Die Macher des FC Bayern München basteln an der Mannschaft der Zukunft. Wie genau sie aussehen wird, verrät Präsident Uli Hoeness noch nicht. Der Rekordmeister aber werde so viel Geld ausgeben wie noch nie.

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Uli Hoeness liebt es, die Journalisten anzuteasern und mit deren Wissbegierde zu spielen. "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison ...", warf der Präsident des FC Bayern München Ende Februar in die Talkrunde "Doppelpass" des TV-Senders Sport1. Mehr nicht. Hoeness beendete seine Ausführungen genau in dem Moment, in dem sie für seine Zuhörer spannend geworden wären.

FC Bayern: Bisher ist nur Benjamin Pavard eingetütet

Es darf also weiter munter darüber spekuliert werden, wer sich neben Weltmeister Benjamin Pavard, der vom VfB Stuttgart verpflichtet worden ist, ab Sommer noch den begehrten Bayern-Dress erstmals überstreifen wird.

Pavards Landsmann und WM-Kollege Lucas Hernández von Atlético Madrid und Englands Mega-Talent Callum Hudson-Odoi werden seit Monaten als kommende Neuzugänge der Münchner gehandelt.

Doch wie Hoeness sagte: Nur er und seine Mitstreiter an der Vereins-Spitze wissen, was sie an Transfers "alles schon sicher haben für die kommende Saison".

Hoeness spricht von Rekord-Investitionen

Im Rahmen eines Besuchs einer Maklermesse in München verriet Hoeness, wie die "Bild"-Zeitung berichtete, aber doch ein bisschen mehr. 40 Jahre nach seinem Amtsantritt als Manager des FC Bayern, den er damals von umgerechnet 3,5 Milllionen Euro Schulden zu befreien hatte, habe der Bundesliga-Primus das "grösste Investitionsprogramm" seiner Geschichte gestartet.

Es ist die logische Antwort auf die wachsende Herausforderung durch die ausländischen Gross-Investoren, die sich vor allem bei Bayerns Konkurrenten in England, Frankreich und Italien breit gemacht haben.

Deren Vabanque-Spiel wollte der FC Bayern in der Vergangenheit nicht mitspielen, und er werde - so betont es Hoeness immer wieder - das Geld auch zukünftig nicht unkontrolliert und jeder Vernunft zuwiderhandelnd auf den Transfermarkt werfen.

Gemessen aber an den Dimensionen, die die Bayern und die Bundesliga kennen, wird der Transfer-Rahmen - wenn schon nicht gesprengt - so doch offenbar gedehnt werden.

Unbekannter Ivorer soll 80 Millionen Euro kosten

So soll der FC Bayern für einen hierzulande noch wenig bekannten Rechtsaussen von der Elfenbeinküste, Nicolas Pépé, 80 Millionen Euro geboten haben. Damit wäre er doppelt so teuer wie der bisher teuerste Bayern-Spieler. Für Corentin Tolisso, noch bevor der mit Frankreich Weltmeister wurde, überwiesen die Münchner im Sommer 2017 die Bundesliga-Rekord-Ablöse von 41,5 Millionen Euro nach Lyon.

Pépé wäre zudem genauso teuer wie Hernández. Für den 23-Jährigen sind in Madrid 80 Millionen Euro als feste Ablösesumme in dessen Vertrag festgelegt. Hernández aber hat Pépé mindestens voraus, Weltmeister zu sein.

2017 gaben die Bayern 116 Millionen Euro aus

Im Tolisso-Sommer 2017 gab der FC Bayern 116 Millionen Euro aus und bekam dafür sieben neue Spieler. Dieser Rekord wird im kommenden Sommer Geschichte sein. Das hat Hoeness, der als Boss des Aufsichtsrats auch Herr des Geldes ist, angekündigt. Fehlen nur noch die Namen der Spieler dazu.

Hasan Salihamidzic: "Interessiert mich doch nicht, was der Uli Hoeness gesagt hat"

Eigentlich hätte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem 6:0-Erfolg seines Vereins über Mainz 05 freudestrahlend vor die Mikrofone der Pressevertreter treten sollen. Schliesslich schob sich der FCB wieder vorbei an Borussia Dortmund auf den ersten Tabellenplatz. Doch Salihamidzic war nicht so. © ProSiebenSat.1
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