Saudi-Arabien

Familienmitglieder im engsten Beraterteam, Geschäftsbeziehungen in problematische Länder und die eigenen Kinder als Quasi-Diplomaten: Während Trump mit dem Finger auf die Bidens zeigt und Korruptions-, Klüngel- und Vetternwirtschaftsvorwürfe austeilt, zeigt sich bei einem genauen Blick: Auch er selbst und seine Familie sind nicht frei von Interessenskonflikten.

Eine Wohltätigkeitsstiftung in Katar unterstützt europäische Muslime – mit Vorliebe Anhänger der konservativen Muslimbruderschaft. Das zeigen Dokumente, die ein anonymer Whistleblower Journalisten zukommen liess. Unterwandert das steinreiche Königreich systematisch den europäischen Islam? Eine Berliner Islamwissenschaftlerin warnt vor Alarmismus.

Zwischenfälle mit Tankern hatten den Konflikt zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten angeheizt. Nun meldet Teheran eine Explosion auf einem Öltanker vor der Küste Saudi-Arabiens. Die Details dazu sind zu Beginn so nebulös wie bei vergangenen Vorfällen.

Am Freitag berichteten iranische Medien von einer Explosion auf einem Schiff etwa 60 Seemeilen vor der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda.

Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Jamal Khashoggi ins saudische Konsulat in Istanbul ging und nicht mehr herauskam. Er wurde ermordet. Für Saudi-Arabien gibt es praktisch keine Konsequenzen. Deutschland steht mit seinen Sanktionen weitgehend alleine da.

Urlaub in Saudi-Arabien? Das erzkonservative Land möchte ausländische Touristen anlocken, die künftig ein Visum für eine relativ geringe Gebühr direkt am Flughafen erhalten können. Ob das Königreich damit zu einem Traumziel wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn vor allem für Frauen gelten nach wie vor sehr strenge Regeln.

Andernfalls drohe eine weitere Eskalation, die globale Interessen gefährde. So könnten etwa die Rohölpreise in "unvorstellbare" Höhen steigen.

Verantwortlich, aber nicht schuldig? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht über die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi. Er übernimmt Verantwortung, will von dem Verbrechen aber nichts gewusst haben.

ls Reaktion auf die Angriffe auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien schicken die USA etwa 200 Soldaten in das Land.

Die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen Mitte September werfen weiter Fragen auf. Zwar spricht einiges dafür, dass der Iran dahintersteckt, doch sind der Öffentlichkeit bisher nur wenige gesicherte Informationen bekannt. Was wir wissen und was nicht.

Als US-Präsident Donald Trump vor zwei Jahren erstmals vor die UN-Vollversammlung trat, drohte er Nordkorea noch die totale Zerstörung an, Machthaber Kim Jong Un verspottete er als "Raketenmann". Inzwischen ist der Konflikt mit Nordkorea aus dem Fokus geraten. Dafür droht nun ein Krieg mit dem Iran.

US-Präsident Trump ist seit jeher auf Konfrontationskurs mit dem Iran. Bislang haben die Europäer vereint dagegengehalten. Doch vor der UN-Vollversammlung bröckelt diese Front. Briten-Premier Boris Johnson springt Trump bei.

Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen legte sich US-Aussenminister Pompeo erstaunlich schnell fest: Er machte den Iran dafür verantwortlich. Nun folgen ihm in dieser Bewertung auch Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.

Washington scheint eine militärische Eskalation vermeiden zu wollen. Die USA üben anderweitig Druck aus. Aus Teheran kommen unterdessen Friedensangebote und schrille Warnungen.

Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hält einen Krieg mit den USA möglicherweise für nicht vermeidbar. Das sagte er in einem Interview des amerikanischen Senders CBS.

Die USA bemühen sich nach Aussage ihrer Regierung um Befriedung des Nahen Ostens. Gleichzeitig aber verlegt Präsident Donald Trump neue Truppen in die Region. Der Iran droht deshalb mit der Vernichtung Israels.

Der Raketenangriff auf Ölanlagen trifft Saudi-Arabien nicht nur militärisch. Der wirtschaftliche Schaden ist grösser als geahnt, denn der Ölkonzern Aramco steht vor dem Börsengang.

Im Konflikt am Golf warnt der Iran mit drastischen Worten vor einer militärischen Eskalation. Die USA wollen mit ihren Verbündeten eine Koalition aufbauen, um den Iran in die Schranken zu weisen - setzen dabei laut Aussenminister Pompeo aber noch auf eine friedliche Lösung.

Die USA reagieren gelassen auf die martialische Drohung des Iran mit einem "umfassenden Krieg". Donald Trumps Aussenminister Mike Pompeo betont, im Konflikt mit der Führung in Teheran nach einer friedlichen Lösung zu streben.

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verschärfen die USA den Ton gegenüber dem Iran. Dass die Huthis im Jemen sich zu den Angriffen bekannten, tut US-Aussenminister Mike Pompeo als Lüge ab. Der Iran reagiert mit schweren Vorwürfen an die Adresse Washingtons. Saudi-Arabien wiederum spricht schon von Krieg.

In Saudi-Arabien hat das Militär am Mittwoch Trümmerteile präsentiert, die eine iranische Verwicklung in die Angriffe auf die Erdölraffinerien belegen sollen.

Noch ist nicht bewiesen, wer die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien zu verantworten hat. Nichts desto weniger greift US-Präsident Donald Trump zu Strafmassnahmen gegen den Iran: Er hat angekündigt, die Sanktionen "bedeutend" zu verstärken. 

Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien in Milliardenhöhe liegen seit Monaten auf Eis. Das wird bis auf weiteres auch so bleiben.

Noch immer ist unklar, wer hinter den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien steckt. US-Aussenminister Mike Pompeo will mit dem saudischen Kronprinzen darüber beraten, wie eine Reaktion aussehen könnte. Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten wächst.