• 18:20 Uhr: Lauterbach: Kein weiterer Lockdown in Deutschland
  • 16:17 Uhr: Umfrage: Nur 35 Prozent der Deutschen zufrieden mit EU-Corona-Politik
  • 14:35 Uhr: Delta-Variante: Weiter strenge Regeln für Einreise aus Grossbritannien
  • 12:05 Uhr: Fast 1,2 Millionen Menschen am Mittwoch geimpft worden

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➤ Lauterbach: Kein weiterer Lockdown in Deutschland

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht auch bei möglichen neuen Corona-Ausbrüchen in Zukunft keinen Bedarf für einen weiteren Lockdown in Deutschland. "Dem wirklich guten Sommer steht im Prinzip nichts mehr entgegen", sagte er dem Nachrichtensender "Welt" am Donnerstag.

Er rechne zwar mit einer vierten Corona-Welle, wenn die Innenräume geöffnet werden und Leute aufeinander treffen, "die noch nicht geimpft sind und noch nicht genesen sind und möglicherweise noch nicht getestet sind". Es würden aber keine Ausbrüche sein, "die die Dimension haben, dass wir nochmals einen Lockdown benötigen".

Daneben äusserte Lauterbach Verständnis dafür, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen wollen, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) keine Empfehlung für den ab 12 Jahren zugelassenen Biontech-Impfstoff ausgesprochen hat. Vom 7. Juni an können Jugendliche sich um eine Impfung bemühen.

Der Gesundheitspolitiker bedauerte im Interview zudem, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson sich zum "Ladenhüter" entwickelt habe. Genauso wie beim Vektor-Impfstoff von Astrazeneca seien in seltenen Fällen Sinusvenenthrombosen aufgetreten. Für eine vollständige Immunisierung benötigt das Johnson&Johnson-Vakzin jedoch nur eine Dosis, deshalb sei es Lauterbach zufolge in Amerika begehrt.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Venedig: Erstes Kreuzfahrtschiff legt nach 17 Monaten an

23:23 Uhr: Nach 17 Monaten hat in Venedig zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ein Kreuzfahrtschiff angelegt. Am Donnerstag erreichte die MSC Orchestra ohne Passagiere aus Griechenland kommend die bei Touristen beliebte italienische Stadt. Von dort soll sie am Samstag mit rund 650 Passagieren zu einer Mittelmeer-Kreuzfahrt ablegen. Doch nicht alle freuen sich über die Ankunft der MSC Orchestra, die die Debatte um Kreuzfahrtschiffe in der Lagunenstadt neu entfacht hat.

Die Kreuzfahrt-Urlauber müssen einen negativen Corona-Test vorzeigen, der nicht älter als 96 Stunden ist. Vor Ort sollen die Touristen dann einen weiteren Test machen, bevor sie an Bord gehen dürfen. Wegen der Corona-Massnahmen darf das Schiff maximal die Hälfte seiner Kapazität von 3.000 Passagieren ausreizen.

Während des zweitägigen Aufenthalts in Venedig bereitet das Personal das Schiff für die Fahrt vor. Nach dem Start in Venedig soll das Kreuzfahrtschiff von Bari im Süden Italiens über Korfu und Mykonos in Griechenland nach Dubrovnik in Kroatien fahren.

Die langsame Rückkehr des Massentourismus lässt auch die Debatte um die Kreuzfahrtschiffe wieder aufkommen: Am Samstag sind gleich zwei Demonstrationen geplant - für und gegen das Ankern der Schiffe in Venedig. Umweltschützer kritisieren unter anderem, dass die von den Schiffen verursachten hohen Wellen die Fundamente der Gebäude Venedigs erodieren lassen.

In dieser Woche forderten internationale Künstler wie Mick Jagger, Wes Anderson und Tilda Swinton in einem offenen Brief den italienischen Präsidenten Sergio Mattarella und den Premierminister Mario Draghi auf, Kreuzfahrtschiffe in Venedig vollständig zu verbieten. In dem Brief forderten sie zudem eine bessere Steuerung der Touristenströme, den Schutz des Ökosystems der Lagune und den Kampf gegen Immobilienspekulation, um "die physische Integrität, aber auch kulturelle Identität" der Stadt zu bewahren.

Absagen von Wahlhelfern nach Impfbescheinigung: Berliner Bezirk prüft

22:39 Uhr: Wahlhelfer in Berlin haben Anspruch auf eine Corona-Impfung. 60 der Freiwilligen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sagten nun ab, unmittelbar nach Erhalt der Bescheinigung für die Spritze. Das Wahlamt prüfe die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahren, sagte die zuständige Stadträtin Christiane Heiss (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Stadträtin Heiss kritisierte das Verhalten: "Eine Absage führt nicht nur zu Mehraufwand, sondern gefährdet gegebenenfalls auch die ordnungsgemässe Durchführung der Wahl." Absagen dürften nur unter bestimmten Gründen erfolgen, wie familiäre oder berufliche Verpflichtungen. Reicht die Begründung für die Absage nicht aus, ist dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbusse von bis 500 Euro geahndet werden kann, sagte Heiss.

Auch in anderen Bezirken der Hauptstadt haben sich Wahlhelfer abgemeldet. Aus Steglitz-Zehlendorf hiess es, dass bei den bislang 20 Abmeldungen kein erkennbarer Zusammenhang mit der Impfbescheinigung bestehe. Nach Angaben der Landeswahlleitung handele es sich um ein "Randphänomen". "Leute, die einen Impftermin haben wollen, kann es in Einzelfällen geben", sagte der Leiter der Geschäftsstelle, Geert Baasen. Weil für die anstehenden Wahlen sehr viele Wahlhelfer benötigt werden, sei die Suche früh gestartet worden. "Deshalb kommt es vor, dass Leute absagen", sagte Baasen.

Indien-Rückkehrer stirbt an Corona: Dresdner Hochhaus unter Quarantäne

21:22 Uhr: Nach dem Tod eines an COVID-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers in Dresden hat das Gesundheitsamt für alle Bewohner eines Hochhauses Quarantäne angeordnet. Es handelt sich um ein Studentenwohnheim. Hintergrund sei der schnelle Krankheitsverlauf des Mannes, dessen Gesundheit sich nach zunächst gutem Allgemeinzustand rapide verschlechtert habe, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit.

Er war zuvor aus Indien zurückgekehrt und hatte keine erkennbaren Vorerkrankungen. Es bestehe der begründete Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen sei. Wie alt der Mann war, wurde nicht mitgeteilt.

Um Infektionsketten aufzudecken und zu unterbrechen, sollen am Freitag alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses verpflichtend auf Corona getestet werden. Sie stehen mindestens bis einschliesslich Dienstag unter Quarantäne. Bis dahin seien die Corona-Tests ausgewertet und auf mögliche Virusvarianten untersucht worden, heisst es zur Begründung von der Stadt. Wieviele Menschen von der Quarantäne betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt.

USA verkünden erste Details zu Impfstoffverteilung an andere Länder

20:25 Uhr: Die US-Regierung will einen Grossteil ihrer Impfstoff-Spenden an andere Länder über das Impfprogramm Covax verteilen. Das Weisse Haus veröffentlichte am Donnerstag Details zur Verteilung der ersten zugesagten 25 Millionen Impfstoffdosen an andere Staaten. Mindestens 75 Prozent davon, knapp 19 Millionen Dosen, sollen demnach über Covax vergeben werden. Davon seien etwa sechs Millionen Dosen für Lateinamerika und die Karibik vorgesehen, etwa sieben Millionen Dosen für Süd- und Südostasien und etwa fünf Millionen Dosen für Afrika.

Die verbleibendenden rund 25 Prozent der ersten 25 Millionen Impfstoffdosen wiederum, etwa 6 Millionen Dosen, will die US-Regierung direkt an Länder abgeben, etwa an die Nachbarländer Kanada und Mexiko sowie Indien und Südkorea.

Die US-Regierung hat bislang zugesagt, bis Ende Juni 80 Millionen Impfstoffdosen mit anderen Staaten zu teilen. Bereits Ende April hatte die US-Regierung verkündet, nach einer Freigabe der Arzneimittelbehörde FDA 60 Millionen Dosen des in den USA derzeit nicht zugelassenen Corona-Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca an andere Staaten abzugeben.

Im Mai folgte die Zusage der Amerikaner, weitere 20 Millionen Impfdosen von bereits zugelassenen Mitteln an andere Länder abzutreten. Mit einer FDA-Notfallzulassung sind in den USA derzeit die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verwendung freigegeben.

EU-Behörde: Einige Migranten von COVID besonders betroffen

19:22 Uhr: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sieht Hinweise für erhöhte Corona-Risiken bei einigen Gruppen von Migranten in Europa und fordert gezielte Massnahmen, um die Menschen besser zu schützen. Dazu zählt auch gezieltes Werben in den jeweiligen Muttersprachen, um Impfraten zu erhöhen. Die Studie legte die ECDC am Donnerstag in Stockholm vor.

Als "Migrant" gilt in der Studie eine Person, die für mindestens zwölf Monate entweder von einem anderen europäischen Land oder einem Drittstaat in ein Land der EU oder der europäischen Freihandelszone EFTA zieht.

Die EU-Behörde greift damit eine heikle politische Debatte auf. Teils gab es auch in Deutschland Schätzungen, wonach besonders viele Menschen mit ausländischen Wurzeln auf COVID-19 behandelt wurden. In Deutschland werden Angaben zu Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund bei Covid-Kranken laut Infektionsschutzgesetz jedoch nicht erfasst. Das ECDC nennt nun Hinweise aus anderen europäischen Ländern. So seien in Dänemark, Norwegen und Schweden mehr Migranten unter Covid-Kranken festgestellt worden, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspräche.

In Norwegen entfielen den Angaben zufolge 42 Prozent der COVID-Fälle bis Ende April 2020 auf diese Gruppe. In Dänemark waren Anfang Mai 2020 "nicht-westliche Migranten" und ihre Kinder 18 Prozent der bekannten COVID-Erkrankten, während ihr Bevölkerungsanteil nur halb so gross war. Die Inzidenz in dieser Gruppe war 240 je 100.000 Menschen, bei Dänen ohne Migrationshintergrund 128 je 100.000.

Das ECDC führt ähnliche Erkenntnisse aus Schweden und Spanien an. In Grossbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Schweden sei zudem bei Migranten im Pandemiejahr 2020 eine überhöhte Sterblichkeit registriert worden, sowohl verglichen mit der übrigen Bevölkerung als auch mit früheren Jahren.

Doch betont die Gesundheitsbehörde, dass die Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund in Europa sehr unterschiedlich und Verallgemeinerungen schwierig seien. Die ECDC verweist auf besondere Risiken der betrachteten Gruppen, darunter Corona-Ausbrüche in Flüchtlingsunterkünften. Einige Migranten hätten indirekte gesundheitliche und soziale Folgen der Pandemie zu spüren bekommen, darunter Diskriminierung, Reisebeschränkungen und Grenzschliessungen. In ihren Jobs seien sie besonderen Infektionsrisiken ausgesetzt gewesen.

Gute Corona-Lage: EU erlaubt wieder unkomplizierte Einreise aus Japan

17:32 Uhr: Reisende aus Japan können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen. Aufgrund verbesserter Corona-Zahlen wurde das Land am Donnerstag von der EU auf die Liste derjenigen Drittstaaten gesetzt, für die keine strengen Einreisebeschränkungen mehr gelten sollen.

Auf der Liste standen bislang nur Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Israel und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen, die für die meisten normalen Menschen aus dem Land ein Einreiseverbot bedeuten. Die Liste wird regelmässig überarbeitet.

Auf die Einreisebeschränkungen hatten sich alle EU-Staaten ausser Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bereits zu Beginn der Corona-Pandemie verständigt. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU verboten. Rechtlich bindend ist der Einreisestopp allerdings nicht. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

Komitee kritisiert Corona-Politik der schwedischen Regierung

17:07 Uhr: Die schwedische Regierung hat für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie heftige Kritik einstecken müssen. Das Kontrollkomitee des Reichstages legte am Donnerstag einen Bericht vor, in dem der Regierung zahlreiche Mängel vorgeworfen werden.

Kritisiert wird unter anderem, dass sie keine Strategie zur Bekämpfung der Pandemie verabschiedet habe. Ausserdem sei das Pandemiegesetz, das der Regierung mehr Vollmachten gibt, zu spät ausgearbeitet worden. "Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der Umgang der Regierung mit der Pandemie mangelhaft war", sagte die Vorsitzende Karin Enström.

In Schweden haben sich in Bezug auf die Bevölkerungszahl sehr viel mehr Menschen mit dem COVID-19-Virus infiziert als in anderen europäischen Ländern. Die Regierung hatte lange auf Verbote verzichtet und den Menschen lediglich Empfehlungen gegeben.

Konkret beschreibt das Kontrollkomitee die unzureichenden Massnahmen zum Schutz der Menschen in den Altersheimen. In Schweden starben vor allem zu Beginn der Pandemie sehr viele ältere Menschen. Bis Donnerstag waren insgesamt 14.512 Todesfälle registriert worden, die mit einer COVID-19-Infektion in Verbindung gebracht werden.

Das Komitee kam ausserdem zu dem Schluss, dass eine unklare Aufgabenverteilung dazu führte, dass das Testen und die Infektionsverfolgung nicht schnell genug in Gang kamen. Ausserdem sei die Beschaffung von Schutzausrüstung nicht gut genug gewesen.

Umfrage: Nur 35 Prozent der Deutschen zufrieden mit EU-Corona-Politik

16:17 Uhr: Die Menschen in Deutschland sehen die EU-Massnahmen gegen die Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge deutlich kritischer als andere Europäer. Nur 35 Prozent der Befragten in der Bundesrepublik waren mit den Massnahmen zufrieden, im Vergleich zu 48 Prozent im EU-Durchschnitt. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten neuen Eurobarometer unter knapp 27.000 Menschen hervor. Auch EU-weit ist eine knappe Mehrheit von 50 Prozent unzufrieden, in Deutschland 63 Prozent.

Die EU-Kommission hatte unter anderem die Beschaffung von Corona-Impfstoff für alle 27 Mitgliedsstaaten übernommen. Als im Frühjahr Nachschub fehlte, löste dies in Deutschland Kritik aus. Weitere EU-Massnahmen waren die Versuche, die Abwehr der Pandemie zu koordinieren sowie die Beschlüsse für gemeinsame Wiederaufbauhilfen zur Erholung der Wirtschaft.

In der Umfrage im Auftrag des Europaparlaments im März und April meldete fast jeder Dritte (31 Prozent) negative Auswirkungen der Pandemie auf die persönliche finanzielle Situation. Weitere 26 Prozent fürchteten, dass dies noch kommt. In Deutschland war der Anteil geringer: 24 Prozent spüren die Folgen der Pandemie bereits im Geldbeutel, weitere 19 Prozent fürchten dies.

Trotzdem äusserten EU-weit und auch in Deutschland 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass der gesundheitliche Nutzen der Sperrmassnahmen in ihrem Land den wirtschaftlichen Schaden überwiege. In der zweiten Jahreshälfte 2020 schätzte noch eine knappe Mehrheit die wirtschaftlichen Schäden als wichtiger ein, wie das Europaparlament weiter mitteilte.

Hälfte der erwachsenen Briten ist vollständig geimpft

15:55 Uhr: Jeder zweite Erwachsene in Grossbritannien ist mittlerweile vollständig gegen Corona geimpft. "Ein weiterer wichtiger Meilenstein heute", twitterte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi am Donnerstag. "50 Prozent aller Erwachsenen in Grossbritannien haben nun den Schutz von zwei Impfdosen." Mehr als drei Viertel der Erwachsenen haben bislang eine erste Corona-Impfung erhalten.

Die Briten befinden sich derzeit im Wettlauf der Impfungen mit der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante: Derzeit sind die Corona-Fallzahlen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 32 noch immer recht niedrig - allerdings hat der Anteil der Delta-Variante in den vergangenen Wochen rapide zugenommen. Wegen der höheren Übertragbarkeit gelten zwei Impfdosen als unbedingt notwendig für einen wirksamen Schutz.

Van der Bellen ermuntert Deutsche zum Sommerurlaub in Österreich

15:13 Uhr: Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat vom Schloss Bellevue in Berlin aus die Deutschen zum Sommerurlaub in seinem Land ermuntert. Nach einem Gespräch mit Hausherr Frank-Walter Steinmeier nutzte er am Donnerstag dazu die gemeinsame Pressekonferenz als öffentlichkeitswirksame Bühne.

Der 77-Jährige bedankte sich bei seinem Gastgeber zunächst für die Gastfreundschaft, um dann anzufügen: "Ich möchte alle Anwesenden einladen, sich selbst zu überlegen, ob sie nicht die österreichische Gastfreundschaft demnächst wieder in Anspruch nehmen wollen."

Gastfreundschaft sei in seinem Land nicht nur "genetisch bedingt", sondern habe auch stark ökonomische Gründe, sagte Van der Bellen, während Steinmeier neben ihm amüsiert lachte. Die Corona-Regelungen würden demnächst gelockert, ergänzte das österreichische Staatsoberhaupt. "Also einem Urlaub an österreichischen Seen oder in den österreichischen Bergen steht hoffentlich nichts im Wege."

Delta-Variante: Weiter strenge Regeln für Einreise aus Grossbritannien

14:35 Uhr: An der Einstufung Grossbritanniens als Virusvariantengebiet wird sich aller Voraussicht nach zunächst nichts ändern. Die Zahl der Corona-Neuinfektion im Vereinigten Königreich sei zwar vergleichsweise niedrig, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Oxford. Aber die sogenannte Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt worden ist, habe mit einem sehr hohen Anteil von fast 80 Prozent am Infektionsgeschehen "die dominierende Rolle übernommen". Es sei aber wichtig, dass in Deutschland ein grosser Teil der Bevölkerung geimpft sei, bevor sich mögliche Varianten im Land verbreiteten, betonte Spahn.

Aus Virusvariantengebieten dürfen nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen. Alle müssen verpflichtend für 14 Tage in Quarantäne, niemand kann sich mit einem negativen Corona-Test davon befreien. Im Gegenzug müssen Einreisende aus Deutschland in Grossbritannien zehn Tage in Selbstisolation und währenddessen auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

Er wisse, dass die Lage schwierig sei, sagte Spahn. "Es ist hart für Familien, es ist hart für Geschäftsreisende. Es ist hart für viele Freunde und Partner im Vereinigten Königreich und in Deutschland, die sich gegenseitig besuchen und sehen wollen", sagte der Minister. Aber solange die Variante in Grossbritannien so stark verbreitet sei, "brauchen wir noch leider entsprechende Quarantäne- und Testvorschriften".

Gemischte Corona-Impfung: Wohl gute Verträglichkeit und Wirksamkeit

13:52 Uhr: Erst Astrazeneca und als zweite Dosis Biontech/Pfizer hat für Impflinge laut einer vorläufigen Charité-Auswertung wohl keine Nachteile bei Wirksamkeit und Verträglichkeit. Eine Kombination der Präparate in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei laut der Studie gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Biontech hervor, schrieb der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter.

Hintergrund der gemischten Impfserie ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nach dem Bekanntwerden von seltenen, aber schweren Komplikationen nach Astrazeneca-Erstimpfungen vor allem bei Jüngeren. Aus Risiko-Nutzen-Abwägungen heraus wird Menschen unter 60 Jahren, die schon eine Astrazeneca-Impfung haben, eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer empfohlen. Allerdings sahen Experten noch einen Mangel an verlässlichen Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit.

Corona-Zahlen in Afghanistan steigen stark an

13:38 Uhr: Inmitten einer dritten Welle der Corona-Pandemie steigen die Neuinfektionen in Afghanistan stark an. Das geht aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kabul hervor. Wurden vor rund 20 Tagen noch 200 tägliche Neuinfektionen registriert, so waren es am Mittwoch bereits mehr als 1.500.

Lokale Medien berichteten von Engpässen in Krankenhäusern bei der Versorgung, Sauerstoff und Betten für Patienten. Die US-Botschaft in Kabul stellte am Donnerstag mit Verweis auf den starken Anstieg der Zahlen eine Gesundheitswarnung für Afghanistan aus. Darin hiess es unter anderem, US-Bürger hätten berichtet, dass ihnen die Aufnahme in Krankenhäuser aus Platzmangel verweigert worden sei.

Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Pandschir sagte zum lokalen TV-Sender ToloNews, das Pandschir-Tal sei aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus für Touristen gesperrt worden.

Seit Anfang der Woche werden in Afghanistan mangels Impfstoffen zudem keine neuen Personen mehr zu Impfungen zugelassen. Aktuell könne man nur noch Personen impfen, die bereits die erste Teilimpfung hätten, hiess es aus dem Gesundheitsministerium. Bisher hatte das Land mit geschätzten 37 Millionen Einwohnern 968.000 Impfdosen erhalten.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Afghanistan mehr als 76.000 Infektionen und mehr als 3.050 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen viel höher ist.

Thüringen kein bundesweiter Corona-Hotspot mehr

12:33 Uhr: Thüringen ist im Bundesländervergleich kein Corona-Hotspot mehr. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Donnerstag bei 38,6 und näherte sich damit weiter dem deutschen Durchschnitt von 34,1 an. Das geht aus Angaben der Thüringer Staatskanzlei hervor, die sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützten. Nachdem Thüringen lange Zeit das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland war, verzeichneten jetzt vier Bundesländer eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz.

Auch regional setzte sich die Entspannung der Lage fort. 18 von 23 Kreisen und kreisfreien Städten lagen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 50. Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes sind damit weitgehende Lockerungen der Beschränkungen in Handel und Gastronomie sowie bei Freizeitaktivitäten möglich.

Fast 1,2 Millionen Menschen am Mittwoch geimpft worden

12:05 Uhr: Am Mittwoch sind in Deutschland fast 1,2 Millionen Menschen gegen Corona geimpft worden. Das ist der zweithöchste Wert an einem Tag. Dabei entfielen 681.084 Dosen auf die Zweitimpfungen. Am meisten Menschen an einem Tag wurden am 12. Mai geimpft: 1.406.912 Dosen wurden an diesem Tag verabreicht.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (Stand: 10:20 Uhr) wurden bislang insgesamt 52,8 Millionen Impfdosen verabreicht. Demnach sind bisher 44,6 Prozent (37,1 Millionen) der Menschen mindestens einmal und 19,6 Prozent (16,3 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 48 Prozent. Sachsen liegt mit 39,4 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland auch bei der Berücksichtigung aller verabreichter Impfdosen beim Tempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten. Das östliche Bundesland hat aber von allen Ländern bislang auch die wenigsten Impfdosen erhalten.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Weltweit wurden inzwischen bereits mehr als zwei Milliarden Impfdosen verabreicht worden. Die markante Schwelle wurde laut einer auf offiziellen Angaben der einzelnen Länder beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagvormittag (MESZ) überschritten. Dabei wurden sechs von zehn Impfdosen in den drei bevölkerungsreichsten Ländern China, USA und Indien verabreicht.

In China wurden bisher rund 704,8 Millionen Corona-Spritzen gesetzt, in den USA 296,9 Millionen und in Indien 221 Millionen. In den Mitgliedsländern der Europäischen Union wurden 255 Millionen Impfdosen verabreicht.

Gerechnet auf die Bevölkerungszahl ist Israel Impf-Weltmeister: Fast 60 Prozent der Einwohner sind komplett geimpft, haben also zwei Impfdosen erhalten.

Nur sechs Länder auf der Erde haben bisher noch nicht mit dem Impfen begonnen: Tansania, Tschad, Burundi, Eritrea, Nordkorea und Haiti.

Spendenaufruf für Impfstoffprogramm übertrifft Erwartungen

11:19 Uhr: Ein Spendenaufruf zur Finanzierung des weltweiten Corona-Impfprogramms Covax hat die Erwartungen übertroffen. Bei der Online-Veranstaltung mit Regierungen und Stiftungen aus aller Welt kamen zusätzlich 2,4 Milliarden Dollar (knapp zwei Milliarden Euro) zusammen, wie die Impfinitiative Gavi am Mittwochabend in Genf mitteilte.

Damit stehen nun insgesamt 9,6 Milliarden Dollar zur Verfügung, um in mehr als 90 der ärmsten Länder Corona-Impfkampagnen durchzuführen. Das Ziel war zunächst 8,3 Milliarden Dollar gewesen. Das Geld reiche, um wie geplant 1,8 Milliarden Impfdosen zu kaufen und bis Anfang 2022 knapp 30 Prozent der Menschen in diesen Ländern gegen das Coronavirus zu impfen, teilte Gavi mit. Zudem versprachen mehrere Länder, zusätzlich zusammen 54 Millionen bereits angeschaffte Impfdosen zu spenden. Damit wurden bislang nach Angaben von Gavi 132 Millionen Impfdosen gespendet.

Deutschland hatte bereits vor dem Treffen 2,2 Milliarden Euro für das Welt-Impfprogramm bereitgestellt und angekündigt, bis zum Jahresende 30 Millionen Impfstoffdosen an ärmere Länder abzugeben.

Covax will mit dem zusätzlichen Geld weitere Impfstoffforschung fördern. Covax war auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen Jahr eigentlich gegründet worden, um die Impfstoffforschung zu fördern und die Beschaffung für alle Länder der Welt zu übernehmen.

Dadurch sollten Risiken - etwa, dass in einen potenziellen Impfstoff investiert wird, der schliesslich fehlschlägt - auf viele Schultern verteilt und eine faire weltweite Verteilung der erfolgreichen Impfstoffe sichergestellt werden. Die reichen Länder machten aber trotzdem separate Verträge mit Impfstoffherstellern und kauften einen Grossteil der Produktion auf. Deshalb hat Covax nicht genügend Impfstoffdosen, um die ärmsten Länder zu versorgen.

Zahl der Neuinfektionen in den USA sinkt weiter

10:35 Uhr: In den USA geht die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Mit 16.558 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 7.400 weniger als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging. 41 Prozent der Bevölkerung sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bisher vollständig geimpft.

Auch die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion sank laut JHU im Wochenvergleich von 961 auf 602. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.477 Toten verzeichnet. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang 33,3 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 595 000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der CDC. In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Bericht: Mehr psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Pandemie

10:33 Uhr: Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen haben während der Corona-Pandemie einem Bericht zufolge deutlich zugenommen. Die Zahl der wegen Essstörungen behandelten Minderjährigen könnte 2020 um rund 60 Prozent gestiegen sein, berichtete das ARD-"Mittagsmagazin" am Donnerstag unter Berufung auf eine Auswertung von Versichertendaten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Auch andere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout könnten um rund 30 Prozent zugenommen haben.

Innerhalb von zehn Jahren habe sich die Zahl der Depressionen bei Minderjährigen fast verdoppelt. Auch Anpassungsstörungen, Burnout, Angststörungen und Essstörungen nahmen demnach zwischen 2009 und 2019 deutlich zu. Die Pandemie habe diesen Trend verstärkt. Bundesweit wiesen die Zahlen auf einen Anstieg von mehr als 20 Prozent aller psychischen Erkrankungen hin.

Für den Bericht wurden die Daten von 209.332 sechs- bis 18-jährigen Versicherten der KKH ausgewertet. Von den rund 200.000 versicherten Kindern und Jugendlichen befanden sich 2019 rund zwölf Prozent aufgrund psychischer Erkrankungen in Behandlung.

COVID-19

Trendbarometer: Deutsche planen trotz Corona Urlaub

08:17 Uhr:Die Mehrheit der Deutschen plant einer Umfrage zufolge trotz Corona-Pandemie eine Reise im Sommer. Zwei von drei Befragten (64 Prozent) gaben bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv am letzten Mai- und ersten Junitag an, im Sommer verreisen zu wollen.

Knapp ein Drittel (31 Prozent) will dafür die ganze Zeit innerhalb Deutschlands bleiben, 15 Prozent wollen ins Ausland reisen und 18 Prozent wollen sowohl in Deutschland als auch im Ausland Urlaub machen. 33 Prozent wollen dagegen daheim bleiben.

Wer nicht verreist, tut das teils wegen der Pandemie: 53 Prozent der entsprechenden Befragten gaben an, wegen der unsicheren Corona-Lage nicht zu verreisen. Etwa jeder Vierte (24 Prozent) verzichtet dem RTL/ntv-Trendbarometer zufolge aus finanziellen Gründen. Festgezurrt haben aber auch die Reiselustigen ihre Pläne noch nicht unbedingt: 55 Prozent von ihnen haben noch nichts gebucht.

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz in den meisten Landkreisen oder kreisfreien Städten stabil unter 100 liegt, wird in Gastronomie und Hotellerie derzeit teils kräftig gelockert. Hotels und Ferienwohnungen heissen zunehmend wieder Gäste willkommen.

Lauterbach warnt vor Infektionswelle durch Reiserückkehrer

08:36 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet für die kommende Zeit ein entspannteres Corona-Infektionsgeschehen. "Die Sieben-Tage-Inzidenz wird sich in den nächsten Tagen bei einem Wert von rund 35 einpendeln", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die Öffnungsschritte führten zwar zu mehr Infektionen, gleichzeitig aber seien immer mehr Menschen durch Impfungen geschützt. "Hinzu kommt, dass sich vieles jetzt draussen abspielt - das senkt ebenfalls das Infektionsrisiko.

Der entscheidende Treiber für Infektionen sind nach den Worten von Lauterbach nach wie vor Begegnungen in Innenräumen. "Dort, wo Partys oder Feiern in geschlossenen Räumen erlaubt sind, muss unbedingt sichergestellt sein, dass alle Teilnehmer geimpft, genesen oder getestet sind", forderte er.

Zudem warnt er vor einer neuen Infektionswelle durch Reiserückkehrer. Der Sommertourismus könnte die zuerst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta "schnell" über Europa verteilen, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag."Durch Reiserückkehrer wird sich die Mutante spätestens im Herbst auch in Deutschland grossflächig ausbreiten." Es müsse davon ausgegangen werden, "dass am Ende dieses Sommers deswegen eine neue Infektionswelle drohen könnte", warnte Lauterbach.

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Die Vorbereitung zählt: So meistern Sie eine mögliche Quarantäne

Die Corona-Pandemie dauert weiter an, die Fallzahlen stiegen zuletzt stetig. Dabei ist längst klar: Es kann jeden treffen - ob nun als Erkrankten oder als Kontaktperson. Was folgt, ist die Isolation oder häusliche Quarantäne. Mit diesen Tipps wird die Zeit so angenehm wie möglich.

RKI registriert 4.640 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 34,1

08:34 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.640 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.313 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 34,1 an (Vortag: 36,8; Vorwoche: 41).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 166 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 269 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.692.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.518.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.940 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochnachmittag bei 0,83 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

RKI: Variante Alpha bleibt vorherrschend - Delta unverändert selten

01:00 Uhr: Die vor einigen Wochen als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Delta (B.1.617.2) spielt in Deutschland nach Daten des Robert Koch-Instituts weiter eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an untersuchten Proben aus der Woche vom 17. bis 23. Mai betrug 2,1 Prozent. Das geht aus einem RKI-Bericht vom Mittwochabend hervor. In den Wochen zuvor hatte der Anteil leicht, aber beständig zugenommen, auf bis zu 2,4 Prozent.

Die zuerst in Indien festgestellte Mutante hat damit den RKI-Daten zufolge in Deutschland den zweitgrössten Anteil, allerdings mit enormem Rückstand: Alpha (B.1.1.7) kommt auf rund 93 Prozent. Diese in Grossbritannien entdeckte Variante breitete sich seit Ende 2020 international stark aus. Die weiteren als besorgniserregend eingestuften Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1.) wurden in noch geringerer Zahl gefunden.

Alle Corona-Meldungen vom 2. Juni zum Nachlesen finden Sie hier

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.