• 18:01 Uhr: ➤ Welche Faktoren das Risiko erhöhen, als Geimpfter schwer an COVID-19 zu erkranken
  • 16:36 Uhr: Impfungen mit Novavax sollen Ende Februar beginnen
  • 15:03 Uhr: Mehr als 30 neue Einträge: Diese Länder werden Hochrisikogebiet
  • 13:36 Uhr: Virologe hält nichts mehr von der Corona-Kontaktnachverfolgung
  • 12:37 Uhr: Corona hat in Gastronomie jeden vierten Job vernichtet
  • 11:12 Uhr: Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundesrat
  • 06:34 Uhr: Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals Schwelle von 90.000

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➤ Welche Faktoren das Risiko erhöhen, als Geimpfter schwer an COVID-19 zu erkranken

Forscher des US-amerikanischen National Institutes of Health haben in einer gross angelegten Studie mehrere Faktoren ermittelt, die einen schweren Impfdurchbruch wahrscheinlicher machen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten dafür Gesundheitsdaten aus dem Zeitraum von Dezember 2020 bis Oktober 2021 von über 1,2 Millionen vollständig Geimpften - das heisst zweimal mit Biontech und Moderna beziehungsweise einmal mit Johnson & Johnson - analysiert, die älter als 18 Jahre waren.

189 von ihnen (0,015 Prozent) erkrankten demnach sehr schwer an COVID-19. Das heisst, bei ihnen wurde ein akutes Atemversagen diagnostiziert, sie mussten (nicht-)invasiv beamtet werden, auf eine Intensivstation eingewiesen werden oder sie starben.

Das Ergebnis der Studie: Die Patientinnen und Patienten, die trotz Impfung schwer an COVID-19 erkrankten, wiesen mindestens einen der nachfolgenden Risikofaktoren auf:

  • älter als 65 Jahre (3,2-fach höheres Risiko), zwischen 40 und 64 Jahre (1,5)
  • geschwächtes Immunsystem (1,9)
  • chronische Lungenerkrankung (1,7)
  • chronische Lebererkrankung (1,7)
  • chronisches Nierenleiden (1,6)
  • neurologische Erkrankung (1,5)
  • Diabetes (1,5)
  • Herzerkrankung (1,4)
  • Übergewicht (1,2)

Insgesamt erkrankten von den 1,2 Millionen Geimpften 2246 Menschen (0,18 Prozent) trotz Immunisierung an COVID-19, die allermeisten aber nur leicht. Nur 36 Menschen davon starben - 0,003 Prozent aller Untersuchten. Bei über drei Viertel der Verstorbenen wurden vier oder mehr Risikofaktoren nachgewiesen.

Menschen, die mehrere der Faktoren erfüllen, sollten gezielt (Vorsichts-)Massnahmen ergreifen, betonen die Forscherinnen und Forscher. Neben der Behandlung chronischer Krankheiten sind das auch die Verringerung der Exposition mit dem Virus (beispielsweise durch Mund-Nasen-Schutz) sowie Primär- und Auffrischungsimpfungen.

Hajo Zeeb, Epidemiologe am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Krisenstabschef Breuer hält Omikron-Welle für beherrschbar

19:10 Uhr: Der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass ein Bollwerk gegen die Omikron-Welle errichtet werden kann - auch mit mehr Impfungen. "Die Welle - man muss inzwischen eigentlich eher von einer Wand reden, auf die wir uns einstellen - ist beherrschbar", sagte Breuer am Freitag in Potsdam. "Sie wird uns vermutlich für zwei bis fünf Wochen treffen, wir können es nicht im Moment genauer vorhersagen, wir kennen auch die Wucht nicht. (...) Wir können uns aber darauf einstellen und wir können uns darauf vorbereiten - jeder von uns. Eine der Vorbereitungen ist nach wie vor das Impfen."

Der Krisenstabschef rief die Bundesbürger zum Impfen auf. "Es kommt nicht nur darauf an, dass man auf der einen Seite die Impflogistik hat, sondern es kommt auf der anderen Seite auch darauf an, dass Menschen sich impfen lassen wollen", sagte Breuer nach einem Treffen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam. Im Gespräch ist eine mögliche allgemeine Impfpflicht, dagegen gibt es allerdings zahlreiche Proteste.

Das Ziel der Bundesregierung von weiteren 30 Millionen Impfungen bis Ende Januar ist für Breuer ambitioniert, aber machbar. "Nur dann, wenn man ambitionierte Ziele hat, kann man wirklich auch zu Höchstleistungen auflaufen", sagte er. "Eine solche Höchstleistung ist, die nächsten 30 Millionen zu impfen. (...) Aber das was zählt, ist wirklich jeder Piks im Oberarm."

Bericht: Krankenhäuser bekommen neue Milliardenhilfen vom Bund

16:44 Uhr: Die Krankenhäuser bekommen wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie weitere milliardenschwere Unterstützung vom Bund. Für den Zeitraum von Mitte November 2021 bis Ende Januar 2022 stellt der Bund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, wie das Portal "ThePioneer" am Freitag berichtete. Es berief sich auf eine Mitteilung des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss.

Mit dem Geld sollen demnach Einnahmeausfälle der Krankenhäuser kompensiert werden, die planbare Aufnahmen, Operationen und andere Eingriffe verschieben oder aussetzen mussten, um Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten zu schaffen.

Impfungen mit Novavax sollen Ende Februar beginnen

16:36 Uhr: Corona-Impfungen mit dem Präparat des US-Herstellers Novavax sollen voraussichtlich Ende Februar in Deutschland starten können. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag mit Verweis auf Firmenangaben in Berlin sagte. Genaue Termine für weitere 3,25 Millionen Dosen, die gekauft wurden, stünden noch nicht fest. Er hoffe auf Lieferung noch im Februar.

Lauterbach erläuterte, das Präparat, das "quasi ein Totimpfstoff" sei, solle denjenigen besonders zur Verfügung stehen, die diese Art der Impfung bevorzugten. Er selbst könne die Wertigkeit für die Omikron-Variante nicht gut einschätzen. Er gehe aber davon aus, dass der Impfstoff gut wirken dürfte. Impfungen damit würden empfohlen.

Das Mittel von Novavax wurde kürzlich als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Corona-Präparate.

Die Effektivität zum Schutz vor symptomatischen Infektionen wurde von der EU-Arzneimittelbehörde EMA mit rund 90 Prozent angegeben. Experten wiesen darauf hin, dass man über den neuen Impfstoff noch nicht so viel wisse wie über die anderen Präparate, die bereits länger breit angewendet werden.

Mehr als 30 neue Einträge: Diese Länder werden Hochrisikogebiet

15:03 Uhr: Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Risstal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Website mit.

Damit werden dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste stehen. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Neben Österreich kommen mehr als 30 andere Länder auf die Liste, viele davon in Afrika und in der Karibik.

Heil will Verlängerung von Kurzarbeitsregelung über März hinaus prüfen

14:46 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat mit Blick auf die Omikron-Variante des Coronavirus angekündigt, eine Verlängerung der Kurzarbeitsregelung über den März hinaus zu prüfen. "Die Kurzarbeit hat sich in dieser Pandemie als tragfähige Brücke erwiesen, die befürchtete Massenarbeitslosigkeit ist ausgeblieben", sagte Heil der "Augsburger Allgemeinen". "Wir werden deshalb die Lage genau beobachten, sowohl was die Pandemie als auch die Wirtschaft betrifft, um dann entsprechend zu handeln."

Der Minister mahnte die konsequente Einhaltung von Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz an. "Für diejenigen, die im Betrieb arbeiten müssen, gibt es wirksame Hygieneregeln, die beachtet werden müssen." Er erwarte die Einhaltung der 3G-Regel am Arbeitsplatz. Mobiles Arbeiten und Homeoffice müssten gerade jetzt angeboten und wahrgenommen werden, wo immer es geht.

Zum langfristigen Schutz am Arbeitsplatz sprach sich der SPD-Politiker für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht aus. "Wenn wir die Pandemie überwinden und uns auch vor weiteren Wellen schützen wollen, dann müssen wir impfen und boostern, wo es geht", sagte Heil der Zeitung. "Das ist die einzige Möglichkeit, damit wir als Gesellschaft durch diese Krise kommen."

Epidemiologe Zeeb schliesst weitere Corona-Wellen nicht aus

14:23 Uhr: Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb schliesst weitere Wellen des Coronavirus nicht aus. "Wir müssen halt immer darauf gefasst sein, dass sich Varianten ergeben, die uns einen Strich durch die Rechnung machen", sagte Zeeb der Deutschen Presse-Agentur. Dass sich Corona mit dem Auslaufen der derzeit grassierenden Omikron-Variante ähnlich wie die gewöhnliche Grippe verhalte, sei nur eine der möglichen Entwicklungen. "Auf jeden Fall ist es nicht das ausschliessliche Szenario", sagte er am Freitag.

Ein Teilnehmer (l) einer als "Spaziergang" deklarierten Demonstration von Impfgegnern und Kritikern der Corona-Massnahmen steht vor dem Universitätsklinikum Dresden vor zahlreichen Gegendemonstranten.

Zwar werde der Prozess durch die Omikron-Welle beschleunigt. Nach deren Höhepunkt werde es aber einen sehr hohen Anteil an Menschen geben, die nach Impfung oder Infektion immun seien. "Insofern ist das schon ein beschleunigter Weg in die endemische Situation", sagte der Mediziner vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS).

Bei möglichen neuen Varianten sei biologisch eher auszuschliessen, dass sie noch ansteckender werden als Omikron. "Aber mit der gleichen Infektiosität und dann ungünstigere klinische Parameter, das kann es schon geben", sagte Zeeb. Ungünstig sei die derzeitige Ansteckung so vieler Menschen zugleich. "Damit ist die Wahrscheinlichkeit einfach statistisch schon höher, dass sich neue Varianten entwickeln können."

Angesichts der raschen Folge von Delta- und Omikron-Welle mahnte Zeeb Genesene zur Vorsicht. "Es ist auf jeden Fall so, dass die das Risiko haben, noch mal zu erkranken", sagte er. Omikron sei "fast ein anderes Virus". Das Risiko für Genesene, sich kurz nach einer Delta-Infektion auch noch mit Omikron anzustecken, sei höher als für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung.

RKI-Chef Wieler: "Reine Fallzahlen werden weniger entscheidend sein"

14:07 Uhr: Deutschland tritt mit der Ausbreitung der Omikron-Variante und den stark steigenden Infektionszahlen nach Ansicht des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in eine "neue Phase der Pandemie" ein. "Die reinen Fallzahlen werden weniger entscheidend sein. Wichtiger ist, wie viele Menschen schwer an Covid-19 erkranken und wie stark das Gesundheitssystem dann belastet sein wird", sagte Wieler am Freitag in Berlin.

Er warnte allerdings auch, selbst wenn Infektionen durch Omikron insgesamt milder verliefen, "durch die Masse an Infektionen müssen wir uns leider darauf einstellen, dass auch die Zahl der Hospitalisierungen und der Todesfälle natürlich wieder steigen wird".

Wieler rief die Bevölkerung erneut dazu auf, sich impfen und boostern zu lassen. "Impfungen verhindern nicht unbedingt eine Ansteckung, das ist wahr. Aber sie sind der beste Schutz vor einem schweren Verlauf." Impfungen würden dabei helfen, einer Überlastung des Gesundheitssystems und aller anderen gesellschaftlichen Systeme vorzubeugen.

Trotz Lockdown: Niederländische Unternehmer öffnen Cafés und Läden

13:51 Uhr: Trotz des Lockdowns haben am Freitag Unternehmer in der niederländischen Kleinstadt Valkenburg ihre Gaststätten und Geschäfte geöffnet. Die Unternehmer protestierten mit dieser Aktion gegen die harten Corona-Massnahmen. Bürgermeister Daan Prevoo stufte den Protest als Demonstration ein. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

Der Widerstand gegen den Lockdown nimmt auch daher zu, weil in manchen Nachbarländern das öffentliche Leben trotz der Massnahmen weitgehend normal verläuft. Die Unternehmer in der nahe Aachen gelegenen Kleinstadt klagen, dass Kunden nach Belgien und Deutschland ausweichen - die Länder liegen nur wenige Kilometer entfernt.

Etwa vier Wochen nach Einführung des Lockdowns steht zwar eine Lockerung bevor - Geschäften soll es bald wieder gestattet sein, Kunden empfangen zu dürfen. Doch Gaststätten und der Kultursektor sollen weiter geschlossen bleiben. Unternehmer und Kulturschaffende reagierten empört und kündigten weitere Proteste an.

Virologe hält nichts mehr von der Corona-Kontaktnachverfolgung

13:36 Uhr: Die Kontakt-Nachverfolgung nach Corona-Infektionen ist aus Sicht eines Virologen nicht mehr angemessen. "Von der Inzidenz her ist es von den Gesundheitsämtern nicht mehr zu stemmen", sagte der Wissenschaftler Klaus Stöhr in dem Podcast "Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeigers" und des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". "Wenn ein Grossteil der Bevölkerung mild und asymptomatisch infiziert ist und Antikörper hat, wird eine sogenannte Kontaktnachverfolgungs-Quarantäne sinnlos", so der frühere Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Der beste Weg aus der Pandemie wäre nach Stöhrs Worten hingegen, wenn sich Geimpfte infizierten. "Im Paket wird es dann einen langanhaltenden Immunschutz geben", sagte der Wissenschaftler. "Die Kombination aus Impfschutz und Infektion ist eigentlich der Weg." Der Hamburger Intensivmediziner Stefan Kluge gab zu bedenken, dass eine solche Argumentation um die Infektion bei Geimpften sehr theoretisch bleibe. Zudem sei der Weg der massenhaften Infektion hochgradig gefährlich.

Richtig sei zwar, dass im Fall einer Infektion – sofern man eine Auffrischimpfung erhalten habe und keine schweren Vorerkrankungen wie etwa ein Krebsleiden habe – "im Regelfall" kein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten sei. "Und danach habe ich wirklich einen sehr, sehr guten Immunschutz vor der nächsten Infektion", sagte der Lungenfacharzt der Deutschen Presse-Agentur. Er nannte jedoch einige Gründe gegen das Vorgehen.

"Wenn sich jetzt alle gleichzeitig infizieren, dann haben wir den Kollaps des deutschen Gesundheitssystems. Das können wir nicht stemmen", so der Experte. Neben den medizinischen Einrichtungen würde das unkontrollierte Zulassen von Infektionen aus seiner Sicht auch sämtliche andere relevante Einrichtungen schwer treffen.

Ausserdem müsse man an die Menschen denken, die zwar geboostert seien, aber deren Immunschutz durch schwere Erkrankungen so beeinträchtigt sei, dass sie sich auf keinen Fall mit einer Variante des Coronavirus infizieren sollten, betont Kluge. Dazu kämen Millionen Ungeimpfte über 60, die besonders gefährdet für schwere Verläufe seien. Mit Blick auf die sich rasant verbreitende Omikronvariante betonte der Intensivmediziner ausserdem: "Wir wissen noch zu wenig über mögliche Langzeitfolgen, um jetzt Infektionen unkontrolliert zuzulassen."

Corona hat in Gastronomie jeden vierten Job vernichtet

12:37 Uhr: Während der Corona-Krise hat die Gastronomie in Deutschland nahezu jeden vierten Job verloren. Das ergibt sich aus Berechnungen, die das Statistische Bundesamt am Freitag vorgelegt hat. Danach arbeiteten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 23,4 Prozent weniger Menschen in der Branche als im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Tiefpunkt war im Februar 2021.

Besonders hart hat es die Beschäftigten von Bars und Kneipen getroffen: Hier musste seit 2019 fast die Hälfte (44,7 Prozent) der Belegschaft gehen. Bei Betrieben mit Essensangebot lief es bei einem Rückgang um 22,5 Prozent etwas besser. Am sichersten waren die Jobs bei Caterern, die nur 17,1 Prozent weniger Leute hatten als vor der Krise. Kurzarbeiter wurden weiterhin als Beschäftigte gezählt.

Getroffen hat es vor allem geringfügig Beschäftigte, die 2020 mehr als ein Drittel der Gesamtbelegschaft von 1,07 Millionen Menschen ausmachten. Sie sind besonders häufig in den Ausschankbetrieben tätig gewesen, die von der Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Neben dem Arbeitsplatzabbau bildeten die Betriebe auch deutlich weniger aus. Hier lagen nur Zahlen für das Jahr 2020 vor, in dem knapp 20 Prozent weniger junge Leute eine Kochlehre begannen als im Jahr zuvor. Ausbildungen zum Systemgastronom (-16,1 Prozent) oder zur Restaurantfachkraft (-21,9 Prozent) waren ebenfalls deutlich weniger gefragt.

Frankreich rechnet mit weniger Intensivpatienten als in erster Corona-Welle

12:27 Uhr: Frankreich rechnet in der Omikron-Welle mit weniger Intensivpatienten als während der ersten Corona-Welle vor zwei Jahren. "Wir gehen von Szenarien aus, die die Krankenhäuser stark belasten werden, aber nicht schlimmer werden, als was wir bereits erlebt haben", sagte Simon Cauchemez vom Institut Pasteur der Nachrichtenagentur AFP. Der Höhepunkt bei den Krankenhauseinweisungen werde mit täglich 2.500 bis 5.000 COVID-19-Patienten für Ende des Monats erwartet.

Die Zahl der COVID-Intensivpatienten werde nach den jüngsten Schätzungen des Institut Pasteur die Zahl von 6.000 wohl nicht überschreiten. Derzeit sind in Frankreich etwa 4.000 COVID-19-Patienten auf der Intensivstation. Die Höchstzahl lag im April 2020 bei etwa 7.000 Intensivpatienten.

In Frankreich ist die Zahl der Fälle mit der Omikron-Welle explodiert. Derzeit werden täglich mehr als 300.000 Infektionen gemeldet. Die hohe Zahl erklärt sich allerdings auch durch die grössere Zahl von Tests, unter anderem von Schulkindern.

Die Inzidenz liegt landesweit bei etwa 2.800, in fünf Départements im Pariser Raum und in den französischen Alpen bei über 4.000 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Die Omikron-Variante macht etwa 90 Prozent aller Fälle aus.

Corona-Inzidenz in Italien bei fast 2.000

12:11 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle in Italien steigt weiter an. Stand Donnerstag verzeichneten die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 1988 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut ISS unter Berufung auf Daten des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 1.669 Fällen.

Seit Weihnachten zeigt der Trend, dass immer mehr COVID-19-Patienten Betten in den Krankenhäusern belegen. Für die Intensivstationen gab das ISS den italienweiten Anteil mit 17,5 Prozent an. Damit liegt der Wert aber noch unter der Alarm-Schwelle von 30 Prozent.

Die Corona-Fallzahlen befinden sich derzeit auf Rekordniveau. Am Donnerstagabend meldeten die Behörden rund 184.600 Corona-Neuinfektionen und 316 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Die Regierung verschärft seit Monaten Schritt für Schritt die Corona-Regeln. Mittlerweile gilt eine Impfpflicht gegen die Krankheit für Menschen älter als 50 Jahre.

Schwedische Regierungschefin Andersson positiv auf Corona getestet

11:49 Uhr: Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Schnelltest sei positiv ausgefallen, teilte ihre Staatskanzlei am Freitag der schwedischen Nachrichtenagentur TT mit. Der 54-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie befolge die in Schweden geltenden Corona-Vorgaben und werde bis auf Weiteres aus dem Homeoffice arbeiten. Ein PCR-Test soll die Infektion nun bestätigen.

Die Sozialdemokratin Andersson hatte am Mittwoch im Reichstag in Stockholm an einer Debatte und einem anschliessenden Treffen mit den anderen Vorsitzenden der schwedischen Parlamentsparteien teilgenommen. Im Anschluss wurden bereits zwei andere Parteichefs positiv getestet. Ein Schnelltest am Donnerstag fiel bei Andersson noch negativ aus.

Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundesrat

11:12 Uhr: Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft.

Sie sieht unter anderem vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Ausserdem werden damit kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

In der Sondersitzung der Länderkammer sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die Pandemie sei an einer "Schnittstelle" angekommen. Man gehe in das dritte Jahr. In diesem stelle sich die Frage, ob es gelinge, die Pandemie so zu entschärfen, dass man in eine endemische Lage mit nur noch sporadischen Ausbrüchen und wenigen Todeszahlen komme - oder ob man diese Gelegenheit ungenutzt passieren lasse.

"Wir müssen diese Gelegenheit ergreifen und wir haben die Mittel dafür. Wir haben die Mittel dafür, die Pandemie in Deutschland in diesem Jahr weitestgehend zu beenden", sagte Lauterbach

Der Gesundheitsminister appellierte erneut an alle noch nicht geschützten Bürger, sich jetzt impfen oder boostern zu lassen. "Wenn wir alle für uns in Anspruch nähmen, dass wir es nicht nötig haben oder besser wissen oder nicht mitmachen wollen oder ein anderes Staatsverständnis haben, dann würden wir im Chaos enden." Daher sei er auch für die allgemeine Impfpflicht.

Der Gesundheitsminister betonte, niemand solle dazu gezwungen werden, einen bestimmten Impfstoff zu nehmen. Er habe auch den Todimpfstoff Novavax besorgt, teilte Lauterbach mit. Am 21. Februar werde Deutschland eine erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen bekommen.

Griechischer Premier besteht auf Geldstrafe für ältere Ungeimpfte

10:48 Uhr: Von Montag an droht Ungeimpften über 60 in Griechenland eine Geldstrafe von monatlich 100 Euro - das hat der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis in einem Interview bestätigt. Der Ausweg sei einfach: "Du lässt Dich impfen und zahlst keine Strafe", sagte Mitsotakis am Donnerstagabend dem TV-Sender ANT1 auf die Frage, ob er sich bewusst sei, wie hart die Strafe für viele griechische Rentner sei.

Die Massnahme war im November angekündigt worden. "Seither sind nun fast 90 Prozent der über 60-Jährigen geimpft", sagte Mitsotakis. Von Montag an wird die staatliche Sozialversicherung die Daten Ungeimpfter an das Finanzamt weiterleiten, das die Strafzahlungen einzieht. Das Geld soll den Krankenhäusern des Landes zukommen.

Wegen Omikron: Flughafen Hongkong untersagt Transit für Reisende aus 153 Ländern

10:25 Uhr: Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verbietet Hongkong Menschen aus mehr als 150 Ländern Zwischenlandungen in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Massnahme trete am Sonntag in Kraft und gelte für einen Monat, teilte der Internationale Flughafen von Hongkong am Freitag mit. Ähnlich wie in Festland-China gelten auch in Hongkong strenge Massnahmen gegen die Corona-Pandemie wie etwa lange Quarantäne, gezielte Lockdowns und Massentests.

Hongkong stuft derzeit 153 Länder wegen hoher Corona-Inzidenzen in der Gruppe A ein. Reisende aus dieser Gruppe müssen nach der Einreise 21 Tage in Quarantäne. Der Internationale Flughafen erklärte am Freitag, Reisende, die in den vergangenen drei Wochen in einem der 153 Länder gewesen seien, dürften ab Sonntag keinen Zwischenstopp mehr in Hongkong einlegen.

Ob das Transit-Verbot Auswirkungen auf die Olympischen Winterspiele in Peking haben wird, war zunächst unklar. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen viele Sportler, Diplomaten und Regierungsvertreter über Hongkong nach Cina fliegen wollen. Die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen am 4. Februar.

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Rekord-Inzidenz weit über 5.000: Die aktuellen Corona-Hotspot-Länder Europas

Wegen der Omikron-Variante schiessen europaweit die Corona-Fallzahlen auf bisher nicht gekannte Höhen. Am Freitag wurden in Deutschland 190.148 Neuinfektionen gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 1073,0. Doch damit liegt die Bundesrepublik im europaweiten Vergleich noch nicht einmal weit vorne, wie unsere Liste zeigt.

Corona-Demo in Dresden: Polizei leitet 22 Verfahren gegen Gegendemonstranten ein

10:01 Uhr: Die Dresdner Polizei hat 22 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Menschen eingeleitet, die am Donnerstag einen Corona-Protest am Universitätsklinikum verhindern wollten. Dabei gehe es um Verstösse gegen die zu diesem Zeitpunkt geltende sächsische Corona-Verordnung, sagte ein Polizeisprecher.

Demnach waren am Donnerstag nur zehn Teilnehmer bei Versammlungen erlaubt. Die Menschen, die vor dem Uniklinikum beieinander standen, hätten somit ebenfalls gegen diese Verordnung verstossen. Seit Freitag sind unabhängig von der Inzidenz oder Überlastungsstufe 200 Teilnehmer gestattet.

Am Donnerstagabend stellten sich Medizinstudierende in weissen Kitteln und mit Schildern wie "Impfen statt Schimpfen" schützend vor das Gelände des Klinikums. In mehreren Telegram-Gruppen war zuvor zu einem sogenannten Spaziergang in der Nähe aufgerufen worden. Die Polizei unterband nach eigenen Angaben einen grösseren Aufzug. Später waren mehrere Gruppen im Stadtgebiet unterwegs. Insgesamt wurden über 200 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

In sozialen Netzwerken entbrannte Kritik daran, dass die Polizei auch Personalien der Gegendemonstranten aufnahm. Ein Polizeisprecher sagte dazu: "Unabhängig der politischen Motivation ist die Polizei an Recht und Gesetz gebunden." Die Beamten seien gehalten gewesen, die zu diesem Zeitpunkt geltende Corona-Notfallverordnung durchzusetzen.

GEW: Lehrer sollen auch aus Quarantäne heraus unterrichten

09:08 Uhr: Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor weiteren Lernlücken in den Schulen gewarnt. Um dies zu verhindern, sollten betroffene Lehrer auch aus der Quarantäne heraus unterrichten, um den "Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten", sagte GEW-Chefin Maike Finnern der "Wirtschaftswoche" laut einer Meldung vom Freitag. Fraglich sei aber, ob die "technischen Voraussetzungen in der Schule überhaupt vorhanden sind" für einen solchen Hybridunterricht.

Die GEW-Chefin forderte zudem Millioneninvestitionen für die Bereitstellung von Masken. Gerade jetzt sei das regelmässige Wechseln wichtig, viele Kinder würden die Masken aber teils tagelang tragen. "Deshalb brauchen wir jetzt schnell einen gut gefüllten Sondertopf mit Geldern, aus denen ganz unbürokratisch und schnell etwa Mittel für Masken abgerufen werden können", forderte Finnern. "Sicher wird das Millionen kosten, aber sicherer Unterricht sollte Bund und Ländern das wert sein."

Ärzteverband befürchtet mehr Infektionen durch neue Quarantäneregeln

08:39 Uhr: Die Ärzteorganisation Marburger Bund befürchtet, dass die neuen Ausnahmen von der Quarantäne zu mehr Corona-Infektionen führen werden. Sie sollen an diesem Freitag vom Bundesrat beschlossen werden. Kontaktpersonen von Infizierten müssen dann künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischimpfung (Booster) haben oder frisch - das heisst innerhalb des letzten Vierteljahrs - entweder ihre zweite Impfung bekommen haben oder genesen sind.

Das gelte selbst dann, wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien, also etwa mit Infizierten zusammenlebten, erklärte die Verbandsvorsitzende der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte, Susanne Johna, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".

Generell sei es aber richtig, die Quarantäne und Isolationszeiten zu verkürzen, weil die inzwischen vorherrschende Corona-Variante Omikron eine kürzere Generationszeit habe. Das bedeutet, dass die Viruslast schneller steigt, aber dann auch schneller wieder sinkt.

Amtsärzte warnen vor Schnelltests zum Freitesten aus der Corona-Isolation

08:18 Uhr: Die deutschen Amtsärzte warnen davor, Schnelltests als Mittel zum Freitesten für Infizierte in Isolation anzuwenden: "So lange offen ist, welche Schnelltests zuverlässig die Omikron-Variante erkennen, ist es problematisch, beim Freitesten von Infizierten auf Schnelltests als Alternative zu PCR-Tests zu setzen", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Nach den neuen Quarantäneregeln, auf die sich Bund und Länder geeinigt hatten, können sich Infizierte und Kontaktpersonen in der Regel nach sieben Tagen mittels PCR-Test oder zertifiziertem Schnelltest freitesten und die Frist damit um drei Tage verkürzen. Der Bundesrat will an diesem Freitag über die neuen Regeln beraten.

Angesichts stark steigender Infektionszahlen warnte Teichert zudem vor einem Kontrollverlust bei den Infektionsdaten: "Bei weiter steigenden Infektionszahlen wird es schwierig für die Gesundheitsämter, die Daten tagesaktuell einzugeben." Wenn das Personal nicht kurzfristig deutlich aufgestockt werde, "haben wir in den nächsten Wochen keinen klaren Überblick", sagte sie den Funke-Zeitungen.

Bericht: Lockdown-Partys in Downing Street vor Beisetzung von Philip

07:47 Uhr: Dutzende Mitarbeiter des britischen Premierministers Boris Johnson haben am Vorabend der Beisetzung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April 2021 einem Bericht zufolge Lockdown-Partys in der Downing Street gefeiert. Es habe sich um die Verabschiedung von zwei Vertrauten des Regierungschefs gehandelt, berichtete die Zeitung "Daily Telegraph" am Donnerstagabend unter Berufung auf Augenzeugen. Johnson selbst war demnach nicht anwesend. Die Zeitung schrieb, die Berichte seien von Downing Street nicht dementiert worden.

Mitte April 2021 waren strikte Abstandsregeln in Kraft, Mitglieder verschiedener Haushalte durften sich nicht in geschlossenen Räumen treffen. Die Zeitung betonte, dass Queen Elizabeth II. (95) am nächsten Tag bei der Beisetzung ihres Ehemanns wegen der Corona-Regeln ganz alleine in der Kapelle sitzen musste.

Krankenhäuser sehen Probleme bei einrichtungsbezogener Impfpflicht

07:17 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Gewerkschaft Verdi sehen eine grosse Rechtsunsicherheit bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheimen. "Wir müssen ab 15. März den Gesundheitsämtern melden, von wem wir keinen Nachweis über eine Impfung bekommen haben", sagte DKG-Chef Gerald Gass den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Dann müsste das Gesundheitsamt nach seinen Worten auf diese Menschen zugehen, ihnen eine Frist setzen, bis zu der sie den Nachweis erbringen müssten und die Krankenhäuser dann über den aktuellen Stand informieren.

"Unklar ist aber, was das für uns bedeutet, wenn die Mitarbeiter ab 15. März keinen Impfnachweis vorlegen", sagt Gass. "Stellen wir die Mitarbeiter dann frei? Und ist das arbeitsrechtlich eindeutig geklärt?" Nach Einschätzung der DKG-Juristen sei es das nicht.

Die Gesundheitsexpertin im Verdi-Bundesvorstand, Sylvia Bühler, sagte den Zeitungen: "Aus unserer Sicht darf wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht niemandem gekündigt werden." Niemand dürfe dem Gesundheitswesen ganz verloren gehen, man brauche alle Arbeitskräfte. "Daher: Kündigungen dürfen nicht ausgesprochen werden. Das ist unsere politische und juristische Auffassung." Die sogenannte einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht wurde Mitte Dezember beschlossen.

WHO empfiehlt zwei weitere Medikamente für COVID-19-Patienten

06:42 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zwei weitere Arzneimittel für die Behandlung von COVID-19-Patienten. Es handelt sich dabei um den Wirkstoff Baricitinib, der zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, und Sotrovimab, einen eigens für COVID-19-Patienten entwickelten monoklonalen Antikörper. Die neue Empfehlung basiert auf sieben Studien mit mehr als 4.000 Patienten, berichteten die WHO-Experten im Fachmagazin "The BMJ".

Schwerkranke COVID-19-Patientinnen und -Patienten hätten mit Baricitinib bessere Überlebenschancen und die Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung werde reduziert, heisst es in der neuen Richtlinie. Es seien keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Das Arzneimittel solle in Kombination mit Kortikosteroiden verabreicht werden.

COVID-19-Patienten mit weniger schwerem Krankheitsverlauf, aber hohem Risiko einer Krankenhauseinweisung könnten vom Einsatz des monoklonalen Antikörpers Sotrovimab profitieren, schreibt die WHO. Das Mittel mit dem Markennamen Xevudy ist auch in der EU zugelassen. Die WHO hat sich bereits für den Einsatz eines anderen Antikörper-Cocktails, Casirivimab/Imdevimab, ausgesprochen. Vom Einsatz zweier anderer Mittel, Ruxolitinib and Tofacitinib, rät die WHO dagegen ab. Kleine Studien hätten bislang keinen Nutzen gezeigt, und bei Tofacitinib könnten sich womöglich schwere Nebenwirkungen entwickeln.

Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals Schwelle von 90.000

06:34 Uhr: Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92.223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:35 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch war die Zahl erstmals grösser als 80.000 gewesen.

Vor genau einer Woche waren es 56.335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.835.451 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,09 an (Mittwoch 3,13; Dienstag mit 3,34). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 6.914.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.337.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.