Brexit: EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Mit der "Queen's speech" hat Königin Elizabeth II. am Montag in London das Parlament wiedereröffnet. Sie verlas die Regierungserklärung von Premierminister Boris Johnson, wonach dessen forderstes Ziel gegenwärtig ist, den EU-Austritt Grossbritanniens zum 31. Oktober sicherzustellen. 

Mit der "Queen's Speech" wird das britische Parlament wiedereröffnet. Am Donnerstag sollen sich London und Brüssel beim entscheidenden EU-Gipfel auf einen Brexit-Deal einigen. Alle aktuellen Nachrichten zum EU-Austritt des Vereinigten Königreichs finden Sie hier.

Merkel und Macron wollen bei Krisen zusammenstehen

Die EU-Staaten haben grünes Licht für detaillierte Verhandlungen über ein Brexit-Abkommen mit Grossbritannien gegeben. EU-Verhandlungsführer Michel Barnier könne nun vor dem EU-Gipfel kommende Woche "intensive" Gespräche mit der britischen Seite beginnen, sagten zwei EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP. 

Seit 2009 war er Sprecher des britischen Unterhauses, nun verabschiedet sich John Bercow mit einem letzten Interview aus seiner langjährigen Amtszeit. Mit dem Sender CNN spricht er über seine Einstellung zum Brexit, seine ständigen Kritiker - und kämpft vor laufenden Kameras mit den Tränen.

Die Pro-Brexit-Gruppe Leave.EU steht nach einem geschmacklosen Tweet über Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Kritik - diverse britische Politiker haben sich bereits deutlich von der Aussage der Hardliner-Gruppe distanziert.

Seit Wochen, Monaten, Jahren kreist der Brexit-Streit um den sogenannten Backstop für die irische Grenze. Nun soll London angeblich eine Alternative präsentieren.

Die britische Regierung glaubt einem Bericht zufolge nicht mehr an einen Erfolg der Gespräche über ein EU-Austrittsabkommen.

In Berlin traf sich die Bundeskanzlerin mit dem neuen EU-Parlamentschef David Sassoli.

Eines steht fest im Brexit-Kuddelmuddel: Der 29. März 2019 wird nicht in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem Grossbritannien die Europäische Union verlassen hat. Der Rest ist Chaos.

Die EU will offenbar bis Freitag entscheiden, ob ein Brexit-Deal mit Grossbritannien möglich ist oder nicht. ohnson hat in einem Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron indes deutlich gemacht, dass dies die letzte Chance sei, einen No-Deal-Brexit zu verhindern.

Während die EU zumindest zu zeitlichen Zugeständnissen bereit scheint, arbeitet Grossbritanniens Premier Boris Johnson per Telefon daran, seinen Brexit-Plan durchzuziehen.

Vor Kurzem sagte Boris Johnson noch, er wolle "lieber tot im Graben" liegen, als eine Verlängerung der Brexit-Frist zu beantragen. Nun gibt der britische Premier wohl klein bei - und schickt bald einen Antragsbrief nach Brüssel. 

Die EU ist mittelmässig beeindruckt von Boris Johnsons Vorschlägen als Ersatz für den Backstop. Es blieben mehrere Fragen offen, mehr Arbeit sei nötig. Der britische Premier schiebt einmal mehr der Europäischen Union alle Verantwortung zu.

Schon wieder: Boris Johnson will das britische Parlament erneut in eine Zwangspause schicken. Bereits im September hatte der britische Premier eine solche Pause angesetzt, wurde aber vom höchsten Gericht gestoppt.  

Auf dem Jahreskongress der konservativen Partei kritisierte Premierminister Boris Johnson das Parlament und versicherte, es werde keine Kontrollen an der Grenze zu Nordirland geben.

Der britische Premierminister Boris Johnson legt zum Abschluss des Tory-Parteitages in Manchester am Mittwoch seinen bis dato geheimen Brexit-Plan offen. Es ist der wohl letzte Versuch, die bisherige Vereinbarung mit der EU noch einmal zu ändern.

In ihrem Herbstgutachten prognostizieren führende Institute der deutschen Wirtschaft schwere Zeiten. Das Wachstum steige nur noch leicht an. Schuld seien vor allem der drohende Brexit und Handelskonflikte.

Das Ringen um einen Brexit-Deal geht heute möglicherweise in die finale Runde: London hat angekündigt, der EU an diesem Mittwoch ein "endgültiges Angebot" zu unterbreiten.

Wird London als Alternative für die umstrittene Backstop-Klausel im Brexit-Vertrag Kontrollen im Hinterland der irisch-nordirischen Grenze vorschlagen? Stimmt es, dass Boris Johnson Frauen belästigt hat? Der Premier stellt sich in Interviews.