

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➤ Schneller lockern? Dafür sieht Lauterbach "überhaupt keine Spielräume"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält auch nach der angepeilten Lockerung von Corona-Beschränkungen weiterhin Schutzvorkehrungen für nötig. "Wir müssen vorsichtig sein, dass wir nicht glauben, die Pandemie sei vorbei", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Auch wenn der Scheitelpunkt der Omikron-Welle erreicht sei, könnten die Fallzahlen angesichts des ansteckenderen Untertyps BA.2 möglicherweise wieder steigen. Der Minister appellierte erneut an alle Bundesländer, für eine Beschleunigung der beschlossenen Öffnungsschritte gebe es "überhaupt keine Spielräume".

Nach einem Drei-Stufen-Plan von Bund und Ländern sollen die meisten tief gehenden Beschränkungen zum 20. März fallen. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Massnahmen läuft am 19. März aus - ein Basisschutz jedoch weiter möglich bleiben.

Dafür wird eine neue bundesweite Rechtsgrundlage angestrebt. Lauterbach betonte, dafür müsse es ein "substanzhaltiges Gesetz" geben, er vertrete hierbei eine vorsichtige Position. Nötig seien auch Regelungen für mögliche Massnahmen, um bei regionalen Ausbrüchen schnell zu reagieren.

Lauterbach wandte sich ausdrücklich dagegen, einen "Freedom Day" mit dem Wegfall aller Massnahmen zu erwarten. Er gehe davon aus, dass sich das Virus von einem "Freedom Day, den wir feiern würden, in keiner Weise beeindrucken lässt".

Dies vermittelte also Sicherheit, die es aber nicht gebe. Der Minister bekräftigte, dass weite Öffnungen wie in anderen Staaten hierzulande wegen vieler Ungeimpfter bei den Über-60-Jährigen kein Vorbild seien. "Deutschland muss einen Sonderweg gehen, weil wir eine Sondersituation haben."

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, schloss sich den Worten von Lauterbach an. Wieler sieht Deutschland aktuell im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf einem guten Weg, mahnt aber weiter zur Vorsicht.

"Wir müssen die Situation weiterhin wirklich ernst nehmen", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Zwar gingen zuletzt die Fallzahlen stetig zurück, was eine gute Nachricht sei. Dennoch blieben sie auf sehr hohem Niveau, so der RKI-Chef.

Zudem stiegen entgegen dem Trend in der Gruppe der älteren Menschen die Fallzahlen und auch die Hospitalisierungs-Inzidenzen teils deutlich. "Auch bei den Todesfällen sehen wir zurzeit keinen Rückgang. Im Gegenteil: In den letzten beiden Wochen sind die Zahlen sogar wieder etwas angestiegen, auch wenn wir unter dem Niveau der Delta-Welle bleiben", so der RKI-Chef.

Wieler unterstrich erneut den grossen Nutzen von Impfungen und Auffrischungsimpfungen. "Wir sind auf einem guten Weg, aber wir müssen noch einige Wochen weiter aufeinander aufpassen und uns impfen lassen." Eine Impfung und Auffrischimpfung helfe auch stark gegen Long-COVID.

Mit Blick auf den in Deutschland neu verfügbaren Novavax-Impfstoff sagte Wieler: "Ich hoffe, dass dieser Impfstoff ein Anreiz für viele Unentschlossene ist, sich doch noch impfen zu lassen, und dass es gelingt, die Impfquote weiter zu steigern."

Der RKI-Chef wies darauf hin, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) inzwischen für gefährdete Menschen eine zweite Auffrischungsimpfung empfehle – frühestens drei Monate nach der ersten "Booster"-Impfung und mit einem mRNA-Impfstoff. Auch für Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen sei die zweite Auffrischungsimpfung frühestens sechs Monate nach der ersten empfohlen.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Berlin will bei Veranstaltungen über Beschlusslage hinausgehen

17:28 Uhr: Der Berliner Senat will bei seiner Sitzung am Dienstag die Abschaffung der festen Personenobergrenze für Grossveranstaltungen im Innenbereich beschliessen. Künftig dürften damit grundsätzlich 60 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft werden, ohne die von Bund und Ländern beschlossene Grenze von maximal 6.000 Menschen, wie die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet.

Eigentlich hatten Bund und Länder am 16. Februar vereinbart, dass bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent die Grenze von 6.000 Menschen nicht überschritten werden darf. Wenn der Senat diese neue Regel am Dienstag beschliesst, tritt sie voraussichtlich ab dem 4. März in Kraft.

Corona-Kommission übt Kritik an Schwedens Sonderweg

16:29 Uhr: Schweden hat mit zu wenigen Massnahmen und zu spät auf die Corona-Krise reagiert - zu diesem Schluss kommt die zur Analyse des schwedischen Sonderwegs eingesetzte Corona-Kommission. Das skandinavische Land hätte schon zu Pandemiebeginn im Februar und März 2020 kräftigere und einschränkendere Massnahmen ergreifen sollen, schrieb die Kommission in ihrem am Freitag veröffentlichten Abschlussbericht. Zugleich betrachtete sie den Weg der Freiwilligkeit als generell richtig.

Mangels eines Plans zum Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen hätten strengere Massnahmen damals Zeit für Analysen geschaffen, hiess es in dem Bericht. Unter anderem hätte man ein vorübergehendes Einreiseverbot früher einführen und mehr Betriebe in der Frühphase der Pandemie schliessen sollen. Auch für Rückreisende aus dem Winterurlaub hätten damals strengere Verhaltensregeln gelten sollen. Die Kommunikation der Empfehlungen von Regierungs- und Behördenseite hätte an vielen Stellen besser sein können.

Hongkong: Heftiger Corona-Ausbruch erreicht nun auch die Gefängnisse

15:07 Uhr: Die Corona-Lage in Hongkong verschlechtert sich weiter. In den Gefängnissen der chinesischen Sonderverwaltungszone hätten sich mittlerweile mehr als 200 Insassen mit dem Coronavirus infiziert, teilten Vertreter der Strafvollzugsbehörde am Freitag mit. Für kommende Woche sei mit weiteren Fällen zu rechnen. In Hongkongs Gefängnissen sitzen derzeit mehr als 7.200 Häftlinge ein, unter ihnen sind auch zahlreiche politische Aktivisten und Teilnehmer pro-demokratischer Proteste.

Bis Donnerstag wurden den Behörden zufolge 202 Corona-Infektionen bei Häftlingen bestätigt, zudem gab es 135 Verdachtsfälle. Damit hat sich die Fallzahl in Hongkongs Gefängnissen binnen einer Woche mehr als verzwanzigfacht. Auch beim Gefängnispersonal wurden Infektionsherde ausgemacht.

Bereits Anfang des Monats waren die Besuche in Gefängnissen ausgesetzt worden. Ein Gefängnis wurde in eine Isolations-Haftanstalt für infizierte Häftlinge umgewandelt.

Novavax-Impfungen in Deutschland vor dem Start

14:28 Uhr: In Deutschland steht der Start der Corona-Impfungen mit dem Präparat von Novavax bevor. In mehreren Ländern wie Hamburg oder dem Saarland sind die Impfungen bereits von diesem Samstag an möglich, zum Teil auch ohne Termin, wie die Gesundheitsbehörden beider Länder am Freitag mitteilten. In den meisten anderen Ländern sollen die Novavax-Impfungen in der nächsten Woche beginnen.

Die ersten Lieferungen des Präparats waren am Donnerstag bei der Bundeswehr im niedersächsischen Quakenbrück angekommen, am Freitag begann die Auslieferung an die Länder. Angeboten werden soll das Mittel vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für jene sein könnte, die die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna skeptisch sehen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren.

Das Mittel mit dem Namen Nuvaxovid ist den Angaben zufolge für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfehle zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen, hiess es. Das Präparat sei für eine Grundimmunisierung geeignet, aber bisher nicht für Auffrischungsimpfungen zugelassen.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Regierung streicht erneut zahlreiche Länder von Corona-Risikoliste

14:17 Uhr: Die Bundesregierung streicht an diesem Sonntag erneut fast 40 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete, darunter EU-Staaten wie unter anderen Italien, Polen und Belgien. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mit.

Für Reisende, die aus Ländern kommen, die nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft werden, erleichtert sich die Rückkehr nach Deutschland. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wird kein Land.

Die von der Hochrisikoliste gestrichenen EU-Länder im Einzelnen: Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Polen, Schweden, Ungarn. Ausserdem folgende Überseegebiete Frankreichs: Guadeloupe, St. Barthélemy, St. Martin sowie folgende Überseegebiete der Niederlande: Aruba, Bonaire, Curaçao, St. Eustatius, Saba, St. Martin.

Zudem werden von der Risikoliste folgende Länder gestrichen: Albanien, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bangladesch, Belize, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Ecuador, Grenada, Guyana, Irak, Kolumbien, Kosovo, Madagaskar, Montenegro, Nordmazedonien, Panama, Peru, Philippinen, Moldau, St. Lucia, San Marino, Serbien, Seychellen, Suriname und die Ukraine.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft - also in der Regel zwei Mal - oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Die Bundesregierung plant Erleichterungen bei den Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer. Eine am vergangenen Mittwoch geplante Befassung mit den neuen Regeln im Bundeskabinett hatte sich allerdings wegen regierungsinterner Beratungen verschoben.

Das Gesundheitsministerium hatte erklärt, es sei dennoch weiterhin vorgesehen, dass die Neuregelungen zum 4. März greifen. So sollen Länder künftig nur noch als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen bei der Rückkehr eingestuft werden, wenn dort Varianten mit "stärker krankmachenden Eigenschaften" grassieren als die hier dominierende Omikron-Variante.

Für Kinder unter zwölf Jahren soll es nach den geplanten neuen Regeln möglich werden, sich nach Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer sonst anstehenden Quarantäne freizutesten. Generell soll für Einreisen aus allen Ländern weiterhin die 3G-Regel gelten: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Skispringerin Seyfarth positiv auf Coronavirus getestet

12:56 Uhr: Skispringerin Juliane Seyfarth ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies erklärte die 32-Jährige am Freitag beim Weltcup in Hinzenbach, den sie nun verpassen wird. "Leider hat es mich jetzt auch erwischt. Aber mir geht es gut, ich habe keine Symptome. Für mich ist ein bisschen schade, dass ich Hinzenbach und auch die erste Station der Raw Air verpasse", sagte Seyfarth.

Zuvor war in dieser Woche auch Olympia-Silbergewinnerin Katharina Althaus positiv auf das Virus getestet worden. Humorvoll fügte Seyfarth an: "Ich versuche, positiv zu bleiben - ja, was für ein Wortspiel." Ein Freitesten sei frühestens Mitte nächster Woche möglich.

149.000 Corona-Impfungen am Donnerstag

12:45 Uhr: Zwei Drittel der täglich verabreichten Corona-Impfungen in Deutschland sind derzeit "Booster"-Injektionen. Am Donnerstag wurden 149.000 Impfdosen gespritzt, 102.000 davon waren Auffrischungsimpfungen. Das geht aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag hervor. Am Mittwoch waren die Zahlen fast gleich.

Den Grundschutz mit der dafür meist nötigen zweiten Spritze haben den Daten zufolge nun 62,7 Millionen Menschen oder 75,3 Prozent aller Einwohner. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben demnach mindestens 47,2 Millionen Geimpfte oder 56,7 Prozent der Bevölkerung erhalten. Insgesamt wurden 169,7 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht.

Corona-Restriktionen auch in den Niederlanden weitgehend abgeschafft

10:31 Uhr: In Europa haben weitere Länder ihre Corona-Restriktionen weitgehend oder vollständig gestrichen: In den Niederlanden ist seit Freitag der Corona-Gesundheitspass abgeschafft, mit dem die Bürger bisher nachweisen mussten, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Die Abstands- und Maskenpflicht fällt ebenfalls an den meisten Orten weg, sie gilt nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zügen oder Flugzeugen sowie in Bahnhöfen und Flughäfen.

Ausserdem entfallen sämtliche Beschränkungen der Öffnungszeiten von Bars und Nachtclubs. Die Einreiseverbote für mehrere Nicht-EU-Länder hoben die Niederlande auf. Reisende aus EU-Ländern müssen jedoch weiterhin einen Impfnachweis oder einen negativen Test vorlegen.

In den Niederlanden hatte es wiederholt grosse Demonstrationen wie auch gewaltsame Proteste gegen die Corona-Restriktionen gegeben. Wegen zunehmender Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante war in dem EU-Land eine Woche vor Weihnachten ein erneuter Lockdown verhängt worden, der im Januar schrittweise endete.

In Island wurden um Mitternacht die letzten Corona-Restriktionen aufgehoben. Damit entfielen auch Corona-bedingte Einreisekontrollen des nordischen Inselstaates. Regierungschefin Katrin Jakobsdottir hatte am Mittwoch allerdings nicht ausgeschlossen, erneut Corona-Restriktionen zu verhängen, wenn die Lage dies erfordere.

Island hatte während der Pandemie seine Corona-Beschränkungen im Inland schon zwei Mal vollständig aufgehoben - zu Sommerbeginn 2020 und im Sommer 2021. Nun entfallen zum ersten Mal auch die Einreisekontrollen.

Am Donnerstag war in England mit der Aufhebung der Isolationspflicht bei einem positiven Corona-Test die letzte Beschränkung wegen der Pandemie zu Ende gegangen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte dazu vorab gesagt, das Land müsse "lernen, mit dem Virus zu leben".

Andere europäische Länder wie etwa Frankreich und Italien haben ebenfalls weitgehende Lockerungen angekündigt oder umgesetzt. In Deutschland sollen im Zuge eines Drei-Stufen-Plans am 20. März die allermeisten Corona-Restriktionen entfallen.

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Rekord-Inzidenz weit über 5.000: Die aktuellen Corona-Hotspot-Länder Europas

Wegen der Omikron-Variante schiessen europaweit die Corona-Fallzahlen auf bisher nicht gekannte Höhen. Am Freitag wurden in Deutschland 190.148 Neuinfektionen gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 1073,0. Doch damit liegt die Bundesrepublik im europaweiten Vergleich noch nicht einmal weit vorne, wie unsere Liste zeigt.

"Hat mich doch ziemlich erwischt": John Mayer Corona-positiv

09:16 Uhr: US-Musiker John Mayer ("Last Train Home") hat wegen eines positiven Corona-Tests vier Auftritte verschoben. "Weitere Bandmitglieder wurden heute positiv auf Covid getestet, und ich war einer davon", schrieb der 44-Jährige auf Instagram.

Zu seiner Verwunderung sei dies schon sein zweiter positiver PCR-Test innerhalb der letzten zwei Monate. Beim ersten Mal seien seine Symptome extrem mild gewesen - "aber dieses Mal hat es mich doch ziemlich erwischt".

Mayer entschuldigte sich bei seinen Fans für Unannehmlichkeiten. "Das ist ärgerlich für alle in der Band und der Crew."

Tischtennis-Mannschafts-WM kurzfristig in den Herbst verschoben

09:04 Uhr: Die für Ende April geplante Mannschafts-Weltmeisterschaft im Tischtennis ist wegen der Coronavirus-Pandemie kurzfristig in den Herbst verschoben worden. Als neuen Termin gab der Weltverband ITTF am Freitagmorgen die Zeit vom 30. September bis 9. Oktober bekannt. Eigentlich sollte das Turnier im chinesischen Chengdu vom 18. bis 26. April stattfinden.

Die Entscheidung sei wegen der 2kontinuierlichen Verbreitung der Omikron-Variante2 getroffen worden, heisst es in der Mitteilung der ITTF. Bereits die Team-WM 2020 im südkoreanischen Busan wurde wegen der Coronavirus-Pandemie zunächst mehrfach verschoben und später endgültig abgesagt.

Lauterbach gegen Massnahmen-Aus: "Pandemie lässt sich nicht durch Feier beenden"

07:58 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stemmt sich dagegen, ab dem 20. März die allermeisten staatlichen Corona-Beschränkungen abzuschaffen.

Von einem "Freedom Day" lasse sich das Virus wenig beeindrucken, sagte der SPD-Politiker den "Stuttgarter Nachrichten", der "Stuttgarter Zeitung" und den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft am Freitag. "Die Pandemie lässt sich nicht durch eine Feier beenden."

Auch nach dem 20. März, an dem viele Schutzmassnahmen wegfallen sollen, bräuchten die Bundesländer mehr Instrumente zur Pandemiebekämpfung als Testen und Masken tragen. "Das reicht bei weitem nicht aus, um auf künftige Wellen zu reagieren", sagte Lauterbach.

Sie müssten "vielmehr in der Lage sein, in regionalen Hotspots durch Zugangsbeschränkungen Zusammenkünfte sicherer zu machen". Die Instrumente müssten über den Bereich von Kliniken und Pflegeeinrichtungen hinausgehen, sagte Lauterbach.

Nach einem Drei-Stufen-Plan von Bund und Ländern sollen die allermeisten Corona-Einschränkungen bis zum 20. März fallen. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Massnahmen läuft am 19. März aus.

Ein Basisschutz zum Beispiel mit Maskenpflichten in Innenräumen, Bussen und Bahnen und mit Tests soll jedoch weiter möglich bleiben. Dafür wird eine neue, bundesweite Rechtsgrundlage angestrebt. Wie diese genau aussehen soll, ist aber umstritten.

Mehr als 210.000 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter leicht

06:22 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1.259,5 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.265,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.371,7 (Vormonat: 894,3).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 210.743 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 220.048 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine grössere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fliessen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14.399.012 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,27 an (Mittwoch mit 6,34). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 10.629.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122.371.

Mehr als fünf Millionen Kinder erlebten nahe Corona-Todesfälle

02:00 Uhr: Mindestens 5,2 Millionen Kinder und Jugendliche haben einer Studie zufolge weltweit bis zum vergangenen Herbst im Zusammenhang mit der Pandemie einen Elternteil oder Sorgeberechtigten verloren. Damit übersteigt ihre Zahl die in dem 20-monatigen Untersuchungszeitraum (März 2020 bis Oktober 2021) verzeichneten fünf Millionen Corona-Todesfälle, wie internationale Forscher verschiedener Universitäten herausfanden, die ihre Ergebnisse am Donnerstag im Fachmagazin "Lancet Child Adolescent Health" veröffentlichten.

Das bedeutet, dass für jeden Corona-Todesfall mehr als ein Minderjähriger oder eine Minderjährige kommt, der oder die einen Elternteil oder Sorgeberechtigten verloren hat. Für ihre Auswertung bezogen sich die unter anderem am Londoner Imperial College tätigen Wissenschaftler auf verfügbare offizielle Daten zu den in den jeweiligen Nationen verzeichneten Corona-Todesfällen sowie zur Übersterblichkeit und stellten auf dieser Basis Modellierungen an.

Die genannten Zahlen könnten den Forschern zufolge auch noch rückwirkend ansteigen, wenn sich die Datenqualität verbessert. In vielen Regionen wird mit einer extrem hohen Dunkelziffer gerechnet.

Zwei von drei Minderjährigen, die in der Pandemie einen Elternteil oder eine sorgeberechtigte Person verloren, waren im Alter von 10 bis 17 Jahren. Ausserdem wird aus den Daten sehr deutlich, dass Männer häufiger an COVID-19 gestorben sind als Frauen: Drei von vier betroffenen Kindern und Jugendlichen haben ihren Vater verloren.

Ausserdem zeigten sich enorme regionale Unterschiede: Während in Indien in dem Zeitraum rund 1,9 Millionen Kinder einen Verlust erlitten und in Mexiko 192.000, waren es in Deutschland lediglich 2.400. 1.800 davon verloren ihren Vater, 600 die Mutter.

Die Forscher sprechen sich auf Basis ihrer Auswertung dafür aus, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, die Eltern oder enge Bezugspersonen verloren haben, stärker politisch zu berücksichtigen. So müssten entsprechende Programme geschaffen werden, die auf ihre speziellen Erfahrungen eingehen. Insbesondere bei Jugendlichen bestehe ansonsten ein erhöhtes Risiko für psychische und körperliche Erkrankung, negative Auswirkungen auf die Bildung oder ihre Bindung zur Familie.

Situation weiterhin belastend: Omikron-Höhepunkt in Kliniken noch nicht erreicht

In Deutschland sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz. In den Krankenhäusern spiegelt sich das aber noch nicht wider.

Leiter des Krisenstabs: Corona-Impfziel wird erst im April erreicht

00:21 Uhr: Das ursprünglich von der Bundesregierung für Ende Januar angepeilte Ziel von 30 Millionen weiteren Corona-Impfungen wird nach Schätzungen des Corona-Krisenstabs wohl erst Anfang April erreicht. Dies sagte der Leiter des Gremiums, Generalmajor Carsten Breuer, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Freitag. "Wenn der Impffortschritt so weiter geht wie derzeit, dann käme man hochgerechnet auf Anfang April, bis die nächsten 30 Millionen Impfungen geschafft sind."

Das Ziel von weiteren 30 Millionen Impfungen war zu Weihnachten formuliert worden. Vor Weihnachten seien an einem Tag mit etwa 1,6 Millionen noch viel mehr Menschen als jetzt geimpft worden, so Breuer.

"Wenn wir diesen Schwung hätten aufrechterhalten könnten, hätte man das Ziel Ende Januar erreichen können", sagte er. Die impfskeptischen Bevölkerungsgruppen will der Krisenstab mit einer möglichst einheitlichen Informationskampagne erreichen, wie er sagte.

Zum Vergleich: Am Dienstag wurden in Deutschland lediglich 148.000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht. Am Dienstag vor einer Woche hatten sich mehr als 191.000 Menschen impfen lassen.

Justizminister bezweifelt Nutzen einer allgemeinen Corona-Impfpflicht

00:05 Uhr: Justizminister Marco Buschmann hält die Forderungen nach einer allgemeinen Impflicht gegen das Coronavirus für nicht überzeugend. Die Debattenlage habe sich verändert, sagte der FDP-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag) mit Blick unter anderem auf die sinkenden Inzidenzen.

"Sollten wir im Herbst oder Winter ein Problem haben, würde dies nicht automatisch bedeuten, dass wir es mit Impfpflicht nicht gehabt hätten", sagte er. Denn keiner wisse, welche Varianten dann vorherrschend seien.

"Und wir wissen auch nicht, wie die Impfstoffe, mit denen wir jetzt arbeiten, bei anderen Varianten wirken", fügte er hinzu. "Deshalb wird die Logik, man müsse jetzt einfach irgendetwas tun, damit einem im Herbst nicht ein Vorwurf gemacht wird, der Lage nicht gerecht."

Buschmann sagte, man müsse jetzt offen diskutieren, ob die bisherigen Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie verhältnismässig seien. Für verpflichtende Tests in Seniorenheimen etwa sei er auch für die Zeit nach dem 20. März. "Ansonsten ist für mich klar, dass aktuell nur Massnahmen denkbar sind, die eine besonders hohe Wirksamkeit und eine niedrige Eingriffsintensität haben."

Nach einem Drei-Stufen-Plan von Bund und Ländern sollen die allermeisten Corona-Einschränkungen bis zum 20. März fallen. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Massnahmen läuft dann aus.

Ein Basisschutz zum Beispiel mit Maskenpflichten in Innenräumen, Bussen und Bahnen und mit Tests soll jedoch weiter möglich bleiben. Dafür wird eine neue, bundesweite Rechtsgrundlage angestrebt. Wie diese genau aussehen soll, ist aber umstritten.

Im Übrigen freut sich Buschmann nach eigenen Worten, "dass es in dieser Gesellschaft den lebendigen Wunsch nach Freiheit gibt und den lebendigen Wunsch, COVID-19 zu besiegen, mit einer Rückkehr in ein Leben, wie wir es vorher kannten, mit öffentlicher Kultur, mit Spontanität, ohne das vorher planen zu müssen."

Anders als Buschmann wirbt Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) intensiv für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren. Bei Verstössen sollen nach seinen Vorstellungen drastischen Strafen drohen.

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Mit Material von dpa, AFP, APA