• Cristiano Ronaldo kehrt zu Manchester United zurück.
  • Rund um den Sensationstransfer ergeben sich einige Fragen.

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Nach drei Jahren bei Juventus Turin verlässt Cristiano Ronaldo die "Bianconeri" und wechselt für eine Ablösesumme im Bereich von 20 bis 25 Millionen Euro zurück zu Manchester United, vorbehaltlich des noch ausstehenden Medizinchecks. Für die "Red Devils" spielte der Portugiese bereits von 2003 bis 2009 und feierte zahlreiche Erfolge.

Zurück an alter Wirkungsstätte hat der Superstar viel vor. Einige Fragen bleiben rund um den Transfer, der kurz vor dem Ende der Wechselperiode eingetütet wurde, aber offen.

Warum wollte Cristiano Ronaldo Juventus verlassen?

Als Cristiano Ronaldo nach zahlreichen Titelgewinnen auf nationaler und internationaler Ebene Real Madrid den Rücken kehrte, wollte er diese Titel auch mit Juventus gewinnen. National feierte "CR7" Erfolge, doch im internationalen Wettbewerb war Juventus nicht vollends konkurrenzfähig.

Gegen Porto und Ajax Amsterdam war in der Champions League beispielsweise Schluss. Das passte nicht zu den Ambitionen des Angreifers. Auch die aktuelle Transferphase verlief eher ruhig.

Und so hatte der Superstar Ronaldo nicht das Gefühl, dass der grosse Triumph auf internationaler Ebene unmittelbar bevorstehen würde. Klubs wie der FC Chelsea, Ronaldos neuer Arbeitgeber Manchester United und nicht zuletzt Paris Saint-Germain hingegen rüsteten mit prominenten Namen auf.

Zuletzt wäre da noch Ronaldos persönliche Verbindung zu den "Bianconeri" - diese hat der 36-Jährige schlichtweg nicht. Sein Auftrag in Turin ist erfüllt, nun zieht er weiter. Er verlässt Juventus mit den Worten: "Am Ende können wir alle zurückblicken und erkennen, dass wir Grosses erreicht haben, zwar nicht alles, was wir wollten, aber dennoch haben wir gemeinsam eine schöne Geschichte geschrieben", wie er auf Instagram schrieb.

Warum wechselt CR7 zu Manchester United?

Bei der Frage nach dem Wechsel zu Manchester United spielt vor allem die Verbundenheit mit dem Klub eine Rolle. Als Ronaldo 2003 als Youngster von Sporting Lissabon zu den "Red Devils" wechselte, wurde er in Manchester familiär aufgenommen. Spieler, Trainer, Fans und Umfeld sorgten für eine Wohlfühloase. Und der technisch begabte Dribbler wuchs in Manchester zum Weltstar heran.

2007: Cristiano Ronaldo spielt für Manchester United. 2009 verlässt er den Klub, nun kehrt er zurück.

Nun ist es für Ronaldo an der Zeit, etwas zurückzugeben. In Manchester feiern ihn die Fans noch immer wie ein absolutes Idol, er kennt den Verein und die Stadt.

Zudem sucht der 36-Jährige permanent die sportlich grösstmögliche Herausforderung. In den vergangenen Jahren drohten Manchester City, der FC Liverpool und Chelsea den "Red Devils" ein wenig zu entweichen. Dem will der Torjäger nun entgegenwirken und noch einen grossen Titel mit "seinem" Herzensklub gewinnen.

Wer war noch im Rennen um Ronaldo?

Als die Gerüchte um einen möglichen Wechsel des Portugiesen aufkamen, gab es sofort Gerüchte um einen Wechsel von Cristiano Ronaldo zu seinem alten Förderer, Carlo Ancelotti. Dieser trainiert aktuell Real Madrid, ist dorthin zurückgekehrt. Doch es war der Italiener selbst, der in den sozialen Medien schnell deutlich machte, dass er Ronaldo zwar schätzt, der Wechsel aber kein Thema ist.

Ernsthaft interessiert war allerdings Manchester City. Und kurzzeitig sah es sogar so aus, als würde Ronaldo zum Stadtrivalen von Manchester United wechseln. Die "Skyblues" bekamen die Chance offeriert, CR7 zu verpflichten. Bedarf hätte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola im Offensivbereich definitiv gehabt, ein klassischer Torjäger fehlt ihr. Doch als United in den Poker um Ronaldo einstieg, war City aus dem Rennen.

Wie passt der Spieler zu Manchester United?

Die Frage, ob Manchester United einen Spieler wie Cristiano Ronaldo gebrauchen kann, stellt sich nicht. Ein Torjäger dieser Klasse kann bei jedem Klub eine wichtige Rolle spielen. Interessanter ist allerdings, wie der Spielstil von Ronaldo zum aktuellen Stil der "Red Devils" passt und ob die Liaison zu einer idealen Zusammenarbeit wird.

Manchester United spielt unter Trainer Ole Gunnar Solskjaer, der übrigens selbst von 2003 bis 2007 Seite an Seite mit Ronaldo bei ManU spielte, häufig einen sehr wuchtigen, schnellen Fussball. Ronaldo ist zwar nicht mehr so spritzig wie zu besten Zeiten, seine Athletik ist dennoch weiterhin formidabel, zudem ist er im Kopf schnell.

Seine Entwicklung von einem trickreichen Flügel-Dribbler zu einem eiskalten und kompromisslosen Torjäger erlaubt es Ronaldo, sich jedem System anpassen zu können. Manchester United hat mit Jadon Sancho, Daniel James, Anthony Martial oder Mason Greenwood unglaublich viele schnelle Spieler, die als Vorbereiter dienen können. Paul Pogba oder Bruno Fernandes initiieren die Angriffe aus dem Mittelfeld. Ronaldo wird zweifelsohne viele Chancen bekommen und viele Tore schiessen.

Die Gesamtkomoposition des Transfersommers für Manchester United ist nun vollendet, mit Sancho von Borussia Dortmund, Weltmeister Raphael Varane von Real Madrid - und eben dem verlorenen Sohn Cristiano Ronaldo. Auf den ersten Blick sprechen viele Faktoren für eine sehr gute Entscheidung von allen Seiten.

Verwendete Quellen:

  • Manchester United: United confirm Ronaldo agreement
  • The Athletic: Manchester United reach agreement with Juventus to sign Cristiano Ronaldo
  • Realtotal: Carlo Ancelotti dementiert: Verpflichtung von Cristiano Ronaldo „nie in Erwägung gezogen“
Deniz Aytekin, Bundesliga, Schiedsrichter
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