• Borussia Dortmund gegen den FC Bayern: Das ist immer auch ganz grosses Drama.
  • Eine Auswahl an historischen Klatschen, emotionalen Ausreissern, Skandalen, Demütigungen und dem süssen Geschmack der Rache.

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November 1971: Die Bayern eskalieren wie nie

Das Olympiastadion ist noch nicht eingeweiht, gespielt wird im Gründwalder in Giesing. Die Bayern marschieren schnurstracks auf den Titel zu, Dortmund hängt im Keller fest. Und das zeigt sich dann auch beim Spiel: Am Ende heisst es 11:1 für die Bayern, es ist der höchste Bundesliga-Sieg in der Geschichte der Münchener - aber es wird nicht die höchste BVB-Niederlage in der Liga bleiben…

April 1999: Das Skandalspiel, Teil 1

Eigentlich ein handelsübliches Spiel in Dortmund, die Bayern sind so gut wie Meister, der BVB dümpelt im Mittelfeld. Und trotzdem wird ein denkwürdiger Nachmittag. In der Hauptrolle: Bayern-Keeper Oliver Kahn, der sich mit halb Dortmund anlegt und zeitweise jegliche Kontrolle verliert. Beisst Heiko Herrlich in den Hals, will Stephane Chapuisat im Kung-Fu-Stil offenbar verletzen. Es gibt zwei Platzverweise, Kahn darf aber durchspielen. Das Ergebnis? 2:2, interessiert am Ende aber niemanden.

April 2001, Das Skandalspiel, Teil 2

Es ist ein Dreikampf in der Tabelle, die Bayern, Dortmund und Schalke fast gleichauf. Die Bayern müssen nach Dortmund und es fliegen wie nie zuvor die Fetzen. Schiedsrichter Hartmut Strampe verteilt zehn Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte, bei den Bayern fliegen Bixente Lizarazu und Stefan Effenberg vom Platz. Mit neun Spielern verteidigen die Bayern ein 1:1. Legendär: Tomas Rosickys Freistoss in der 94. Minute klatscht ans Lattenkreuz, auf die Torlinie und von dort in Kahns Arme.

Frühjahr 2012: Bayerns Demütigung in zwei Teilen

April, Westfalenstadion: Die Bayern sind da, es geht um die Vorentscheidung im Titelrennen. Arjen Robben holt irgendwie einen Elfmeter raus, scheitert aber selbst an Roman Weidenfeller. Robert Lewandowskis Hackentrick entscheidet das Spiel (1:0) und die Meisterschaft für den BVB. Nur vier Wochen später das Wiedersehen im Pokalfinale. Die Bayern spielen eigentlich gut, laden den BVB aber förmlich zum Toreschiessen ein - und der nimmt dankend an. 5:2 siegt Dortmund am Ende, eine Schmach für die Bayern. Und ein kleiner Vorgeschmack auf das, was eine Woche später im Champions-League-Finale dahoam passieren sollte …

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Mai 2013: Die grösstmögliche Revanche

Zwei Jahre lang hat der BVB die Bayern bis aufs Blut geärgert und aus "forever number one" einen fast schon notorischen Verlierer-Klub gemacht. Dann kommt das Finale von Wembley, die Fallhöhe für die Bayern ist so gross wie noch nie in der Klubgeschichte. Das Spiel ist ausgeglichen bis ein paar Minuten vor Schluss. Dann ein weiter Abschlag, Franck Riberys Hacke, Robbens Solo, ein kleiner Lupfer, Tor, Ekstase. Die Bayern nehmen Rache und rücken die Verhältnisse auf der ganz grossen Bühne wieder zurecht.

April 2015: Die Bayern rutschen aus dem DFB-Pokal

Knapp ein Jahr nach Mats Hummels‘ skandalösem Nicht-Tor vom Finale von Berlin (2:0 n.V. für die Bayern) kommt es in München im Halbfinale zur Neuauflage - und diesmal triumphiert der BVB. Nach 120 Minuten ohne Tor kommt es zum Elfmeterschiessen - und zu einem Novum: Nach vier Schützen ist Schluss, weil alle Bayern-Spieler verschiessen. Philipp Lahm und Xabi Alonso rutschen bei ihren Schüssen sogar aus. Dortmund gewinnt 2:0 nach Elfmeterschiessen und zieht ins Finale ein.

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