CDU - Christlich Demokratische Union Deutschlands

Ist nach dem Zoff vor dem nächsten Streit? Die Koalition will nun wieder normal regieren. Doch schon bei der Kommunikation der Lösung in der Causa Maassen gab es wieder Uneinigkeit. 

Tagelang wandelt die Koalition wegen der Personalie am Abgrund. Dann nehmen Merkel, Seehofer und Nahles die geplante Beförderung zurück. Aber Maassen soll einen eigens für ihn geschaffenen Posten bekommen.

Wieder einmal stand die grosse Koalition auf der Kippe. Mit deutlich wackliger Tendenz. Am Ende wollten dann alle Beteiligten doch lieber weiterregieren. An einem Wochenende mit viel Hin und noch mehr Her handelten Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer und die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles einen Kompromiss aus. Wie weit der trägt, wird sich weisen müssen.

Wie soll die Koalitionskrise um den Verfassungsschutzchef nur gelöst werden? Kaum denkbar, dass hinterher alle zufrieden sind - selbst wenn sich die Parteichefs jetzt wieder zusammensetzen.

Es klingt fast schon wie ein Hilferuf: "Wir haben uns geirrt." Die Causa Maassen müsse nochmals aufgerollt werden, sagt SPD-Chefin Nahles - und hofft auf Verständnis bei CSU-Chef Seehofer. Die Kanzlerin will nun eine schnelle Lösung.

Seit zwei Wochen brennt ein Moor in Niedersachsen. Die Bundeswehr hatte das Feuer mit Raketentests ausgelöst. Jetzt rücken von weither zusätzliche Einsatzkräfte an, denn die Gefahr wächst. Und eine Ministerin in Berlin entschuldigt sich.

Wenn es einmal nicht um Horst Seehofer geht, gibt es trotzdem genug Themen, über die man in Talkshows reden kann. Ganz im Gegenteil, es gibt sogar wichtigere. Deshalb diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen diesmal über die Energiewende. Das wurde zwar bisweilen etwas technisch, vor allem aber wurde klar, worum es dabei eigentlich geht.

Die Räumung des Hambacher Forstes ist nach dem Tod eines Journalisten ausgesetzt. Doch Ruhe herrscht dort deshalb noch lange nicht. Die Aktivisten und die Regierung von Nordrhein-Westfalen überziehen sich gegenseitig mit Vorwürfen. Raum für Trauer bleibt wenig.

So nah schlitterte die GroKo im Fall Hans-Georg Maassen am Bruch vorbei: Laut einer Rundmail von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer an Parteimitglieder,  stand die "Gefahr eines Auseinanderbrechens der Regierung konkret im Raum".

Die SPD-Chefin ist in Erklärungsnot. Warum hat sie den Wechsel des Verfassungsschutzpräsidenten ins Seehofer-Ministerium abgenickt? Schützenhilfe bekommt sie ausgerechnet von der Kanzlerin.

Die SPD hat die Ablösung von Hans-Georg Maassen an der Spitze des Verfassungsschutzes befördert. Doch der Preis ist hoch. Aus Sicht mancher Genossen zu hoch. Hat sich Parteichefin Nahles verpokert?

Kaum ein Treffen der EU-Spitzen ohne Migration auf der Tagesordnung. EU-Ratschef Tusk will das Thema bei diesem Gipfel zwar klein halten. Die Probleme sind aber längst nicht gelöst. Klappt es in Salzburg?

Der Koalitionskrimi hat ein unerwartetes Ende genommen. Verfassungschef Hans-Georg Maassen muss zwar seinen Posten räumen, wie es die SPD gefordert hat. Jedoch wird er gleichzeitig befördert. Damit haben die Genossen nicht gerechnet. Geht der Streit in die nächste Runde?

Ein Treffen im Kanzleramt soll Klarheit über die Zukunft von Hans-Georg Maassen bringen. Der Geheimdienstchef könnte weggelobt werden - eine Aufgabe im Innenministerium ist im Gespräch. Auch Namen möglicher Nachfolger kursieren bereits.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich einem Bericht der "Welt" zufolge entschieden: Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maassen muss gehen. Damit würde sie auf die Linie von Koalitionspartner SPD einschwenken.

Auch Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über den umstrittenen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maassen. Bis auf CDU-Parlamentarier Paul Ziemiak waren sich alle einig: Maassens Tage im Amt sind gezählt.

Am Dienstag wollen die Chefs von CDU, CSU und SPD erneut versuchen, den Konflikt um den Verfassungsschutzpräsidenten zu lösen. Die Sozialdemokraten bleiben dabei: Maassen muss weg. Doch dessen oberster Dienstherr sieht dafür weiterhin keinen Grund. Und nun?