• 15:19 Uhr: ➤ EU-Behörde prüft neues COVID-Medikament
  • 13:02 Uhr: Immer neue Corona-Höchststände in Russland - Putin ordnet verschärfte Massnahmen an
  • 10:39 Uhr: Bericht: Coronatest-Bescheinigungen des Webportals "Test-Express" sind ungültig
  • 07:55 Uhr: Lauterbach erwartet deutlich mehr Corona-Ausbrüche an Schulen
  • 05:05 Uhr: RKI registriert 6.573 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 110,1

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➤EU-Behörde prüft neues COVID-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen COVID-19 in Gang gesetzt. Die Experten bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt.

Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden. Die EMA-Experten prüfen nun Daten zur Qualität des Medikaments, Sicherheit und Wirksamkeit. Sobald die Testreihen abgeschlossen sind, kann der Hersteller einen Antrag auf Zulassung in der EU stellen. Die EMA nannte dafür keinen Zeitrahmen.

Bisher ist in der EU erst ein Medikament zur Behandlung von COVID-19 zugelassen, für fünf weitere wurden Zulassungsanträge gestellt, vier Präparate werden derzeit geprüft.

Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 110: RKI-Lagebericht vom 25. Oktober

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 110,1 an.

Die weiteren Corona-News des Tages

Corona-Zahlen in Dänemark steigen wieder

16:02 Uhr: Das von allen inländischen Corona-Beschränkungen abgekehrte Dänemark erlebt seit einigen Tagen wieder steigende Neuinfektionszahlen. Am Montag meldete das staatliche Gesundheitsinstitut SSI 1.411 neue Corona-Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Zum Vergleich: Seit Ende August waren täglich lediglich einige Hundert Fälle verzeichnet worden, seit knapp einer Woche liegt die Tageszahl wieder im vierstelligen Bereich.

Der Wert vom Montag entsprach der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge der höchsten registrierten Tageszahl seit Januar. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen in dem Fünf-Millionen-Einwohnerland stieg dabei um 19 auf 186. Todesfälle in Verbindung mit COVID-19-Erkrankungen verzeichnete das SSI diesmal nicht.

Dänemark hatte am 10. September die letzten in der Pandemie eingeführten Corona-Beschränkungen im Land aufgehoben. Die Regierung in Kopenhagen hatte das mit den hohen dänischen Impfzahlen und auch damit begründet, dass man die Pandemie unter Kontrolle habe. Die Neuinfektionszahlen waren trotz der vollständigen Lockerung bis in den Oktober hinein nicht stärker angestiegen.

Corona-Zahlen steigen weiter - Regierung mahnt zur Vorsicht

15:44 Uhr: Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen wirbt die Bundesregierung erneut für mehr Impfungen und mahnt zur Vorsicht im Herbst und Winter. Die Pandemie sei "überhaupt noch nicht vorbei", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Man sei daher sehr gut beraten, bestehende Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Innenräumen durchzusetzen und Vorgaben zu Abstand und Masken ernst zu nehmen.

Wer im Sommer glaubte, das sei jetzt nicht mehr so wichtig, werde vielleicht durch die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage und Wochen eines Besseren belehrt. Von möglichen zusätzlichen Schutzvorgaben war vorerst nicht die Rede.

Die Bundesregierung verwies auf eine immer noch vergleichsweise grosse Zahl von Ungeimpften. Zudem gebe es nun mehr Kontakte in Innenräumen und stärkere Reisetätigkeit wegen der Herbstferien. Das RKI berichte auch von mehr Corona-Ausbrüchen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, sagte Seibert. Daher sollten Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen angebotene Auffrischungsimpfungen jetzt wahrnehmen. Generell sollte sich jeder, der könne, impfen lassen. "Je höher die Impfquote, desto besser werden wir gemeinsam durch den Herbst und den Winter kommen."

Indonesien fordert Reisekorridor: "COVID-19-Situation zunehmend unter Kontrolle"

14:46 Uhr: Der indonesische Präsident Joko Widodo hat die südostasiatischen Staaten zur Einrichtung eines Reisekorridors für die Länder der Region aufgefordert. Eine solche Massnahme sei dringend notwendig, um durch Reiseverkehr und sicheren Tourismus die Wirtschaft in den Asean-Staaten wiederzubeleben, sagte der 60-Jährige am Montag vor Beginn eines Gipfeltreffens der Staatengemeinschaft. "Da die COVID-19-Situation zunehmend unter Kontrolle ist, können Mobilitätseinschränkungen gelockert werden", fügte er hinzu.

Indonesien hatte bereits im vergangenen Jahr einen Asean-Reisekorridor ("Asean Travel Corridor Arrangement") vorgeschlagen. Dies müsse nun so schnell wie möglich umgesetzt werden, so der Politiker.

Der weltgrösste Inselstaat empfängt seit Mitte Oktober wieder geimpfte Touristen aus 19 Ländern zum Urlaub auf Bali und den Riau-Inseln, darunter aus Neuseeland, Italien, Frankreich und Spanien. Staaten der Region wie Malaysia, Singapur und Thailand stehen aber nicht auf der Liste. In Indonesien und den meisten anderen Asean-Mitgliedstaaten sind die Infektionszahlen nach einer heftigen Welle seit Wochen rückläufig.

Der Asean gehören zehn Länder an, darunter Vietnam, Myanmar und die Philippinen. Indonesien ist der mit Abstand grösste und einflussreichste Mitgliedsstaat. Der virtuelle Asean-Gipfel dauert von Dienstag bis Donnerstag.

Hertha BSC will an 3G-Prinzip festhalten - Bobic: Für Impfen werben

14:24 Uhr: Hertha BSC will unverändert an dem 3G-Prinzip bei der Zuschauerzulassung ins Olympiastadion und den eigenen Angestellten festhalten. Dennoch werde der Berliner Fussball-Bundesligist weiter intensiv auch bei seinen Profis für eine Corona-Impfung werben.

"Jeder ist verantwortlich, für was er steht, für seine Meinung. Deswegen werden wir auch weiter versuchen, die, die noch nicht geimpft sind, zu überzeugen, mit Argumenten", sagte Geschäftsführer Fredi Bobic am Montag.

Bei der Hertha seien der gesamte Trainerstab und alle Betreuer geimpft, bestätigte Bobic. Maximal vier oder fünf Profis hätten sich noch nicht impfen lassen. Zuletzt habe man einen Spieler überzeugen können, sich den Piks setzen zu lassen. Die Impfquote sei bei der Hertha im Vergleich zu anderen Bundesliga-Clubs "über dem Durchschnitt", sagte Bobic.

Flughafenverband rechnet erst 2025 mit voller Erholung in Europa nach Corona-Einbruch

13:59 Uhr: Der Flughafenverband ACI Europe rechnet erst in vier Jahren, also 2025, mit einer vollständigen Erholung des Flugverkehrs vom Corona-Einbruch. Auch im kommenden Jahr werde das Passagieraufkommen in Europa wohl noch rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019, also vor der Corona-Pandemie, liegen, berichtete der Verband am Montag in Genf. Dort beginnt am Dienstag das Jahrestreffen des Verbandes.

In diesem Jahr waren es nach Angaben des ACI bis Ende September minus 62 Prozent, das heisst, es flogen 1,26 Milliarden Passagiere weniger als im gleichen Zeitraum 2019. "Es dauert noch lange, bis ein uneingeschränkter weltweiter Reiseverkehr wieder hergestellt ist", sagte ACI-Generaldirektor Olivier Jankovec. Viel hänge vom Fortgang der Impfungen und der Entwicklung des Virus ab.

In den EU-Ländern sowie Grossbritannien, Norwegen, Island und der Schweiz sei die Entwicklung besonders schleppend, mit minus 69 Prozent der Passagiere bis Ende September, verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2019. An den anderen europäischen Flughäfen sei die Erholung deutlich bessergewesen, mit minus 34 Prozent gegenüber 2019.

Der Verband hat mehr als 500 Flughäfen aus 55 Ländern als Mitglieder und repräsentiert nach eigenen Angaben 90 Prozent des kommerziellen Luftverkehrs in Europa.

Immer neue Corona-Höchststände in Russland - Putin ordnet verschärfte Massnahmen an

13:02 Uhr: Angesichts immer neuer Corona-Höchststände hat Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23 Uhr und sechs Uhr schliessen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht. Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

In sechs Regionen - darunter in Perm und in Woronesch - begannen unterdessen am Montag arbeitsfreie Tage, die zunächst bis zum 7. November angesetzt sind. Russlandweit soll am Samstag eine arbeitsfreie Woche beginnen. Mit dieser Massnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden. Viele Arbeitnehmer befürchten jedoch, dass sie in dieser Zeit - anders als von Putin in Aussicht gestellt - ihren Lohn nicht weitergezahlt bekommen.

Laut offizieller Statistik zählten die russischen Behörden am Montag mehr als 37.900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie. Im selben Zeitraum starben demnach 1.069 Menschen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen. Vollständig geimpft sind im grössten Land der Erde erst knapp 34 Prozent der 146 Millionen Menschen.

Tschechien liefert Biontech-Impfstoff an Hausärzte aus

12:35 Uhr: In Tschechien können nun auch Hausärzte den Biontech-Impfstoff gegen Corona verabreichen. Die Auslieferung der ersten rund 39.000 Einzeldosen an knapp 900 Arztpraxen begann am Montag und soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Bisher waren nur die Wirkstoffe von Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson ausserhalb der grossen Impfzentren verfügbar.

Das Interesse am Impfen ist in Tschechien nach Behördenangaben in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen. Hintergrund dürfte die Entscheidung sein, präventive Tests vom 1. November an für Erwachsene kostenpflichtig zu machen. Die Menschen können sich vielerorts spontan für den schützenden Piks entscheiden, zum Beispiel in Bahnhöfen und Einkaufszentren.

Die Regierung in Prag erwägt, nach dem Vorbild Italiens die sogenannte 3G-Regel am Arbeitsplatz einzuführen. 3G steht für genesen, geimpft oder getestet. Dazu sei eine interministerielle Arbeitsgruppe gegründet worden, sagte Innenminister Jan Hamacek am Montag. Die Lage verschlechtere sich, die Zahl der Hospitalisierten steige aber viel weniger stark als in früheren Wellen.

Nach aktuellen Zahlen gab es innerhalb von sieben Tagen 201 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Im Krankenhaus werden knapp 900 Patienten behandelt, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Mehr als sechs Millionen der rund 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind inzwischen vollständig geimpft.

66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona-geimpft

11:43 Uhr: 66,2 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,07 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,57 Millionen Menschen erhalten.

Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen 122.338 COVID-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Sonntag waren es allerdings nur 12.615, darunter rund 5200 Zweitimpfungen und 3400 Auffrischungen.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hiess es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 70, Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten, Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben und für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Bericht: Coronatest-Bescheinigungen des Webportals "Test-Express" sind ungültig

10:39 Uhr: Nach Recherchen von "tagesschau.de" halten die Corona-Bescheinigungen des Portals "Test-Express" nicht, was sie versprechen. Demnach finde auf dem Portal der Firma CliniGo GmbH keine Überprüfung der Identität und tatsächliche Qualifikation der von der Firma zertifizierten Fachpersonen statt. Auch wird nicht verifiziert, ob überhaupt ein SARS-CoV-2-Schnelltest durchgeführt wurde und wie das Ergebnis aussah.

Diesen Missstand hat mittlerweile auch das Bundesgesundheitsministerium bestätigt. Ein solches Testergebnis gelte nur an dem Ort, an dem die Testung beaufsichtigt wurde, erklärte ein Sprecher laut "tagesschau.de". Es dürfe daher auch nicht für die nächsten 24 Stunden an anderen 3G-Kontexten verwendet werden. Zudem berechtige die von "Test-Express" durchgeführte Zertifizierung als "Fachperson" nicht, wie von "Test-Express" behauptet, zum Ausstellen von Testbescheinigungen für Verwandte und Bekannte.

Laut CliniGo-Geschäftsführer Markus Bönig würden beim Verfahren seines Unternehmens "Fachpersonen unter der Leitung eines Arztes die Durchführung eines Corona-Schnelltests bei Mitmenschen vor Ort überwachen und das Ergebnis dokumentieren". Allerdings: Bei einem Versuch von "tagesschau.de" wurde weder eine Überwachung, noch eine Dokumentierung des Ergebnisses durchgeführt - vielmehr wurde die negative Testbescheinigung ausschliesslich auf Basis der von der "Fachperson" angegebenen Daten ausgestellt.

Der Kreis Ennepe-Ruhr, in dem CliniGo beheimatet ist, geht inzwischen gegen dessen Geschäftsmodell vor: "Das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die Bezirksregierung in Arnsberg, die Polizei und die Stadt Wetter wurden von der Kreisverwaltung über den Betreiber informiert. Wir halten das Geschäftsmodell der CliniGo GmbH nicht für genehmigungsfähig und prüfen derzeit, ob gewerberechtlich unzuverlässiges Handeln vorliegt und ein Gewerbeuntersagungsverfahren eingeleitet werden kann", erklärte Sprecherin Lisa Radke gegenüber "tagesschau.de".

Die Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr leitete demnach Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer Straftat ein.

Ureinwohner der Osterinsel stimmen gegen Wiedereröffnung für Tourismus

09:55 Uhr: Die Ureinwohner der Osterinsel haben in einem Referendum entschieden, ihre Insel vorerst nicht wieder für Touristen zu öffnen. 67 Prozent der Rapa Nui stimmten gegen eine Aufhebung der vor fast zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Abschottung, wie die Gemeinschaft am Sonntag (Ortszeit) auf mehreren Online-Plattformen mitteilte. Die Wahlbeteiligung unter den Ureinwohnern lag allerdings bei weniger als 20 Prozent.

Die Rapa Nui machen rund 60 Prozent der fast 10.000 Einwohner der Osterinsel aus, die 3700 Kilometer westlich der chilenischen Küste im Pazifischen Ozean liegt. Die Verwaltung der Insel äusserte sich zunächst nicht zu dem Ergebnis. Das Ergebnis der Abstimmung ist für die Behörden nicht bindend.

Auf der Osterinsel wurden bisher acht Corona-Fälle registriert, seit September 2020 gibt es jedoch keine neuen Ansteckungen. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde kein Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

73 Prozent der Bürger auf der Osterinsel sind gegen Corona geimpft. Das Krankenhaus in der Hauptstadt Hanga Roa verfügt allerdings über keine Intensivstation. Es gibt auch nur einen einzigen Krankenwagen, der Corona-Patienten transportieren könnte.

Südkorea plant "allmähliche Rückkehr zum normalen Leben"

08:43 Uhr: Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine "allmähliche Rückkehr zum normalen Leben" nach der Pandemie an. Während einer Haushaltsrede im Parlament am Montag sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden. Gleichzeitig betonte der 68-Jährige, dass einige epidemiologische Massnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht.

Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben. Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Die täglichen Infektionszahlen blieben dank vieler Tests und schneller Kontaktverfolgung der Behörden durchgehend niedrig, ohne dass jemals flächendeckende Lockdowns verhängt wurden. Seit diesem Sommer jedoch kämpft das Land mit einer vierten Corona-Welle, im Zuge derer sich die täglichen Infektionszahlen wieder deutlich erhöht haben. Am Montag meldeten die Behörden 1423 Ansteckungen und 21 Todesfälle.

Corona-Ausbruch in China: Zehntausende dürfen nicht aus dem Haus

08:01 Uhr: China stemmt sich mit strengen Massnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte "Null-COVID-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus bisher weitgehend im Griff. Jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, die dann mit grossem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden.

Wie Staatsmedien berichteten, wurde die aktuelle Welle durch eine Einschleppung des Virus aus dem Ausland ausgelöst. Eine chinesische Reisegruppe, die in mehreren Provinzen unterwegs war, verbreitete das Virus dann im Land. Mittlerweile sind mindestens elf Provinzen von dem Ausbruch betroffen. Auch Peking verzeichnete einige Infektionen. Ein für kommenden Sonntag in der Hauptstadt geplanter Marathon wurde abgesagt.

Der aktuelle Ausbruch befinde sich "in einer rasanten Entwicklungsphase", wurde ein stellvertretender Direktor des Seuchenkontrollbüros der Gesundheitskommission zitiert. Man erwarte, dass die Zahl der entdeckten Fälle in den nächsten Tagen weiter steigen wird.

Lauterbach erwartet deutlich mehr Corona-Ausbrüche an Schulen

07:55 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern. "Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten."

Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: "Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen." Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. "So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden." Ihm täten die Kinder leid, die jetzt dem Long-COVID-Risiko ausgesetzt seien.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, meinte: "Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr, die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen ist ausserordentlich hoch." Sie kritisierte aber, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien. "Hier herrscht dringender Handlungsbedarf", sagte sie.

RKI registriert 6573 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 110,1

05:05 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat den Wert von 110 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 110,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 106,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6573 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4056 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 10 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.472.730 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Am Wochenende werden keine Zahlen dazu bekannt gegeben. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen grosser regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.215.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.117.

Stiko-Chef Mertens zu Kimmichs Bedenken: Nur wenig Nebenwirkungen

04:17 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die Bedenken von Fussball-Nationalspieler Joshua Kimmich wegen fehlender Langzeitstudien bei Impfstoffen zurückgewiesen. "Joshua Kimmich ist sicher ein ausgewiesener Fachmann in Fragen des Fussballs, aber kein Fachmann in Fragen der Impfung und der Impfstoffe. Dennoch hat er mit seinen Bedenken einem Problem Ausdruck verliehen, das sicher bei manchen Menschen in unserer Gesellschaft so gesehen wird", sagte Mertens im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Bayern-Profi Kimmich hatte am Samstag eingeräumt, dass er sich bislang nicht gegen Corona impfen liess. Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht".

Wenn ein Impfstoff zur Verwendung an Menschen freigegeben wird, gebe es begleitende Studien, die genau untersuchten, ob es bei der Anwendung zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen könne, erwiderte Mertens. "Man muss bedenken, dass mittlerweile sieben Milliarden Dosen an Menschen mit COVID-19-Impfstoff verimpft worden sind", sagte er. "Dass es bei der Anwendung eines Impfstoffes über knapp ein Jahr keine Zehnjahres-Beobachtungsstudien geben kann, ist klar." Das gelte aber nicht nur für jeden anderen Impfstoff auch, der neu angewendet werde, sondern auch für jedes neue Medikament.

"Neben den Zulassungsstudien wissen wir aus den begleitenden Studien, dass es nur zu einigen Nebenwirkungen gekommen ist, die alle recht kurze Zeit nach der Impfung aufgetreten sind", sagte der Stiko-Chef. In der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung "nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen" gewesen seien.

Spahn bleibt dabei: "Epidemische Lage" bei Corona kann auslaufen

03:30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite in der Corona-Pandemie weiter für angebracht - trotz grosser Kritik an dieser Haltung. Im ZDF "heute-journal" sagte er am Sonntag: "Der Ausnahmezustand, vom Bundestag festgestellt, der kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind."

Seit Tagen wird über dieses Thema kontrovers diskutiert, auch angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen in Deutschland. Kritiker befürchten einen "Flickenteppich" an Massnahmen und Regelungen, wenn die "epidemische Lage nationaler Tragweite" ausläuft. Das Robert Koch-Institut hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag mit 106,3 angegeben. Damit ist die Inzidenz erstmals seit Mai wieder klar dreistellig.

Spahn sagte, mit dem Ende der epidemischen Lage nationaler Tragweite werde nicht die Pandemie für beendet erklärt. "Auch ich sage beständig, wie viele andere auch, wir brauchen in Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmassnahmen, vor allem 3G - geimpft, genesen, getestet - im Innenraum, vor allem medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln, in Bus und Bahnen, im Einzelhandel."

Durch eine Rechtsänderung sei es möglich, dass die Länder und die Behörden vor Ort diese Massnahmen losgelöst von dem Ausnahmezustand ergreifen könnten. "Das unterstütze ich auch ausdrücklich", sagte Spahn. Er werbe auch sehr dafür, dass es etwa in den Schulen und in den Pflegeeinrichtungen besondere Schutzmassnahmen gebe. Es sei noch nicht alles so wie vor Corona. "Wir jetzt in einem Zustand besonderer Vorsicht, wo auch bestimmte Schutzmassnahmen weiterhin gelten."

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.