• Robert Lewandowski will den FC Bayern München trotz eines gültigen Vertrags verlassen.
  • Seine Bayern-Mitspieler Thomas Müller und Leon Goretzka haben sich zu dem Fall geäussert.
  • Ein guter Freund von Lewandowski verrät zudem, warum der Stürmer in München keine Zukunft sieht.

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Das Verhältnis zwischen dem FC Bayern München und Robert Lewandowski scheint endgültig ruiniert zu sein. "Meine Geschichte bei Bayern ist vorbei", sagte der Stürmer bei einer Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft.

Dabei steht er beim deutschen Rekordmeister noch ein Jahr unter Vertrag. Die Verantwortlichen Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic haben einen Verkauf bislang ausgeschlossen. Es droht ein langwieriger Streit zwischen Verein und Spieler.

Thomas Müller hofft auf Verbleib von Lewandowski

Nun äussern sich auch erste Mitspieler zu den Unstimmigkeiten zwischen Lewandowski und dem FC Bayern. "Lewy hat einen gültigen Vertrag und ich würde mir wünschen, dass mein langjähriger Offensivpartner bleibt, unsere Verbindung auf dem Platz ist ja hinlänglich bekannt", sagt Thomas Müller im Interview mit dem "kicker".

"Aber natürlich ist das Geschäft auch so, dass es anders kommen kann. Generell gilt: Der Verein ist grösser als wir Spieler." Ob es überhaupt Sinn machen würde, einen abwanderungswilligen Lewandowski im Team zu behalten?

Müller gibt sich hoffnungsvoll: "Es ist Spielpause, und in diesen Zeiten haben wir doch schon sehr viel erlebt, ich erinnere nur an den Wechselwunsch von Franck Ribery zu Real Madrid. Fest steht: Jeder Spieler, der am 1. Spieltag noch in München unter Vertrag ist, wird auch gut spielen wollen. Denn schlecht zu spielen macht keinem Spieler Spass."

Goretzka wünscht sich weniger Emotionalität und eine gute Lösung

Auch Leon Goretzka hat sich bei einer Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft zu Lewandowski geäussert. "Ich glaube, dass das insgesamt sowohl für den FC Bayern als auch für Lewy eine unglaubliche Erfolgsgeschichte war. Alleine um dieser Geschichte Respekt zu zollen, wäre ich froh, wenn beide Seiten irgendwo ein bisschen Emotionalität vielleicht herausnehmen und einfach versuchen, da eine gute Lösung zu finden für alle Beteiligten."

In eine ähnliche Richtung geht Nationalmannschaftskollege Serge Gnabry. Er wünscht sich, dass der Transferstreit der Bayern mit Lewandowski bald Geschichte ist. "Es ist ein bisschen schade, wie es da immer hin und her geht", sagte er am Donnerstag im Lager der DFB-Auswahl in Herzogenaurach. "Als Mitspieler und Teil des Vereins hoffe ich, dass es da eine Lösung geben wird", fügte der Bayern-Stürmer, dessen Zukunft derzeit ebenfalls noch offen ist, hinzu.

Lewandowski-Mitarbeiter: "Er hat eine solche Behandlung nicht verdient"

Doch warum ist das Verhältnis zwischen Lewandowski und dem FC Bayern überhaupt so ruiniert? Tomasz Zawislak, ein enger Freund und Mitarbeiter des Stürmers, gibt im Gespräch mit der "Sport Bild" Einblicke in das Seelenleben des Polen.

"Betrachtet man das Verhalten des Klubs in den letzten Monaten, besteht kein Zweifel daran, dass Robert nicht Teil dieser Zukunft ist. Es ist schade, dass die ganze Zeit über niemand von der Vereinsführung ein ehrliches Gespräch führen wollte. Er hat eine solche Behandlung nicht verdient. Und deshalb haben sie ihn als Menschen verloren", erklärt Zawislak.

Zudem würden auch private Aspekte für Lewandowski eine Rolle spielen: "Man muss bedenken, dass Robert sich privat in einer Phase befindet, in der Stabilität eine Rolle zu spielen beginnt, denn die Kinder werden älter, sie werden bald eingeschult. Die Familie ist Robert sehr wichtig."

Verwendete Quellen:

  • Kicker (45/2022): "Wir sind auf einer Mission"
  • Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft mit Leon Goretzka, 31.05.2022
  • Sport Bild (22/2022): Lewis bester Kumpel: Darum will er nur noch weg

Bericht: Liverpools Mané tendiert zu Wechsel zum FC Bayern

Das wäre ein Transfer-Hammer: Liverpools Stürmer Sadio Mané tendiert einem Medienbericht zufolge zu einem Wechsel zum FC Bayern. Es seinen aber wegen des Königsklassen-Endspiels noch keine offiziellen Gespräche geführt worden.