Trotz fast 100.000 Infizierter in Deutschland scheinen sich die Massnahmen der Regierung langsam auszuzahlen. Am Sonntag nahm die Zahl der neuen Corona-Fälle lediglich um fünf Prozent zu. Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich als Vorsichtsmassnahme in eine Klinik begeben. Alle News zum Coronavirus im Live-Ticker.

Live-Ticker zum Coronavirus hier aktualisieren

  • 22:37 Uhr: Britischer Premierminister im Krankenhaus
  • 20:38 Uhr: Mehr als 95.900 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1400 Tote
  • 19:20 Uhr: Österreichische Regierung verkündet Fahrplan für Zeit nach Ostern
  • 18:50 Uhr: Italien: Zahl der täglichen Todesopfer erneut gesunken
  • 18:40 Uhr: Mehr als 94.900 Corona-Nachweise in Deutschland
  • 16:03 Uhr: Grüne fordert, dass Ausgangskontrollen nicht übertrieben eingesetzt werden
  • 15:30 Uhr: Bürgermeister von Robbio will alle Einwohner testen lassen
  • 14:32 Uhr: Weltweit bereits mehr als 65.000 Coronavirus-Tote
  • 11:32 Uhr: 500 Euro Bonus für alle Pflegekräfte in Bayern
  • 10:49 Uhr: Mehr als 91.300 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1.300 Tote

Britischer Premierminister im Krankenhaus

22:37 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London am Sonntagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Es handelt sich um einen vorsorglichen Schritt, da der Premierminister noch zehn Tage, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, Symptome hat», hiess es in einer Mitteilung der Regierung.

Mehr als 95.900 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1400 Tote

20:38 Uhr: In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 95.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 91.100 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1.415 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 1.316). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 24 000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 383 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20.500 Fällen und mindestens 258 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 186,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 115,4. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Österreichische Regierung verkündet Fahrplan für Zeit nach Ostern

19:20 Uhr: Die österreichische Bundesregierung wird am Montag die Menschen über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus informieren. Es wird erwartet, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und weitere Mitglieder des Kabinetts bei einer Pressekonferenz um 11.00 Uhr erste Lockerungen der drastischen Anti-Corona-Massnahmen ab dem 14. April verkünden.

Kurz hatte im Verlauf des Wochenendes mehreren Medien Interviews gegeben. Dabei machte er deutlich, dass vor allem der Handel schon bald auf Lockerungen hoffen kann. Grosse Veranstaltungen werden dagegen wohl erst deutlich später wieder möglich sein. Kurz betonte, dass der Weg zurück zur Normalität schrittweise erfolgen müsse

Italien: Zahl der täglichen Todesopfer erneut gesunken

18:50 Uhr: In Italien ist am Sonntag bereits den zweiten Tag in Folge die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen gesunken. Der Zivilschutz zählte 525 Todesopfer am Sonntag, nach 681 am Samstag. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten in Italien auf nunmehr 15 887, die aktuell höchste Zahl weltweit.

Die Zahl der Menschen in Italien, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg am Sonntag um rund 3,5 Prozent auf 128 948. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor, es wird allerdings mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet.

Mehr als 94.900 Corona-Nachweise in Deutschland

18.40 Uhr: In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mindestens 94 927 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: über 89 300 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1384 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1103). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Ministerium: Sommersemester in Bayern beginnt mit Online-Vorlesungen

17:46 Uhr: Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus beginnt das Sommersemester an den Hochschulen in Bayern zunächst mit Online-Vorlesungen. "Wir starten den Lehrbetrieb für alle Studentinnen und Studenten am 20. April komplett digital", sagte Landeswissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag.

Der Gesundheitsschutz habe oberste Priorität. Ob man im Laufe des Sommers nach und nach zur Präsenzlehre zurückkehren könne, sei noch nicht absehbar. Der digitale Vorlesungsbetrieb verlange ein hohes Mass an Flexibilität. "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir alle diese Bewährungsprobe bestehen werden", sagte Sibler. Mit Blick auf die Prüfungen zum Ende des Semesters arbeiteten die Hochschulen an praktikablen Lösungen.

Verwirrung um Zahl der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern

17:14 Uhr: Das Zentralregister für Intensivbetten hat am Sonntag Angaben widersprochen, wonach es mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern gebe. "Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, die das Zentralregister betreibt, dem "Handelsblatt". Damit korrigierte sie Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) von vor wenigen Tagen.

DKG-Präsident Gerald Gass hatte gesagt, er schätze, dass knapp 40.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen - von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei seien.

Nach den täglichen Meldungen der Krankenhäuser an das Zentralregister gab es aber am Freitagnachmittag nur 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten. 10.074 weitere waren frei. Das wären zusammen nicht einmal die 28.000, die laut amtlicher Statistik schon vor der Coronakrise zur Verfügung standen.

Und auch davon "musste man schon rund zehn Prozent abziehen, die wegen Personalmangel nicht benutzt werden konnten", sagte die Sprecherin dem "Handelsblatt". "In der Kinder-Intensivmedizin waren es sogar 20 Prozent".

Von den 13.346 belegten Intensivbetten dienten demnach aktuell lediglich 2.680 der Behandlung von Corona-Patienten. Von diesen müssten 83 Prozent beatmet werden.

Kirche in Seoul hält Drive-in-Gottesdienst ab

16:44 Uhr: Einige Kirchen in Südkorea finden wegen der Verbreitung des Coronavirus neue Wege, um ihre Gottesdienste abzuhalten. Während zahlreiche Sonntagsmessen als Vorkehrung gegen Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Erreger online angeboten werden, entschied sich unter anderen die Seoul-City-Church zu Drive-In-Gottesdiensten für die Gläubigen. Die Teilnehmer sitzen und beten dabei in ihren Autos. Etwa 150 Fahrzeuge standen während des Gottesdienstes auf einem Parkplatz.

Auch an anderen Orten finden solche Drive-In-Gottesdienste als Alternative zu den Online-Feiern von Kirchen statt. Zahlreiche Kirche gerieten in den vergangenen Wochen in die Kritik, weil sie trotz der von den Behörden angeführten Kampagne zur Vermeidung sozialer Kontakte ihre Gottesdienste weiter in den Kirchengebäuden durchführten.

Grünen-Fraktion: Ausgangskontrollen nicht übertreiben

16:03 Uhr: Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Irene Mihalic, warnt vor überzogenen Kontrollen der aktuellen Ausgangsbeschränkungen durch die Polizei. "Die Umsetzung der Massnahmen treibt mancherorts merkwürdige Blüten, beispielsweise wenn Parkbesucher nach Hause gefahren werden, damit die Ordnungskräfte dort mit Türschildabgleich feststellen können, ob die Eingesammelten tatsächlich im selben Haushalt leben oder gegen das Kontaktverbot verstossen haben", schreibt sie in einem Positionspapier, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag) vorliegt.

Solche Vorfälle seien derzeit die grosse Ausnahme, betonte sie. Dennoch sei ein klarer Handlungsrahmen für Polizei und Ordnungsämter in der Coronakrise wichtig. "Dabei darf nicht der leiseste Zweifel daran aufkommen, dass es ausschliesslich darum geht, überlebensnotwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten, und nicht darum, nach und nach ein neues beziehungsweise eigentlich doch längst überkommenes Verständnis von Obrigkeit zu etablieren", erklärte Mihalic. "Das wäre grob missbräuchlich und würde im Übrigen auch die Akzeptanz der dringend notwendigen Regeln schwächen."

Bürgermeister von Robbio will alle Einwohner testen lassen

15:30 Uhr: Um wieder zur Normalität zurückkehren zu können, will der Bürgermeister von Robbio alle Bewohner der italienischen Kleinstadt auf das Coronavirus testen lassen. "Wir können die Situation niemals verbessern, ohne die Gesunden von den Kranken zu trennen", sagte Roberto Francese der Nachrichtenagentur AFP. "Dafür braucht es die Bluttests." Der Bürgermeister will, dass die Ausgangssperre beendet wird und die 6.000 Einwohner der Stadt in der Lombardei wieder arbeiten können.

Das öffentliche Leben im besonders von der Pandemie betroffenen Italien ist weitgehend lahmgelegt. Noch ist unklar, wie die Beschränkungen aufgehoben werden könnten, ohne dass es zu einer zweiten Infektionswelle kommt.

Die Verwaltung von Robbio ist der Ansicht, dass Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, Antikörper entwickeln und immun sind. Allerdings ist dies wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen.

Johns-Hopkins-Uni: Weltweit bereits mehr als 65.000 Coronavirus-Tote

14:32 Uhr: Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 65.000 Menschen infolge der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 stieg bis Sonntagmittag auf mehr als 1,2 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach 15.000 Corona-Infizierte, in Spanien 12.000 und in den USA 8.500.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit COVID-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten bislang in Spanien und Italien. In beiden Ländern starben rund 25,5 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Deutschland waren es dagegen 1,7 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in China 0,24.

Tokio mit Rekord an neuen Coronafällen

13:55 Uhr: In Tokio sind am Sonntag weitere 143 Coronavirus-Fälle bestätigt worden, der bislang höchste Anstieg innerhalb eines Tages. Am Vortag waren 118 Menschen positiv auf das neue Coronavirus getestet worden und damit erstmals mehr als 100 Menschen innerhalb eines Tages. Damit zählt die japanische Hauptstadt bereits mehr als 1.000 Infektionsfälle. Mit den inzwischen täglich steigenden Zahlen nehme zugleich der Druck auf Ministerpräsident Shinzo Abe zu, möglicherweise den Ausnahmezustand auszurufen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern, so lokale Medien. Wegen des weltweit grassierenden Erregers waren kürzlich die in diesem Sommer in Tokio geplanten Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben worden.

Bis Samstagabend (Ortszeit) befanden sich 817 infizierte Menschen in Tokioter Krankenhäusern. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden bislang rund 900 Betten für Coronavirus-Patienten reserviert. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike erklärte, man werde voraussichtlich an diesem Montag zusätzlich weitere 100 Betten bereitstellen. Es gibt allerdings Zweifel, ob die Behörden bezüglich der Sicherstellung von Klinikbetten mit dem rasanten Anstieg der Fälle mithalten können.

Regierung will Gutscheine für abgesagte Reisen staatlich absichern

12:52 Uhr: Nach Kritik an den geplanten Gutscheinen für abgesagte Reisen und Kultur- oder Sportveranstaltungen hat die Bundesregierung angekündigt, für die Voucher finanziell einzustehen. "Wir nehmen die Bedenken der Verbraucher sehr ernst. Kein Kunde darf sein Geld verlieren", sagte der Tourismusbeauftragte Thomas Bareiss (CDU) am Sonntag. "Deshalb wollen wir den Wert der Gutscheine staatlich absichern." Zuvor hatten Verbraucherschützer das Vorhaben als "Zwangskredite der Verbraucher an die Unternehmen" abgelehnt und eine Rückzahlung der Reisekosten gefordert.

Bareiss betonte: "Natürlich müssen die Verbraucher ihr Geld zurückbekommen können, wenn sie den Gutschein nicht einlösen und keine Reise antreten." Deshalb würden die Wertscheine zeitlich begrenzt. "Und für all diejenigen, die es besonders hart trifft und ihr Geld schnell selbst brauchen, wird es eine Härtefallregelung geben", sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.

Höchste Zahl mit Infizieren liegt noch vor uns

12:35 Uhr: Rund 100.000 Menschen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Allerdings liege höchste Zahl liegt noch vor uns, vermutet Kanzleramtschef Helge Braun. Deshalb müsse die Wirtschaft aktuell zurückstecken. "Die Vorstellung, dass wir in Deutschland vielleicht bald manche Kranke nicht mehr versorgen können, weil die Zahl der Infektionen hochschiesst, ist so schwerwiegend, dass ich sage: Das Wichtigste ist zunächst, dass wir das vermeiden. Dahinter steht die Wirtschaft erst mal einen grossen Schritt zurück", sagte Braun zur FASZ.

Virtuelles Gedenken an Befreiung von KZ Buchenwald

12:11 Uhr: Mit einem virtuellen Gedenken soll am nächsten Wochenende an den 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen gedacht werden. Am 11. April - dem historischen Tag der Befreiung - werde eine entsprechende Webseite freigeschaltet, sagte der Sprecher der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Rikola-Gunnar Lüttgenau. Dort seien dann Statements von Überlebenden und Personen des öffentlichen Lebens zu finden. Auch eine Thüringer Erklärung solle es geben. Nähere Angaben dazu machte der Sprecher aber noch nicht.

Ursprünglich war die zentrale Gedenkfeier an diesem Sonntag geplant. Sie musste wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Am 11. April würden dann zum Gedenken auch Kränze abgelegt - allerdings ohne Publikum.

500 Euro Bonus für alle Pflegekräfte in Bayern

11:32 Uhr: Für ihren oftmals aufreibenden Einsatz in der Corona-Krise will die Staatsregierung allen Pflegekräften in Bayern eine steuerfreie Bonuszahlung von 500 Euro zukommen lassen. "Wir in Bayern reden nicht nur darüber - wir machen das. Wir werden 500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte zahlen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der "Bild am Sonntag".

Den Bonus sollen nach Angaben eines Regierungssprechers alle Pflegekräfte in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Alten-, Pflege- und Behindertenheimen bekommen - insgesamt 252.000 Angestellte. Den Freistaat koste dies unterm Strich 126 Millionen Euro. "Vorläufig" sollen die 500 Euro einmalig gezahlt werden, hiess es. Je nachdem, wie lange der Kampf gegen das Coronavirus dauert, ist damit nicht ausgeschlossen, dass es später weitere Zahlungen gibt.

Mehr als 91.300 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1.300 Tote

10:49 Uhr: In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 91.384 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10:30 Uhr: 85.559 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1.318 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10:30 Uhr: 1.154). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 23.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 370 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 19.400 Fällen und mindestens 250 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 176,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 109,9.

Hausangestellte wegen Corona weg: Haushaltsvideos für reiche Inder

10:02 Uhr: Normalerweise erledigen sich lästige Arbeiten in vielen indischen Mittel- und Oberschichtshaushalten wie von selbst. Bodenputzen, Möbel abstauben, Geschirrspülen, Wäsche waschen, Lebensmittel kaufen, Essen kochen und Kinder betreuen - darum kümmern sich oft Hausangestellte. Aber in Corona-Zeiten ist das anders - denn auch die Hausangestellten müssen gerade zu Hause bleiben, ausser sie leben im Anwesen ihrer Arbeitgeber. In Indien gilt eine strenge dreiwöchige Ausgangssperre. So sprangen Bollywood-Stars in die Bresche - und stellen Tipps und Tutorialvideos ins Netz - wohl um privilegierteren Indern bei den ungewohnten Aufgaben zu helfen.

Die beliebte Bollywood-Schauspielerin Katrina Kaif etwa zog sich eine Schürze um und spülte Geschirr: "Ich dachte ich mache ein kurzes Auffrischungsvideo für diejenigen von uns, die das vergessen haben", sagte die 36-Jährige und lachte. Dann erklärte sie den Zuschauern ihre Strategie zum wassersparenden Spülen: Zuerst das Spülbecken mit Wasser füllen, alles Geschirr einzeln mit dem Schwamm schrubben, zur Seite legen und anschliessend alles mit Wasser abspülen. Mehr als sechs Millionen Menschen haben sich das Video angeschaut, das Kaif vergangene Woche auf Instagram geladen hatte. In einem anderen Video wischt sie den Boden und schrieb dazu: "Übrigens ist das eine echt gute Trainingsübung." Mehr als sieben Millionen Leute klickten das an.

Flüchtlingslager nahe Athen in Quarantäne

09:35 Uhr: Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat der griechische Coronavirus-Krisenstab ein Flüchtlingslager nahe Athen für 14 Tage wegen einer Coronavirus-Infektion unter Quarantäne gestellt. Es handelt sich um das Camp von Malakasa rund 45 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt, wie der staatliche griechische Rundfunk (ERT) am Sonntagmorgen berichtete. Dort leben etwa 1.800 Menschen. Demnach wurde ein 53 Jahre alter Afghane positiv auf das Virus getestet.

Familienministerin: Gartenpartys nach der Krise planen

07:45 Uhr: Eine Woche vor Ostern hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey trotz aller Einschränkungen beim traditionellen Familienfest die Menschen zu Zuversicht aufgerufen. "Familienfeiern oder Gartenpartys gehen gerade nicht. Wir sollten sie aber planen für die Zeit nach der Krise und uns darauf freuen", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Mit Blick auf die Osterfeiertage sagte sie: "Jede Familie hat eine Verantwortung – für sich und andere. Gerade wenn jemand geschwächt oder krank ist, dann kann man zu dem nicht einfach hinfahren. Ich finde, an der Stelle muss man vernünftig sein und lieber alleine bleiben."

Wichtig sei es, jetzt Nähe und Kontakt zu halten, auch wenn man sich persönlich nicht treffen könne. "Auch diese Zeit geht vorbei. Sie wird vorbeigehen, und wir werden da durchkommen." Den Menschen in Deutschland gehe es verglichen mit der Lage in anderen Ländern immer noch verhältnismässig gut. Die aktuelle Krise wird aus Sicht der Familienministerin dazu führen, dass Gesundheit, Freiheit "und die Möglichkeiten, die wir haben" noch mehr geschätzt würden. "Die Möglichkeit, mit Freunden schöne Dinge zu erleben. Die Menschen, die einem lieb sind zu umarmen, zusammen zu feiern. Das sind alles keine Selbstverständlichkeiten und dafür wieder ein echtes Bewusstsein zu haben, das können wir aus dieser Krise mitnehmen."

Deutsche Bahn in Coronakrise pünktlicher

06:30 Uhr: Bei der Deutschen Bahn sind 82,4 Prozent aller Fernzüge im März pünktlich ans Ziel gekommen. Das waren 4,1 Prozentpunkte mehr als noch im März des Vorjahres und 3,1 Punkte mehr als im Februar, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Allerdings waren aufgrund der Coronakrise die Fahrgastzahl und die Taktung der Züge deutlich niedriger als sonst. Ein wichtiger Grund für Verspätungen - das Aus- und Einsteigen der Reisenden an vollen Bahnsteigen - fiel damit weg.

Ein ICE 3 der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof.

Zur genauen Auslastung machte die Bahn keine Angaben. Allerdings seien Anfang April nur rund drei Viertel der Fernverkehrszüge im Einsatz gewesen, teilte ein Sprecher mit.

Ein Zug gilt als verspätet, wenn er sechs Minuten oder mehr nach der planmässigen Zeit am Ziel ankommt. Für das laufende Jahr will der Konzern eine Pünktlichkeitsquote von 78 Prozent erreichen. Hatte der Konzern im vergangenen Jahr sein selbstgestecktes Ziel von damals 76,5 Prozent noch knapp verfehlt, verbesserte sich die Pünktlichkeit im Januar deutlich. Rund 84,3 Prozent der Züge kamen zum Jahresauftakt pünktlich. Im Februar drückten mehrere Sturmtiefs die Quote dann auf knapp unter 80 Prozent.

Queen beschwört britische Selbstdisziplin in Coronakrise

06:05 Uhr: Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. "Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind", wird die Queen am Sonntagabend in einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth sagen. Das geht aus Rede-Auszügen hervor, die vorab vom Buckingham-Palast veröffentlicht wurden. Die Ansprache gilt als Zeichen, dass die Regierung zunehmend über die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit COVID-19 beunruhigt ist.

Maas ruft zur Einhaltung des Kontaktverbots über Ostern auf

05:05 Uhr: Angesichts der weltweit dramatisch wachsenden Todeszahlen der Corona-Pandemie hat Bundesaussenminister Heiko Maas eindringlich dazu aufgerufen, das in Deutschland geltende Kontaktverbot einzuhalten. "Ein Blick über unsere Grenzen zeigt noch viel dramatischer als bei uns, wie tödlich der Corona-Virus ist", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Daraus müsse man Konsequenzen ziehen: "Wir müssen weiter alles tun, um eine zu schnelle Ausbreitung in Deutschland zu vermeiden. Das gilt leider auch für die Ostertage - so bitter das für viele Familien und Freundeskreise ist." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten am Mittwoch dazu aufgerufen, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für "überregionale tagestouristische Ausflüge".

Maas zeigte sich beeindruckt, wie konsequent sich die grosse Mehrheit der Menschen in Deutschland bisher an die Regeln zur Kontaktvermeidung halte. "Das zeigt auch, wie gross der Gemeinsinn und die Solidarität in unserem Land sind. Genau darauf müssen wir aufbauen, um so gut wie möglich durch diese Krise zu kommen."

Trump schwört USA wegen Corona-Toten auf harte Zeiten ein

00:36 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie auf harte Zeiten eingeschworen. Es werde in den nächsten zwei Wochen "viele Tote geben, leider", sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus. Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump.

Das Coronavirus hat sich in den USA zuletzt rasant ausgebreitet. Allein am Samstag kamen Daten der Universität Johns Hopkins zufolge erneut mehr als 1.000 Menschen infolge der von dem Virus verursachten Lungenerkrankung COVID-19 ums Leben. Experten rechnen für die kommenden zehn Tagen mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Trumps Beraterin Deborah Birx verwies am Samstag erneut auf eine Modellrechnung, wonach die Opferzahlen noch bis Mitte April auf rund 2.600 Tote pro Tag ansteigen könnten.

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Mit Material von dpa, afp und apa.

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