Brexit: EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Die Chancen auf einen geregelten Brexit sinken. Dieser Meinung ist EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Ein ungeordneter Austritt Grossbritanniens sei laut seiner Meinung kaum mehr zu verhindern: "Für Grossbritannien kommt jetzt ein Moment der Wahrheit."

Zehntausende demonstrieren in Grossbritannien gegen Premier Boris Johnson und die wochenlange Suspendierung des Parlaments. Für die einen ist es ein neuer Protest gegen den Brexit, für die anderen geht es um die Demokratie.

Nachdem Premierminister Boris Johnson dem britischen Parlament eine fast fünfwöchige Zwangspause auferlegt hat, lehnt das höchste schottische Zivilgericht einen Eilantrag gegen den Schritt ab. In einer Woche wird es zur Hauptverhandlung kommen.

Der britische Premierminister Boris Johns will bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU mehr „Tempo“ machen. Um bis zum Stichtag des EU-Austritts Grossbritannien zu einer Einigung zu kommen, sollen sich Unterhändler beider Seiten mehrfach pro Woche zu Gesprächen treffen.

Mittels einer Zwangspause für das Parlament hat der britische Premierminister Boris Johnson die Möglichkeiten der Abgeordneten, einen No-Deal-Brexit zu verhindern, stark eingeschränkt. Nicht nur in England hat Johnson damit für scharfe Kritik gesorgt. Auch die internationale Presse sieht in dem Schritt ein gefährliches Manöver. 

Anders als die meisten Staaten hat Grossbritannien eine weitgehend ungeschriebene Verfassung. Vieles basiert auf Gewohnheitsrecht. Das funktioniert, solange sich alle an die Spielregeln halten. Mit der Parlamentsschliessung mitten im Brexit-Streit schiesst Premier Boris Johnson quer. Der Beginn einer gefährlichen Entwicklung? 

Regierungschef Johnson hat die No-Deal-Gegner im Parlament mit dem umstrittenen Schritt überrascht. Die Möglichkeiten der Abgeordneten, einen Chaos-Brexit zu verhindern, sind damit stark eingeschränkt.

Boris Johnson geht einen heiklen Schritt: Er schickt das Parlament in eine Zwangspause, um den EU-Austritt Grossbritanniens am 31. Oktober auch ohne Abkommen durchziehen zu können. Den Gegnern eines No-Deal-Brexits läuft die Zeit davon. 

Boris Johnson macht Ernst mit seiner Drohung, das Unterhaus auszuhebeln. Er lässt das Parlament vor dem Brexit-Termin am 31. Oktober vorübergehend schliessen, wohl, um den Austritt Grossbritanniens aus der EU auch ohne Abkommen durchziehen zu können. 

Gemeinsam gegen Johnson: Die britische Opposition verbündet sich und will einen No-Deal-Brexit per Gesetz verhindern. Das genauere Vorgehen ist bislang aber noch unklar. Unterstützung gibt es von Seiten der EU.

Offiziell sind die USA und Deutschland enge Verbündete. An der langen Liste der Streitpunkte zwischen Washington und Berlin lässt sich das nicht ablesen. Auch nicht am Verhältnis zwischen US-Präsident Trump und Bundeskanzlerin Merkel, die nun beim G7-Gipfel zusammenkommen.

Aus bislang ungeklärten Umständen ist ein Banksy-Kunstwerk in Dover verschwunden. An dem Gebäude war vergangenen Samstag ein Gerüst aufgebaut worden. Am Sonntag war das Kunstwerk plötzlich nicht mehr zu sehen. Die Enttäuschung in der südenglischen Hafenstadt ist gross.

Handelskrieg, Iran-Konflikt, Brexit-Streit: Beim G7-Gipfel im französischen Biarritz ringen die Mächtigen der Welt seit Samstag um Auswege aus politischen Krisen. Doch so ein Gipfel besteht nicht nur aus harten Verhandlungen, wie diese Bildergalerie zeigt. (mcf/mit Material der dpa)

Boris Johnson erhält Rückendeckung von Donald Trump. Bei ihrem ersten Treffen kündigt der US-Präsident an, nach dem Brexit ein Freihandelsabkommen mit Grossbritannien abschliessen zu wollen. 

Massive Differenzen mit US-Präsident Trump dominieren den G7-Gipfel. Auch wirbelt der Besuch des iranischen Aussenministers das Treffen auf. Die Kanzlerin findet jeden Versuch einer Konfliktlösung mit dem Iran gut.

Der britische Premierminister Boris Johnson will der EU im Falle eines No-Deal-Brexits 30 Milliarden Pfund vorenthalten. Das geht aus einem Bericht von "Sky News" hervor. Johnson plane demnach, die von seiner Vorgängerin Theresa May vereinbarte Brexit-Schlussrechnung für nichtig zu erklären.

Die Alleingänge von US-Präsident Donald Trump sorgen für Streit unter den sieben reichsten Industrieländern. Zum Gipfel in Biarritz stösst nun auch der neue britische Premierminister Boris Johnson dazu, der ebenfalls für Wirbel sorgen dürfte. Was kann bei dem von Krisen und Konflikten geprägten Treffen herauskommen? 

Berlin und London haben im Streit über den britischen EU-Austritt Gesprächsbereitschaft signalisiert - jetzt trifft der britische Premierminister den französischen Präsidenten. In der Sache stossen seine Forderungen bei der EU bislang auf Ablehnung.

Boris Johnson will in Berlin und Paris Änderungen am Brexit-Abkommen erreichen - und holt sich bisher nur Absagen ab. Meint er es wirklich ernst mit Verhandlungen, oder geht es ihm nur um Schuldzuweisungen?

Rund zehn Wochen vor dem Brexit-Termin am 31. Oktober bewegt sich rein gar nichts zwischen London und Brüssel. Daran ändert auch ein neuer Vorstoss des britischen Premierministers Boris Johnson nichts. Er beisst damit in Europa zwar auf Granit, hat aber trotzdem noch einiges vor.

Neuverhandlungen des Brexit-Vertrages, das fordert Boris Johnson. In einem Brief an EU-Ratschef Donald Tusk legt der britische Premierminister seine Position dar.

Die britische Regierung will die Personen-Freizügigkeit für EU-Bürger unmittelbar nach dem Brexit abschaffen. Die Freizügigkeit werde "am 31. Oktober" enden, sagte eine Regierungssprecherin am Montag. 

Ein geleaktes Regierungsdokument zeigt, auf welches Chaos Grossbritannien zurast: Demnach gilt es als wahrscheinlich, dass im Falle eines No-Deal-Brexits Lebensmittel, Medikamente und Benzin knapp werden. Ein Appell von Unterhaus-Abgeordneten unterstreicht die Brisanz der Lage. 

Oppositionschef Jeremy Corbyn will den Brexit ohne Abkommen verhindern und dafür eine Revolte anzetteln. Doch sowohl in der britischen Bevölkerung als auch bei anderen Parteien kommt er damit nicht an. Eine Umfrage bringt ein wenig schmeichelhaftes Ergebnis.