• Marcel Sabitzer erlebte 2021/2022 eine misslungene erste Spielzeit beim FC Bayern München und ist sogar zum Absteiger der Saison gewählt worden.
  • Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Leon Goretzka kam er nun in die Startelf - und nutzt seine Chance.
  • Trainer Julian Nagelsmann erklärt, warum Sabitzer in dieser Saison völlig anders auftritt als in der vorherigen Spielzeit.

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Vom Millionen-Flop zum Stammspieler, vom Absteiger der Saison zum Durchstarter: Marcel Sabitzer nimmt beim FC Bayern München eine erstaunliche Entwicklung.

Rund 15 Millionen Euro Ablöse überwies der FC Bayern im Sommer 2021 an RB Leipzig, um den österreichischen Nationalspieler nach München zu locken. Er war der Wunschspieler von Trainer Julian Nagelsmann, der bereits in Leipzig mit dem zentralen Mittelfeldspieler zusammengearbeitet hatte.

Doch Sabitzer blieb in seiner ersten Saison in München jeglichen Beweis schuldig, das viele Geld wert zu sein. Über die Rolle des Ersatzspielers kam er nie hinaus. In der kompletten Spielzeit 2021/2022 absolvierte er lediglich ein Spiel über die kompletten 90 Minuten.

Seine magere Ausbeute: In 30 Pflichtspiel-Einsätzen gelangen ihm lediglich ein Tor und eine Vorlage. In einer anonymen Umfrage des "kicker"-Sportmagazins, an der 167 Bundesligaprofis teilnahmen, wurde er mit grossem Vorsprung zum Absteiger der Saison gewählt.

Nagelsmann lobt die Qualität von Sabitzer

Umso überraschender ist die Wandung, die der 28-Jährige seitdem genommen hat. Nach einer starken Saisonvorbereitung zählt er plötzlich zur Stammelf. Sowohl beim Supercup gegen RB Leipzig als auch beim Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt stand Sabitzer von Anfang an auf dem Platz.

Auch beim Heim-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 17:30 Uhr) hat Sabitzer gute Chancen auf einen Einsatz in der Startelf, da Leon Goretzka aufgrund seiner Knie-Operation noch einige Zeit ausfallen dürfte. Julian Nagelsmann lobt die Leistungen von Sabitzer: "Die Entwicklung ist gut. Er ist deutlich mehr der Sabi, den ich aus Leipzig kannte. Er hat eine sehr gute Qualität."

Doch was lief in der Vergangenheit überhaupt schief? "Er hat mir im letzten Jahr einen Tick zu viel zurückgespielt und ein bisschen zu verhalten gespielt", erklärt der Trainer.

Sabitzer glänzt in der Offensive und der Defensive

Diese Zeiten sind offenbar vorüber. Sabitzer erweist sich im Mittelfeld als ideales Bindeglied zwischen Angriff und Verteidigung. "Er ist defensiv sehr wichtig auf seiner Position, ist ein guter Gegenpressing-Spieler und hat alleine gegen Frankfurt in der ersten Halbzeit sechs, sieben mögliche Konter verhindert", erklärt Nagelsmann. Im Offensivspiel wiederum habe Sabitzer "eine sehr gute Gabe, das Spiel zu beschleunigen."

In Leipzig war Sabitzer ein Führungsspieler

Auch menschlich scheint er sich beim FC Bayern mittlerweile wohler zu fühlen. Nagelsmann erinnert sich an die vergangene Saison: "Als die Mannschaft komplett war, hat er sich ein bisschen hintenangestellt und alles beobachtet." Dabei kannte Nagelsmann ihn aus Leipzig als einen "Führungsspieler, der vorangegangen ist und immer etwas bewegen wollte."

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Eine ähnliche Rolle könnte er nun auch beim FC Bayern einnehmen. "Er ist deutlich selbstbewusster und von seinem eigenen Gefühl jetzt noch besser in der Mannschaft angekommen. Das zeigte sich in der Vorbereitung. Auch in den ersten beiden Pflichtspielen hat er es gut gemacht", sagt Nagelsmann.

Kimmich bezeichnet Sabitzer als einen "der Besten"

Auch Joshua Kimmich lobt die Entwicklung seines Mittelfeld-Partners. "Ich spiele gerne mit ihm zusammen. Er gibt uns ein gewisses körperliches Spiel, ist ein intelligenter Spieler, torgefährlich, mit einem guten Torschuss", wird er vom "kicker" zitiert.

"In der letzten Saison liefen ein paar Sachen unglücklich für ihn. In dieser hat man von Anfang an gemerkt, dass er hungrig ist im Training. Er ist immer einer der Besten."

Verwendete Quellen:

  • Pressekonferenz des FC Bayern München mit Julian Nagelsmann am 12.08.2022
  • kicker.de: Kimmich über Sabitzer: "Er ist immer einer der Besten"
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