Das kommt dabei heraus, wenn sich Politiker in den Fussball einmischen: Frankreichs Premierminister Manuel Valls will den FC Barcelona in die heimische Ligue 1 holen, sollte sich Katalonien von Spanien abspalten.

Es klingt nach einer absoluten Schnapsidee. Der FC Barcelona in einer nationalen Liga mit Paris St.Germain, Olympique Marseille und Co. Kein Hirngespinst, wenn es nach Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls geht. Der Politiker kann sich ein "Exil" des Weltklubs in der französischen Liga für den Fall, dass sich Katalonien von Spanien abspaltet, vorstellen.

Das Ganze könnte nach dem Willen des Politikers bereits kommende Saison Realität werden, sollte die spanische Primera Division Nägel mit Köpfen machen und Lionel Messi, Neymar und Co. aus dem Spielbetrieb entfernen.

Javier Tebas, Geschäftsführer der spanischen Liga, hatte den FC Barcelona bereits vorgewarnt. Sollte sich das spanische Volk in einem baldigen Referendum für die katalanische Unabhängigkeit aussprechen, habe das fatale Konsequenzen für den Traditionsverein.

Frankreichs Premierminister Valls wartet in der Politik-Zeitschrift "Challenges" mit einem Beispiel auf: "Der AS Monaco spielt in der Ligue 1, warum also nicht auch Barcelona?". Der Politiker gilt als grosser Fan des katalanischen Starklubs: "Sie liegen mir im Blut!".

Die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit der Region Katalonien findet am 9. November statt. Doch die spanische Regierung prozessiert seit einiger Zeit gegen das Vorhaben. Ihrer Ansicht nach ist das Referendum verfassungswidrig.